THEATER

Die hohe Kunst des Tanzes

Anmutig und berührend kommt der Ballettklassiker in der tänzerischen Gegenüberstellung von Gut und Böse daher. Foto: Staatsoper Kiew

Der Ballettklassiker schlechthin für Jung und Alt war, ist und bleibt „Schwanensee“. Seit der Uraufführung im Bolschoi Theater Moskau am 4. März 1877 hat das Werk nichts von seiner Ausstrahlung eingebüßt. Liebe und Sehnsucht, Einsamkeit und Eifersucht, Wut, Schmerz und Glück – „Schwanensee“ ist Gefühlsausdruck ohne Worte. Musik und Tanz vereinigen sich hier zu einer neuen Sprache, die jeder unmittelbar versteht. Wieder einmal ist das Ballett und Orchester der Ukrainischen Staatsoper „Taras Schewtschenko“ gleich zu fünf Vorstellungen eingeladen.

Jeweils um 19.30 Uhr am Donnerstag, 20. Februar (Gemischtes Abo D und freier Verkauf), am Freitag, 21. Februar (Gemischtes Abo C und freier Verkauf), am Samstag, 22. Februar (Gemischtes Abo A und freier Verkauf), am Sonntag, 23. Februar (Gemischtes Abo E und freier Verkauf) und am Samstag, 22. Februar (Theater außer Abo im freien Verkauf) um 15 Uhr.

Das Kiewer Opern- und Ballett-Theater „Taras Schewtschenko“ ist das führende Musiktheater der Ukraine und kann auf eine 125-jährige Geschichte zurückblicken. Bereits im März 2007, 2009 und 2013 hat das erstklassige Ensemble auch im Schweinfurter Theater unter Beweis gestellt, warum es seit vielen Jahrzehnten von Ballettliebhabern und Fachleuten des klassischen Ballettgenres ganz in die Nähe der Weltklasse-Ballettcompagnien Kirow (St. Petersburg) und Bolschoi (Moskau) gestellt wird. Seit 1991 geht das ukrainische Ensemble in Europa immer wieder auf Reisen – teilweise mit über 130 Personen. „Schwanensee“ gilt als eines der schwierigsten, aber auch beliebtesten Ballettwerke. Alexander J. Balcar nannte es „Das schönste Ballettmärchen, das die Tanzkunst kennt“. Die Rollen des „Weißen“ und des „Schwarzen Schwans“ gehören zu den begehrtesten Partien des Balletts, an die sich aber nur Spitzenkräfte wagen können. Die Solisten der Staatsoper Kiew haben diese Perfektion erreicht.

Tschaikowskys Melodien machten sein Ballett unsterblich. Es finden sich darin zwei immer wiederkehrende Hauptgedanken: das Schwanenmotiv und das lyrische Thema der Odette. Es sind „Lieder ohne Worte“, die dem romantischen Geist dieses Werkes entsprechen. Zugleich führte Tschaikowsky mit „Schwanensee“ eine Reform der Ballettmusik durch. Sie ist nicht nur, wie bisher, Begleitmusik, sondern gibt die Grundgedanken des Werkes leitmotivisch wieder. „Ein wirkungsvolles Ballett“, schreibt O. F. Regner in seinem bekannten Ballettbuch, „bei dem die Librettisten (...) die Gegenüberstellung von Gut und Böse“ versuchten.

Vorverkauf ab Samstag, 4. Januar, Tel. (0 97 21) 51 49 55 oder 5 10 – oder Internet: www.theater-schweinfurt.de

Rückblick

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  14. Vom Konflikt zwischen Aberglaube und Vernunft
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  26. Gitarristen aus der ganzen Welt zeigen ihr Können
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  38. Führung mit dem Nachtwächter
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  40. Der Weg in ein eigenes Leben
  41. Mit Leichtigkeit und Transparenz
  42. Die hohe Kunst des Tanzes
  43. Getanzte Leidenschaft in Vollendung
  44. Hommage an Bach
  45. Freies Spiel der Hormone
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  47. Ein lebendiger Ort der Kunst
  48. In der prachtvollen Welt des russischen Zirkus
  49. Violine, Klarinette und Klavier
  50. Eine anrührende Liebe mit tragischem Ende

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