SCHWEINFURT

„E-Herd“ für Kunsthalle

Der „E-Herd“. Zerlegt, seiner Funktion beraubt und aus Teilen zusammengesetzt sorgt das Objekt für eine neue Wahrnehmung.
Der „E-Herd“. Zerlegt, seiner Funktion beraubt und aus Teilen zusammengesetzt sorgt das Objekt für eine neue Wahrnehmung. Foto: Vladimir Budin

Der Kunstverein Schweinfurt hatte bei seiner Ausstellung die „zwei“ (20. Mai bis 19. Juni im Salong in der Kunsthalle) von dem Bildhauer Tobias Nink ein Werk erworben, welches der Verein jetzt am Mittwoch als Dauerleihgabe an die Kunsthalle übergab.

Tobias Nink, 1985 in Moers geboren, studierte Bildhauerei an der Kunstakademie Düsseldorf, wurde dort 2013 Meisterschüler bei Professor Anthony Cragg, erhielt den Akademiebrief bei Professor Richard Deacon, lebt heute in Duisburg und arbeitet in Duisburg und Düsseldorf.

Seine Arbeiten gelten als Wesen einer bildhauerischen Zuwendung. Diese tragen Merkmale ihres Ursprungs, sind jedoch ihrer ehemaligen Funktion enthoben, erinnern trotz der veränderten Wahrnehmung an die Menschen und an Situationen aus dem Vorleben der Kunstwerke.

Nink hat beispielsweise den Schrank seiner Großmutter zum Material erklärt, zerlegt und Teile wieder zusammengebaut. Nicht ein Schrank, ein Kunstwerk entstand.

Gleiches gilt für den „E-Herd“, den Ralf Hofmann (Vorsitzender) und Christa Nothtroff vom Kunstverein im Foyer der Kunsthalle an Oberbürgermeister und Kulturreferent Sebastian Remelé, Andrea Brandl und Friederike Kotouè (beide Musseen und Galerien der Stadt) übergaben.

Christa Nothtroff sprach von einem Künstler mit eigener Handschrift, der OB von einem etwas ungewöhnlichen Werk. Seltsam mute an, was einen starken Prozess der Veränderungen durchlaufen habe, so Nothtroff, die mit dem Erwerb des Werkes das Ziel des Kunstvereins, Künstler, die eigene Wege gehen, zu fördern, umgesetzt sieht.

Witz und eine sympathische Art bescheinigte Ralf Hofmann dem (nicht anwesenden) Künstler. Der OB freute sich über einen Blick über den Kirchturm und über die fruchtbare Zusammenarbeit zwischen Kunstverein und Kunsthalle.

Überabe der Dauerleihgabe „E-Herd“ im Foyer der Kunsthalle mit OB Remelé (von links), Ralf Hofmann und Christa Nothtroff.
Überabe der Dauerleihgabe „E-Herd“ im Foyer der Kunsthalle mit OB Remelé (von links), Ralf Hofmann und Christa Nothtroff. Foto: FOTO Vladimir Budin

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