Die kritische Masse hat einige kritische Anmerkungen

28.05.2017 Foto: Helferich

(hh) Rund 70 Radfahrer, darunter auch einige Stadträte, haben sich am Freitagabend an einer einstündigen Critical Mass (kritische Masse) Radtour durch Schweinfurt beteiligt. Ziel dieser Fahrten ist, dem Fahrrad im Straßenverkehr bei den politischen Entscheidungen mehr Gewicht zu geben und durch ein verbessertes Radwegenetz einen aktiven Beitrag zum Klimaschutz zu leisten. Das gegenüber 2014 noch schlechtere Abschneiden Schweinfurts bei der Klimatest-Umfrage zur Fahrradfreundlichkeit in der Stadt war eines der am meisten diskutierten Themen. Viele Ziele in Schweinfurt seien wegen der geringen Entfernungen gut mit dem Rad zu erreichen, aber das Radfahren ist in Schweinfurt wegen der vielen Lücken wie in der Niederwerrner Straße und unzureichenden Lösungen wie am Obertor, in der Schützen- oder der Klingenbrunnstraße nicht sicher. Auf der rund 15 Kilometer umfassenden Mai-Protestfahrt wurde auch die Umleitung für Radfahrer wegen der baubedingt gesperrten Spitalstraße bemängelt, die am Ausgang der Rosengasse plötzlich endet und die Radfahrer auf der viel befahrenen Straße am Fischerrain ihrem Schicksal überlässt. Die Polizei begleitete die Protestfahrt. Am letzten Freitag im Juni geht es weiter mit der nächsten Critical Mass Fahrt. Das Foto zeigt die Radfahrer am Rusterberg.

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