Schweinfurt

Die schlauesten Denksportler der Stadtschulen

Sch(l)au mal da: Die Schulamtssieger der 11. Unterfränkischen Mathemeisterschaften heißen Melissa und Ali-Emin. Jürgen Wieczorek von der VR-Bank Schweinfurt, Koordinatorin Katharina Steuer und Konrektorin Natascha Nowack-Göttinger (von links) gratulierten an der Kerschensteinerschule. Foto: Uwe Eichler

Hätte man als Erwachsener die harte Nuss selber geknackt, bei der zweiten Runde der Unterfränkischen Mathematikmeisterschaft 2017? "In drei Regalen stehen insgesamt 150 Bücher. Leon nimmt aus dem ersten Regal 2 Bücher und stellt sie in das zweite Regal. Dann nimmt Sarah aus dem zweiten Regal 3 Bücher und stellt sie in das dritte Regal. Nun sind in jedem Regal gleich viele Bücher. Wie waren die Bücher zuerst auf die Regale verteilt?"

Lang, lang ist's her, als Philosoph Arthur Schopenhauer zwecks Lösung von Mathe-Aufgaben einfach die Erfindung des Taschenrechners gefordert hat: "Dass die niedrigste aller Tätigkeiten die arithmetische ist, wird dadurch belegt, dass sie die einzige ist, die auch durch eine Maschine ausgeführt werden kann".

Ganz so einfach ist es in der Welt der höheren Zahlen und Logik auch wieder nicht, bei den Meisterschaften 2018. Beim Knobelwettbewerb der Regierung von Unterfranken, für Grundschüler der vierten Klassen, geht es um Denksport-Aufgaben, für deren Lösung es ein wenig Grips, selbstständiges Denken und Kreativität braucht, nicht nur die Rechenfunktion auf dem Smartphone.

Seit 2008 treten die kleinen Nachwuchs-Einsteins der Region in drei Runden gegeneinander an, unterstützt von den Volks- und Raiffeisenbanken: auf Schul-, Schulamts- und Bezirksebene. Schon in der ersten Runde wurde addiert und subtrahiert: An 214 Grundschulen ratterten im Oktober die grauen Zellen von 7319 Jungen und Mädchen. Zur zweiten Runde ging es in der Stadt Schweinfurt an die Kerschensteinerschule, in die Obhut von Koordinatorin Katharina Steuer. Die neun Stadtschulen schickten jeweils einen Schüler und eine Schülerin ins Halbfinale, die 18 Besten von 300 Teilnehmern. Mit den jungen Schweinfurtern kann man rechnen: "Die Teilnahmequote der Stadtschulen liegt bei 100 Prozent", freuen sich die Veranstalter.

Los ging es in der Kerschensteinerstraße mit einem Mathematik-Song der Ganztagesklasse und der Begrüßung durch Lehrerin Katharina Steuer und Konrektorin Natascha Nowack-Göttinger. 18 Köpfe qualmten in der Mathematikwerkstatt. Für die jeweils drei besten Jungs und Mädels gab es eine Medaille, Jürgen Wieczorek von der VR-Bank Schweinfurt hatte außerdem Schulordner und andere Präsente dabei.

Am Ende leuchteten die Augen der beiden Erstplatzierten sowie deren stolzen Eltern: Ali-Emin Oflaz von der Auen-Grundschule sowie Melissa Hirsch von der Schiller- Grundschule. Die beiden schlauen Schweinfurter werden die Stadt am 13. Dezember bei der Bezirksrunde in Würzburg vertreten, unter 24 Finalisten.

Das Ergebnis für die Regalaufgabe lautet übrigens: 52 Bücher im 1. Regal, 51 im 2. Regal und 47 im 3. Regal.

Alle Aufgaben und Lösungen der Unterfränkischen Mathe-Meisterschaften seit 2010 finden sich unter www.regierung.unterfranken.bayern.de/aufgaben/5/2/00414/index.html

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