GEROLZHOFEN

„Du musst dran glauben“ in vielen Facetten

Im kommenden Jahr 2017 werden zwei große Jubiläen gefeiert: Vor 500 Jahren hat der Überlieferung nach Martin Luther seine Thesen angeschlagen und damit die Reformation eingeläutet. Und vor 400 Jahren starb der Würzburger Fürstbischof Julius Echter, der bis heute in der ehemals bischöflichen Stadt Gerolzhofen viele Spuren hinterlassen hat. Beide Jubiläen sollen in zahlreichen kulturellen Veranstaltungen Eingang finden. Im Mittelpunkt steht das große Wandeltheater mit dem Titel „Du musst dran glauben“, das von den Schauspielern des Kleinen Stadttheaters in der Altstadt aufgeführt wird.

Es hat sich bereits ein Organisationsteam zusammengefunden mit Vertretern der katholischen und evangelischen Kirchengemeinden, der Touristinformation und der städtischen Museen, des Kleinen Stadttheaters und des Historischen Vereins, von Stadtbibliothek und VHS, der örtlichen Kirchenmusik und der Domschule Würzburg. In zahlreichen Sitzungen wurde in den vergangenen Wochen ein Jahresprogramm entworfen und geplant, das angesichts seiner Qualität und seiner Vielfalt seinesgleichen sucht.

Hier ein erster Überblick. Die einzelnen Veranstaltungen werden später noch im Detail angekündigt, insbesondere was den Kartenvorverkauf angeht.

Kreisheimatpfleger über Julius Echters Spuren

Das Programm startet schon am 20. Oktober 2016. „Julius Echter von Mespelbrunn – seine Spuren im Landkreis Schweinfurt“ ist der Vortrag überschrieben, den Kreisheimatpfleger Stefan Menz um 20 Uhr im Saal des Pfarrer-Hersam-Hauses halten wird.

Luthers Tischreden bei „Kraut und Rüben“

Martin Luther war auch bei Tisch in Wittenberg nicht allein. Neben seiner Frau und den Kindern saßen Studenten und Freunde mit dabei, die eifrig mitschrieben, was der Reformator sagte: Erinnerungen, theologische Gedanken, Anekdoten und andere Lebensweisheiten. In der evangelischen Erlöserkirche sollen Luthers Aussprüche an den Ort zurückkehren, wo sie entstanden: an den Essenstisch. Es gibt kräftig-deftige Sprüche und ein ebensolches Mahl. Luthers offene Tafel: ein kulinarisch-literarisches Menü.

Das Drei-Gänge-Menü mit typischen Speisen der Reformationszeit wird gewürzt durch den Schweinfurter Kulturarbeiter Hans Driesel mit Betrachtungen, Geschichten und Anekdoten rund um Martin Luther. Auch Katharina von Bora (Hildegard Driesel) hat ihren Besuch angesagt und wird dem Reformator stilgerecht die Leviten lesen. Hans Heiligenthal umrahmt die Veranstaltung mit Musik auf historischen Instrumenten.

Veranstalter sind das Kleine Stadttheater Gerolzhofen und die Evangelische Kirchengemeinde. Der Eintritt inklusive Speisen und Getränke kostet 28 Euro. „Luthers Tischreden“ wird es an zwei Terminen geben: am 3. und 4. November 2016, jeweils um 20 Uhr.

Kino in der Erlöserkirche

Am 15. und 18. November 2016 jeweils um 20 Uhr wird in zwei Teilen ein eindrucksvoller Film über Martin Luther gezeigt. Die sehr gelungene Filmbiographie des DDR-Fernsehens entstand zum 500. Geburtstag Luthers im Jahr 1983. Veranstalter ist die Evangelische Kirchengemeinde.

Auf den Spuren Echters in Gerolzhofen

Museumsleiter Klaus Vogt begibt sich am 4. Januar 2017 um 19.30 Uhr im Saal des Pfarrer-Hersam-Hauses in einem reich bebilderten Vortrag auf die Suche nach den auch heute noch zu sehenden, vielfältigen Spuren der Familie Echter von Mespelbrunn in Gerolzhofen. Neben den privaten Bauprojekten der Adelsfamilie Echter haben besonders die enormen Investitionen des Würzburger Fürstbischofs Julius Echter das Erscheinungsbild der bischöflichen Stadt bis heute geprägt. Die Vogtei, das Oberamtshaus, der beeindruckende Steigerwalddom und viele Relikte der einst mächtigen Stadtbefestigung haben die Zeit überdauert und erinnern bis heute an die Regierungszeit von Julius Echter. Veranstalter ist der Historische Verein Gerolzhofen.

