OBERSPIESHEIM

Ein Dorf feiert mit zahlreichen Besuchern

Matthias Möhler zeigte sein Können bei der Stockbrotbereitung, was regen Anklang fand. Foto: Leo Stöckinger

Spiel und Spaß, Hintergründe und Informationen – das Konzept der Organisatoren ging am Dorffest zur 1225-Jahrfeier Oberspiesheims voll auf. Einen wesentlichen Beitrag dazu lieferten die zahlreichen Helfer sowie das gute Wetter.

Einen festlichen Beginn nahm das Jubiläum mit dem würdigen Zeltgottesdienst, der vom Chor Belcanto und den Oberspiesheimer Musikanten musikalisch gestaltet wurde.

In seiner Predigt zitierte Pfarrer Thomas Amrehn aus Büchern des Kirchenarchivs. Zum einen des Grund- und Kapitelbuchs von 1747 und dem Sitzungsprotokollbuch der Kirchenverwaltung von 1806. „Mit der Geschichte so umgehen, dass sie uns Impulse für eine Zukunft geben kann, in dem wir in der Gegenwart bereit sind, Geschichte zu gestalten und in die Hand zu nehmen“, forderte Pfarrer Amrehn.

Er sieht darin eine Aufgabe für die heutige Zeit, dass weder Geschichte geglättet noch Geschichte verherrlicht werden solle. Beides könne gefährlich werden.

Grundkapital unserer fränkischen Heimat sei es, dass sich die Bewohner und Entscheider auf die vielen ehrenamtlichen Frauen und Männer verlassen dürfen, die in Kirche und Gemeinde, in Verein und Gruppe, in der Freizeit und im Zusammenleben Miteinander und füreinander einstehen.

Da auch die Dorfkirche Sankt Bartholomäus 225-jähriges Jubiläum feierte, führte Pfarrer Amrehn während des Nachmittagsprogramms durch die vor dem Renovierungsende stehende Kirche.

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Gemeindefest II

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Historischen Hintergründe und Fakten genauso wir bauliche Gegebenheiten schilderte er den Interessierten. Anhand einer Bilderausstellung zeigte er den Verlauf der mehrjährigen Außen- und Innenrenovierungsarbeiten und den dafür nötigen finanziellen Aufwand. Das Programm stand unter dem Motto: „Entdeckungen und Schätze in einer 225 Jahre alten Barockkirche“.

Zahlreiche Info-Stände

Zu dem Informationskonzept des Dorffestes gehörten auch die Stände der Biogasanlage, des Landesamtes für Vermessung und Geoinformationen, das über die Arbeit der Siebener und die Flurbereinigung Auskunft gab. Der Maschinenring und eine Ausstellung mit Erläuterungen des Jagdpächters und Falkners Josef Pfeuffer rundeten das Angebot ab, das regen Anklang bei den vielen Besuchern fand.

Riesen Spaß hatten die Jugendlichen und Kinder. Fast 200 Holzschilder und -schwerter bastelten Kinder in der Holzwerkstatt. Angeleitet und unterstützt wurden die Kinder von der ortsansässigen Schreinerei und Zimmerei. Komplementiert wurden die Schilder dann im Garten der Kindertagesstätte durch eine Bemalung.

Die Tagesstätte hatte einen Tag der offenen Türen und viele Kinderanimationsprogramme. Dort ging es überall kunterbunt zu. Zudem bot die Jugendfeuerwehr Probespritzen an, es bestand die Möglichkeit Stockbrot zu grillen und Papier zu schöpfen.

Noch allerhand andere Kinderprogrammpunkte sorgten für einen abenteuerlichen Nachmittag. „Die Oberspiesheimer haben sich was tolles einfallen lassen“, schwärmte die aus Stammheim kommende Evi Schömig. Für die künstlerische Bereicherung sorgte Anna-Maria Gallet aus Gerolzhofen mit ihrer Darbietung. Klänge aus Jagdhörnern boten die Jagdhornbläser aus Stammheim mit ihren Auftritten.

„Wir können stolz auf diese großartige Gemeinschaftsleistung sein, mit der wir Oberspiesheim präsentiert haben“, lautete das Fazit am Abend von Rainer Ullrich, Mitglied des Organisationsteams.

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