GEROLZHOFEN

Ein Halbkreis ist schon fertig

Jetzt haben die Arbeiten an der westlichen Seite des Aldi-Kreisels begonnen
Sieht schon gut aus: Auf der Rügshöfer Seite ist der ALDI-Kreisel fast fertig. Foto: Klaus Vogt

Auf der Baustelle am Aldi-Kreisel bei Rügshofen wird wieder gearbeitet. Anfang März wurde die planmäßige Winterpause beendet.

Die Bauarbeiten sind absolut im Zeitplan, bestätigt Jürgen Kneißl aus dem Bauamt der Stadt Gerolzhofen. Die östliche Hälfte des Kreisels samt den Anschlüssen an die Rügshöfer Hauptstraße und an den Spitalseeweg sind praktisch fertig. Es fehle nur noch die oberste Asphaltschicht. Auch die Fußwege und die Querungshilfe sind bereits gebaut.

+++ VIDEO VON DER BAUSTELLE +++
 

Jetzt geht es an der Westhälfte des Kreisels weiter. Hier müssen die Planer das Problem lösen, dass die Einkaufsmärkte und Betriebe im Gewerbegebiet am Spielsee für Kunden permanent per Fahrzeug erreichbar bleiben müssen. Keine leichte Aufgabe. Man werde die zweite Hälfte des Kreisels deshalb in zwei Bauabschnitte gliedern müssen, erklärt Kneißl.

Begonnen wird an der nordwestlichen Ecke am Anwesen Vetter. Die Zu- und Abfahrt zum Spielsee erfolgt während dieser Zeit über eine behelfmäßige Trasse in Richtung Aldi-Parkplatz, die derzeit aufgeschüttet und befestigt wird.

Bislang war geplant, den Verkehr wie schon im vergangenen Herbst wieder mit Ampeln zu regeln. Da es seinerzeit aber teils erhebliche Rückstaus bis zu Schnellstraßenausfahrt gegeben hatte, denkt man nun seitens der Stadt über eine alternative Verkehrsführung nach, die eine Ampelschaltung überflüssig machen könnte.

Der überörtliche Verkehr in Richtung Mönchstockheim könnte über den bereits fertiggestellten östlichen Teil des Kreisels rollen und der Verkehr in den Spielsee über die Behelfsspur. Wollte man auf eine Ampelschaltung verzichten, so müsste der Verkehr aus dem Norden aber schon am Ortsende von Mönchstockheim nach rechts in Richtung Alitzheim und von dort über die Staatsstraße oder die B 286 nach Gerolzhofen umgeleitet werden.

Kosten: 737 000 Euro

Dies seien aber bislang nur Überlegungen, betont Jürgen Kneißl. Beschlossen ist noch nichts. Wie genau die Verkehrsführung aussehen wird, wird sich erst in den nächsten Tagen klären, wenn sich Stadtbauamt, Landratsamt und Staatliches Bauamt an der Baustelle wieder zu Gesprächen treffen.

Der Bau des Kreisels wird inklusive Grunderwerb laut Kalkulation 737 000 Euro kosten. Bauherr ist die Stadt Gerolzhofen, die Baulast geht künftig auf den Freistaat Bayern über. Die Stadt kann sich das Projekt finanziell nur leisten, weil der Freistaat eine Förderung von stolzen 85 Prozent zur Verfügung stellt.

Grünfläche in der Kreiselmitte

Die Planung für das Projekt hat das Ingenieurbüro Planungsschmiede aus Gerolzhofen übernommen. Der fertige Kreisel wird laut Frank Braun einen Durchmesser von 40 Metern haben. Die Fahrbahnbreite wird 5,50 Meter betragen, plus einem angrenzenden Streifen. In die Mitte des Kreisels kommt eine Grünfläche. Rund um den Kreisel wird ein kombinierter Geh- und Radweg gebaut. Hinzu kommen Querungshilfen, damit Fußgänger die Fahrbahnen sicher überqueren können.

Wenn weiterhin alles nach Plan läuft, wird die Baustelle Mitte Juni geräumt, sagt Jürgen Kneißl. Dann wird es besonders für Autofahrer, die aus Rügshofen ausfahren wollen, zu deutlichen Verbesserungen kommen. Bislang mussten die Linksabbieger in Richtung Innenstadt dort oft lange warten, bis sie wieder losfahren konnten. Verbessern wird sich die Situation auch für Fußgänger, für die es bisher keine Querungshilfe gab.

Die Staatsstraße in Richtung Donnersdorf ist mit rund 6000 Fahrzeugen pro Tag über Gebühr stark belastet. Der bayerische Durchschnitt liegt bei 3851 Fahrzeugen. Verschärft wird die Situation, weil der Schwerverkehr durch den Abkürzungsverkehr zwischen den Autobahnen A 70 und A 3 und wegen des Zulieferverkehrs am Kaufland-Logistikzentrum in Donnersdorf stark zugenommen hat.

Und noch eine Folge wird es haben, wenn der Kreisel fertig ist: Dann wird der provisorisch ausgebaute Bischwinder Weg wieder für den Durchgangsverkehr geschlossen und nur noch für Anlieger und landwirtschaftlichen Verkehr offen sein.

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