Wissenschaftliche Untersuchung der Reformation

„Den Herrgott katholisch machen – Reformation und Rekatholisierung in Gerolzhofen“ ist der Vortrag überschrieben, den Geschichtsprofessor Rainer Leng von der Universität Würzburg am 1. Februar 2017 um 19.30 Uhr in der Stadthalle halten wird. Prof. Leng hatte bereits den Auftrag zur wissenschaftlichen Aufarbeitung der Vorgänge rund um den Gerolzhöfer Frauenaufstand erhalten.

Seine Forschungsergebnisse flossen damals in das Theaterstück „Fräulein Schmitt“ ein. Nun hat der Historiker lokale Begebenheiten aus der Zeit der Reformation und Gegenreformation in Gerolzhofen aufgearbeitet. Die historischen Grundlagen fließen in das Theaterstück „Du musst dran glauben“ ein. Veranstalter des Vortrags sind die Stadt und der Historische Verein Gerolzhofen.

Im Schatten der Verschwörung

Am 15. Februar 2017 um 19.30 Uhr findet in der Stadtbibliothek eine Lesung mit der Autorin Sabine Dittrich statt. Sie liest aus ihrer Erzählung „Im Schatten der Verschwörung“: Als Matthias Kerner auf der Suche nach dem Geheimnis seiner Herkunft nach Mühlhausen in Thüringen kommt, ahnt er nicht, was er damit auslöst. Der radikale Reformator Thomas Müntzer hatte die Stadt in den Bauernkrieg und in die Katastrophe geführt. Und unter keinen Umständen darf bekannt werden, dass Matthias der verloren geglaubte Sohn des umstrittenen Revolutionärs ist.

Der junge Mann kommt einer Verschwörung auf die Spur, die nicht nur sein sich anbahnendes persönliches Glück gefährdet… Eine packende Erzählung über Verrat und Rache, aber auch über Liebe, Freundschaft und Vergebung in der Zeit der Bauernkriege. Und ein spannender und origineller Zugang zur Reformation aus dem Dunstkreis Thomas Müntzers. Denn auch innerhalb der reformatorischen Bewegung wurde leidenschaftlich über den Weg zum rechten Glauben gerungen.

Die Lesung wird begleitet von Renate Drach mit Flötenmusik aus der Zeit der Renaissance.

Ausstellung in der Erlöserkirche

„Frauen in der Reformation“ ist eine Ausstellung betitelt, die vom 15. März bis 5. April 2017 in der Erlöserkirche gezeigt wird. Dazu gibt es auch ein eigenes Rahmenprogramm. Frauen haben nichts zur Reformation beigetragen? Frauen haben sich nicht am reformatorischen Streit beteiligt? Frauen sind nicht schriftstellerisch tätig geworden? Frauen sind allenfalls als Ehefrauen der Reformatoren in die Geschichte eingegangen? Von wegen!

Die von der Fachstelle für Frauenarbeit konzipierte Wanderausstellung holt Frauen der Reformation vom Dunkel ins Licht. Auf 15 Tafeln werden Frauen und ihr vielfältiges Mitwirken an der Reformation im süddeutschen Raum gezeigt. Die Vernissage ist am 15. März um 19 Uhr. Dazu wird die Theologin und Pädagogin Dr. Andrea König einen Einführungsvortrag halten. Veranstalter ist die Evangelische Kirchengemeinde.

Neue Erkenntnisse zu Luthers Hexenprozessen

Dr. Robert Meier hält am 23. März 2017 um 20 Uhr in der Stadthalle den Vortrag „Julius Echter und die Hexen – neue Erkenntnisse zu einem alten Thema“. Meier ist Dozent an der Universität Würzburg und war Archivar am Staatsarchiv in Wertheim. Es sind vor allem die Verfolgungen in Gerolzhofen 1616/1617, die das Bild von Julius Echter in der Hexenfrage als knallharten Hexenverfolger geprägt haben. Nun sind im Staatsarchiv Wertheim neue Quellen aufgetaucht, die einen ganz anderen Echter zeigen. Robert Meier stellt einige von ihnen vor und fragt, was dies für die Bewertung der Rolle Echters und der Vorgänge in Gerolzhofen bedeutet. Veranstalter sind die Stadt Gerolzhofen und der Historische Verein.

Poetry Slam über Gott und die Welt

„Du musst dran glauben!“ ist auch eine besondere Veranstaltung überschrieben, die am 25. März 2017 ab 19.30 Uhr in der Stadtbibliothek stattfinden wird: ein Poetry Slam um Glaube, Werte, Gott und die Welt.

