Gerolzhofen

Ehrenamtliches Engagement macht Gemeindeleben lebendig

Die evangelische Kirchengemeinde in Gerolzhofen nimmt jedes Jahr ihren Neujahrsempfang zum Anlass, den ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer zu danken. Im Bild von links: Pfarrer Reiner Apel, Vertrauensfrau Brigitte Vogt, Margot Kirchhoff (40 Jahre Pfarramtssekretärin), Edith Pieper (Mesnerin) und Vertrauensmann Dirk Weule. Foto: Karin Sauer

Zu einem gemeinsamen Start ins neue Jahr lud die evangelische Kirchengemeinde traditionell Mitglieder, Freunde und Unterstützer ins Gemeindezentrum ein. Mit dieser Zusammenkunft bedanken sich Pfarrer Reiner Apel und der Kirchenvorstand alljährlich bei den vielen ehrenamtlichen Helfer für ihre Arbeit während des Kirchenjahres. Dieses Mal sollte der Abend mit Hilfe der Anwesenden gemeinsam gestaltet werden. Es war die Idee von Dirk Weule, Vertrauensmann des Kirchenvorstandes.

Schon im Foyer der Kirche standen zwei Schautafeln, die eine mit der Überschrift "Ich glaube", die andere mit dem Spruch "Hilf meinem Unglauben". Jeder Besucher sollte seine Gedanken zu den Sprüchen an die Tafel heften. In seiner Predigt zu Beginn des Abends ging Pfarrer Reiner Apel dann auf die Jahreslosung aus Markus 9,24, ein. Was bedeutet glauben oder was tue ich, wenn ich nicht glauben kann? Glaube sei ein Vertrauensvorschuss auf das, was man miteinander schafft, was alleine nicht möglich wäre, so Apel.

Anschließend rief Dirk Weule auf, einmal neue Wege zu gehen. Man bildete zwei Kreise und jeder suchte sich ein Gegenüber. Auf sein Kommando, das einen aus dem Leben gegriffenen Satz bildete, unterhielt sich jeder mit seinem Gegenüber, so lange bis der nächste Satz kam. Auf diese Art und Weise sollte man sich besser kennenlernen. Im ersten Augenblick war diese Art des Kennenlernens für manchen doch etwas befremdlich, am Ende aber fand doch jeder diese Idee  lustig.

Großes Lob für ehrenamtliches Engagement

"Sie, die ehrenamtlichen Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen sind einfach da, ohne Wenn und Aber. Ganz selbstverständlich. Ihr ehrenamtliches Engagement macht unser Gemeindeleben erst möglich und vor allem lebendig", sagte Brigitte Vogt, stellvertretende Kirchenvorständin.  Sie nahm den Abend auch zum Anlass, zwei langjährige Mitarbeiterinnen zu ehren. Edith Pieper ist seit Jahren zuverlässige Mesnerin in der evangelischen Kirche. Sie sei ein großes Geschenk für die Kirchengemeinde, sagte Vogt. Engagiert und  selbstverständlich verrichte sie all die kleinen, für viele unsichtbaren Dinge.

"Du bist die lebendige Gemeindegeschichte. Du weißt nicht nur auf Anhieb, wo diese oder jene Akte liegt, sondern du kennst auch die Menschen und ihre Geschichten hinter den Akten", zitierte Vogt Pfarrer Apel bei der Laudatio für Margot Kirchhoff. Seit über 40 Jahre ist sie die Ansprechpartnerin für die vielfältigsten Anliegen in der Kirchengemeinde und der erste Kontakt für Menschen, die Rat suchen. 40 Jahre, das bedeutet, dass Margot Kirchhoff vier verschiedene Pfarrer begleitet, erlebt  und "manchmal auch ausgehalten hat". Nach Pfarrer Hartwig Rudolf trat Pfarrer Holger Bischof hier seinen Dienst an, dann kamen die Pfarrer Anja und Jean-Pierre Saltenberger-Barreau , in deren Amtszeit der Umbau der jetzigen Kirche und des Gemeindehauses fiel, was spezielle Tätigkeiten erfordert habe. Seit 2015 arbeitet Kirchhoff nun mit Pfarrer Reiner Apel zusammen. Sie ist auch Mitglied im Kirchenvorstand.

Das Jahrestreffen wurde vom Posaunenchor unter der Leitung von Martina Heßmer musikalisch untermalt. Nach den Feierlichkeiten trafen sich die Anwesenden noch zu einem kleinen Umtrunk und tauschten diesen oder jenen Gedanken miteinander aus.

  

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