Bergrheinfeld

Ein Dankeschön an die Seniorengruppe "50 plus"

Viel geleistet hat die Sportgruppe '50 plus' in den vergangenen Jahren für den TSV Bergrheinfeld. Grund für Bürgermeister Ulrich Werner (rechts) die Gruppe zu besuchen und sich bei ihr für das langjährige ehrenamtliche Engagement zu bedanken.
Viel geleistet hat die Sportgruppe "50 plus" in den vergangenen Jahren für den TSV Bergrheinfeld. Grund für Bürgermeister Ulrich Werner (rechts) die Gruppe zu besuchen und sich bei ihr für das langjährige ehrenamtliche Engagement zu bedanken. Foto: Horst Fröhling

Bei einer kleinen Feierstunde im TSV Sportheim bedankte sich Bürgermeister Ulrich Werner bei den Mitgliedern der Seniorengruppe "50 plus" und gratulierte den sportlichen Rentnern für 27 Jahre soziales, kulturelles und sportliches Engagement in der Gemeinde.

Als kleines Dankeschön und als Motivation für weitere Einsätze der Gruppe übereichte Bürgermeister Werner den rührigen Senioren ein 20-Liter-Fass-Bier. Ihr Sprecher Günter Hornung ließ dabei einiges aus der Vergangenheit Revue passieren. Gegründet wurde die Gruppe 1993, als die Schweinfurter Großindustrie tief in der Rezession steckte. Viele Beschäftigte wurden in die Frührente versetzt, davon betroffen auch Sportler des TSV.

Um körperliche Fitness zu erhalten gründete der leider schon verstorbene, ehemals sehr erfolgreiche Leichtathlet Heiner Schmitt die Gymnastikgruppe "Senioren 50 plus". Doch stand hier nicht nur Bewegung auf dem Programm, sondern auch im geringen Umfang Reinigungs- und Pflegearbeiten an den Sportanlagen.

Viel Eigenleistung bei Sportzentrumsbau eingebracht

In den Jahren 2005/06 stand ein Mammutprojekt an: der Bau des neuen Sportzentrums mit Dreifachsporthalle, Gaststätte und Tennisplätzen – ein 2,8 Millionenprojekt mit finanzieller Punktlandung. Aus Kostengründen war viel an Eigenleistung zu erbringen. So waren schnell die Handwerkstalente der Jungrentner erkannt, die sich beim Neubau wirkungsvoll einbrachten.

Die fleißige und genaue Arbeitsweise der Rentnergruppe ist auch dem damaligen Vorstand, Helmut Müller, nicht entgangen. Nach Fertigstellung des Sportzentrums holte er sich immer wieder das Fachwissen der Rentner bei Störungen an den technischen Anlagen ein. "Doch das war zuerst nicht so einfach, da die ganze Haustechnik computergesteuert läuft und wir uns erst einmal einarbeiten mussten", erklärte Hornung. So wurden Wartungslisten, Instandhaltungspläne, Funktionspläne, Ersatzteil- und Prüflisten erstellt, um die Technik in den Griff zu bekommen. Die Arbeitsfülle nahm so zu, dass für jede Woche ein Arbeitstag eingeführt wurde.

Immer wieder stehen Umbau- und Reparaturarbeiten an. Über das Jahr verteilt sind im Grünbereich Mäharbeiten, Rasenbewässerung, Baum- und Heckenpflege, Reinigungsaufgaben, Müllentsorgung und viele Aufgaben mehr zu verrichten. Dazu gehören auch Wartungsarbeiten, beispielsweise an Rasenmähern oder den Brunnenpumpen zur Bewässerung der Rasenfelder und Tennisplätze. Die wöchentliche Sportbodenpflege der Turnhalle übernimmt ebenfalls eine Kollegengruppe. Dazu kommen die Arbeiten, wenn der TSV die Kirchweih veranstaltet. Überall werden die helfenden Hände der Rentner gebraucht.

Für das Jahr 2019 wurden erstmals die Arbeitsstunden festgehalten, die die Rentnergruppe erbracht hatte. Die stattliche Zahl von 1880 Arbeitsstunden kam dabei heraus, die man auch als Durchschnitt der vergangenen Jahre sehen kann. "Für die Senioren ist es eine soziale sowie sinnvolle Aufgabe, einen kleinen Teil ihrer Freizeit dem Verein zu opfern, um der heranwachsenden Jugend beste Voraussetzungen zum Sportbetrieb zu ermöglichen", so Hornung.

Gymnastikgruppe hat 33 Mitglieder

Die Gymnastikgruppe besteht heute aus 33 Mitgliedern, von denen noch 15 Rentner ehrenamtlich tätig sind.  Jeden Mittwoch von 15 Uhr bis 16.30 Uhr stehen Gymnastikübungen auf dem Programm. Nach fachlicher Anleitung der drei Vorturner werden altersgerechte Dehn-, Bewegungs- und Kräftigungsübungen durchgeführt, anschließend wird noch Kopf-Fuß-Fußball gespielt. Natürlich kommt danach die Geselligkeit der Seniorengruppe im Sportheim nicht zu kurz. In den Sommerferien finden Fahrradtouren, Wanderungen und auch mal Städtereisen statt.

Doch jetzt steht in absehbarer Zeit aus Altersgründen ein Umbruch bevor. Mit einem Durchschnittsalter von 77 Jahren werden alters- und krankheitsbedingt die langjährigen vereinstreuen Helfer weniger. Seit diesem Jahr gibt es eine neue Gruppe, neue beziehungsweise angehende Rentner der Jahrgänge 1954 bis 1962. Vorstandsmitglied Joe Erhard hat die neue "Sporteinsatzkompanie 2020" (SEK 2020) ins Leben gerufen, die nach und nach die Gruppe 50 plus entlasten soll. Auch diese neue Gruppe, inzwischen 49 Mann stark, trifft sich regelmäßig zum Sport: immer donnerstags.

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