Am Anfang war das Wort. So beginnt das Johannesevangelium. Um Worte geht es auch bei Poetry Slams. Das sind moderne Dichter-Wettstreite, die aus der Subkultur heraus inzwischen größte Säle erobern. Die Akteure – die „Slammer“ – lesen aber nicht nur einfach vor. Slammer, das sind Bühnenpoeten, Wortakrobaten, Geschichtenerzähler, die ihre Texte so performen können, dass am Ende immer ein Rock'n Roll der Poesie, ein Wellenbad der Gefühle entsteht. Manfred Manger, Autor und Organisator des in Schweinfurt seit Jahren erfolgreich stattfindenden Poetry Slams, organisiert für Gerolzhofen nun den ersten Poetry Slam und wird auch durch den Abend moderieren. Sechs hervorragende Slam-Poet/innen konnte er gewinnen, unter ihnen Pauline Füg (Kulturpreisträgerin Würzburg), Marco Michalzik und Peter Parkster.

„Alles in Luther“: das besondere Kabarett

„Alles in Luther“ lautet das Kabarett von und mit Karl-Heinz Röhlin und Ruth Röhlin (Klavier), das am 1. April 2017 um 19.30 Uhr in der Stadtbibliothek stattfindet. Für die kabarettistische Lutherforschung eröffnet dieses Programm verlockende Perspektiven. Topaktuell werden die Tagebücher der Katharina von Bora präsentiert, der Zölibat verteidigt und das Geschäft mit dem Ablass ökonomisch aktualisiert. Als Manager von „Reformation Power“ verlieren die Röhlins dabei den religiösen Markt nie aus dem Blick. Ihre Vorschläge zur Kirchenfusion und die Vermarktung Martin Luthers bringen die Kirche endlich auf Wachstumskurs und steigern die Theologieeffizienz. Neue Lutherlieder sowie ein Luther-Rap setzen musikalische Akzente.

Das tägliche Leben zur Reformationszeit

Das Stadtmuseum zeigt in einer Sonderausstellung zum Frühlingsfest vom 2. April bis 1. Mai 2017 in der Rüstkammer des Alten Rathauses zahlreiche Exponate aus Stadtarchiv und Museumsdepots aus dem täglichen Leben zur Zeit der Reformation und Gegenreformation in Gerolzhofen.

Der Erhalt eines denkmalgeschützten Gebäudes

Michael Mößlein hat über knapp zwei Jahre hinweg den ins frühe 17. Jahrhundert datierten Echterhof in der Gerolzhöfer Altstadt saniert. Er berichtet in einem Bild-Vortrag am 6. April 2017 um 19.30 Uhr in der Stadtbibliothek von den Freuden und Herausforderungen des Vorhabens, von Hürden, Durststrecken und Erfolgen. Und er möchte Nachahmer ermutigen, es ihm gleich zu tun. Veranstalter ist der Historische Verein.

„Sing for Fun“ in der Erlöserkirche

„Luther & Echter und die Musik ihrer Zeit“ heißt das Konzert am 9. April um 17 Uhr in der Erlöserkirche, das der Chor „Sing for Fun“ unter der Leitung von Bernhard Oberländer darbietet. Vertonte Luthertexte aus verschiedenen Epochen und von Luther selbst komponierte Stücke bilden den geistlichen Teil des Konzerts. Im zweiten Teil ist weltliche Musik verschiedener Komponisten des 16. Jahrhunderts zu hören mit Madrigalen, Liebes- und Trinkliedern. Veranstalter ist die Evangelische Kirchengemeinde.

Neue Stadtführung zu Echter-Gebäuden

„Wappen – Schnecken – Echterhelme, eine renaissancezeitliche Spurensuche“ heißt eine neukonzipierte Stadtführung, die erstmals am 20. April 2017 um 19 Uhr angeboten wird. Der Themenrundgang zum Luther-Echter-Jahr führt zu verschiedenen Zeugnissen aus der bewegten Zeit der Reformation und Gegenreformation Gerolzhofens. Insbesondere dominieren hierbei die unter Fürstbischof Julius Echter entstandenen um- und neugebauten stadtbildprägenden Gebäude, die mit seinem unverkennbaren Familienwappen versehen wurden. Im Laufe des Jahres gibt es dann noch weitere Termine für diese neue Stadtführung.

Wie sehen sich die beiden Konfessionen?

„Wie siehst du mich? Wie seh' ich dich?“ heißt die Ausstellung, die vom 22. April bis 5. Juni 2017 parallel im Steigerwalddom und in der Erlöserkirche stattfindet.

Katholische und evangelische Christen schreiben in ihrer Kirche ihre Eindrücke und Wahrnehmungen von der anderen Konfession auf ein Konturenbild der Schwesterkirche und versuchen über diese Fremdbeobachtungen miteinander ins Gespräch zu kommen, Vorurteile abzubauen und auch die Schätze der anderen Konfession zu entdecken.

Am 11. Juni 2017 wird mit den während der interaktiven Ausstellung gewonnenen Eindrücken ein ökumenischer Abschluss-Gottesdienst in der Stadtpfarrkirche gefeiert. Veranstalter sind die beiden christlichen Kirchen.

Lutherbock und Papstesel: Bildsatiren der Reformationszeit

Eine weitere Ausstellung startet ab 22. April bis zum 5. Juni im Museum in der Johanniskapelle. Es dreht sich um „Lutherbock und Papstesel: Bildsatiren der Reformationszeit“. Die vom Kunstreferat der Diözese Würzburg organisierte Schau stellt teils drastische Karikaturen aus dem 16. Jahrhundert vor. Die Umbruchszeit der Reformation erreichte ihre Breitenwirkung und Dynamik vor allem durch die Erfindung des Buchdrucks: das erste Massenmedienereignis in der Geschichte. In den Druckerzeugnissen haben sich die Gruppierungen nichts geschenkt.

Fremdwahrnehmungen, Differenzen und Positionierungen zeigen sich nicht nur im Text. Die Bilder spitzen die Aussagen auf besondere Weise zu und verbreiten die Positionen gerade auch bei den einfachen Menschen. Sie stehen heutigen Karikaturen in nichts nach. Die Ausstellung präsentiert die Bildsatiren der Reformationszeit und hilft, in die Stimmung und Emotion dieser für uns heute so wichtigen Zeit einzutauchen. Zu der Sonderausstellung gibt es noch ein Rahmenprogramm mit weiteren Veranstaltungen.

Flugschriften mit derber Polemik

„Flugschriften in der Auseinandersetzung zwischen altem und neuem Glauben“, mit diesem Thema beschäftigt sich der renommierte Kirchengeschichtler Prof. Wolfgang Weiß von der Universität Würzburg in seinem Vortrag am 11. Mai um 19.30 Uhr im Museum Johanniskapelle. Diese Flugschriften – kleine gedruckte Heftchen von mindestens vier Seiten – stellen zusammen mit dem Flugblatt nach der Erfindung des Buchdrucks die ersten Massenmedien dar. Sie waren relativ preisgünstig und mit ihrer Hilfe konnten die wenigen Lesekundigen die übrige Bevölkerung über Vorgänge und neue Ideen schnell und prägnant informieren.

Ihre Wirkung steigerte vor allem ein provozierender und polarisierender Holzschnitt. Die große Stunde der Flugschriften schlug, als Martin Luthers religiöse Vorstellungen von einem erneuerten Christentum sich mit diesem Mittel verbreiteten. Da seine Botschaft den Nerv der Zeit traf, fanden seine Flugschriften reißenden Absatz. Dieser Erfolg ließ auch die altgläubige Gegenseite nicht ruhen. Wegen ihres populären, ja fast schon populistischen Charakters bedienten sich die Flugschriften nicht selten einer sehr derben Polemik und förderten so die Entwicklung zum konfessionellen Zwiespalt und zu einem intoleranten Gegeneinander.

Das „Bibelmobil“ zu Gast

Das mobile Informationszentrum „Bibelmobil“ kommt am 21. Mai mit vielseitigen Aktionen unterschiedlichster Varianten nach Gerolzhofen. Das Angebot in evangelisch-katholischer Zusammenarbeit ist eingebettet in das Reformationsjubiläum 2017. Der Bus leistet einen Beitrag zur Wertediskussion unserer Gesellschaft. Das Bibelmobil möchte Kerninhalte biblischer Informationen im kulturellen Gedächtnis bewahren.

Wandeltheater an fünf Spielorten

„Du musst dran glauben – Luther, Echter und Gerolzhofen“: Im Zentrum des kulturellen Jahresprogramms 2017 stehen die Aufführungen des Kleinen Stadttheaters Gerolzhofen, die vom 24. bis 28. Mai 2017 und vom 1. bis 5. Juni 2017 gespielt werden. Die Schirmherrschaft für die Theateraufführungen hat Heinrich Bedford-Strohm, Landesbischof der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern und Ratsvorsitzender der Evangelischen Kirche in Deutschland, übernommen. Er wird zur Aufführung am 5. Juni auch nach Gerolzhofen kommen. Auch der Würzburger Bischof Friedhelm Hofmann wird eine der Aufführungen besuchen.

Die Aufführungen des Kleinen Stadttheaters sind als Wandeltheater angelegt. Es wird fünf verschiedene Spielorte geben: Stadtpfarrkirche, Spitalkirche, Erlöserkirche, Amtsvogtei und Spitalgarten. Nach der Aufführung an einem der Spielorte werden die Besuchergruppen von Schauspielern zur jeweils nächsten Szene geleitet. Am Ende treffen sich alle Gruppen im Spitalgarten zur Schluss-Szene.

Europäische Orgelmusik aus Echters Zeiten

Auch die Kirchenmusik stellt ihr Jahresprogramm 2017 unter das Hauptthema. „Europäische Orgelmusik zu Echters Zeiten“ erklingt bei einem Orgelkonzert zum 19. Jahrestag der Orgelweihe am 18. Juni 2017 um 19 Uhr in der Stadtpfarrkirche. An der Winterhalter-Orgel spielt Kantor Karl-Heinz Sauer.

Der Pfaffenrock ist ein Schelmenfutteral

Im Echter-Schloss in Oberschwarzach gibt es am 9. September 2017 ab 19 Uhr „Hans-Sachs-Spiele und Reformationsdichtung bei Musik und Wein“. 2017 jährt sich nicht nur Luthers Thesenanschlag zum 500. Mal, sondern auch die Begründung der deutschsprachigen Komödie durch den Schuhmacherpoeten Hans Sachs. Zu diesem Anlass gestalten Hans Driesel und Mitglieder der Hans-Sachs-Gruppe aus Schweinfurt einen heiteren Abend mit Schwänken und Texten aus der Zeit von Reformation und Gegenreformation. Hans Heiligenthal umrahmt das Geschehen stimmungsvoll mit Musik auf historischen Instrumenten. Veranstalter ist der Förderverein Schloss Oberschwarzach.

Choralschola gastiert mit Kirchengesang zu Echters Zeiten

Ein weiteres Konzert, diesmal „Kirchengesang zu Echters Zeiten“, gibt es am 1. Oktober 2017 in der Stadtpfarrkirche. Die Choralschola aus Delbrück unter der Leitung von Ralf Stallein gastiert um 19 Uhr im Steigerwalddom. An der Orgel spielt der hiesige Kantor Karl-Heinz Sauer. Veranstalter ist die Katholische Pfarrgemeinde.

Großes Konzert der beiden Projektchöre

Der musikalische Höhepunkt des Jahres 2017 wird sicherlich das ökumenische Konzert am 22. Oktober um 17 Uhr in der Stadtpfarrkirche. Erstmals werden der Projektchor der Pfarreiengemeinschaft und der Projektchor des evangelischen Dekanats Castell gemeinsam als Großchor auftreten. Der evangelische Kantor Reiner Gaar wird die Bachkantate 172 „Erschallet, ihr Lieder“ und die Reformationssinfonie von Felix Mendelssohn Bartholdy dirigieren. Dann übernimmt Kantor Karl-Heinz Sauer und führt mit den vereinigten Projektchören die großartige „Cäcilienmesse“ von Charles Gounod auf.

Kirchenmusikwoche zum Luther-Jubiläum

Die Kirchenmusikwoche in der Erlöserkirche unter der Leitung von Kantor Reiner Gaar wird ebenfalls unter dem Einfluss des Luther-Jubiläums stehen. Sie beginnt am 5. November mit einem Gottesdienst um 9.30 Uhr, in dem Luthers Deutsche Messe von 1526 zu hören ist. Neben weiteren Konzerten gibt es zum Abschluss am 11. November dann noch ein Orgelkonzert mit Johann Sebastian Bachs Vertonungen von Luthers Kleinem Katechismus. Organist ist Martin Sturm.

„Lutherbock und Papstesel“ lautet die Sonderausstellung mit Flugschriften, die im Museum Johanniskapelle zu sehen sein w... Foto: Repro: Diözese Würzburg
Echters Spuren sind noch vielerorts in Gerolzhofen zu finden, wie dieser Wappenstein an der Vogtei. Der Museumsleiter st... Foto: Vogt
Zu den Echterbauten mit seinen typischen Zierformen führen neu konzipierte Stadtführungen unter dem Titel „Wappen – Schn... Foto: Klaus Vogt
Das Ensemble des Stadttheaters wird im nächsten Jahr das Stück „Du musst dran glauben!“ aufführen. Foto: Matthias Endriss

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