THEATER

Ein Klassiker mit aktuellen Themen

Mutlos: Noch haben die Katze Maurizia di Maura (Anna Schindlbeck) und der Rabe Jakob Krakel (Georg Schmiechen) kein Rezept gegen den satanarchäolügenialkohöllischen Wunschpunsch.Fotos: Dieter Britz

Das Dorf Llanfairpwllgwyngyllgogerychwyrndrobwllllantysiliogogogoch in Wales hat laut „Guinness-Buch der Rekorde“ den längsten Namen rund um den Globus. Für fränkische Ohren ebenso zungenbrecherisch hört sich Michael Endes Kinderbuch-Klassiker „Der satanarchäolügenialkohöllische Wunschpunsch“ aus dem Jahr 1989 an. Das Theater Schloss Maßbach – Unterfränkische Landesbühne probt das Stück für Kinder ab fünf Jahren in der Maßbacher Lauertalhalle. Vom 3. bis zum 6. Dezember wird es im Theater in Schweinfurt aufgeführt.

Schon der Proben-Besuch fasziniert und begeistert ohne Einschränkung. Doch Regisseur Christian Schidlowsky verspricht: „Wir werden daran arbeiten, dass es noch flüssiger und leichter wird. Es gibt noch mehr Musik. Es wird ein Farbenspektakel, da steckt noch viel Probenarbeit drin.“ Warum hat Theaterchefin Anne Maar gerade dieses Stück für die Kinderaufführung vor Weihnachten ausgesucht? Ihre Antwort fällt kurz und bündig aus: „Es ist ein schönes Stück mit einem interessanten Stoff, der zur Zeit passt.“

Der geheime Zauberrat Beelzebub Irrwitzer (Benjamin Jorns) und seine Stieftante, die Geldhexe Tyrannia Vamperl (Tonia Fechter) haben an Silvester ein großes Problem: Sie konnten das Jahr über ihr Soll an bösen Taten nicht erfüllen. Irrwitzer hat sich beim Teufel persönlich verpflichtet, jedes Jahr zehn Tierarten auszurotten, 10 000 Bäume absterben zu lassen, fünf Flüsse zu vergiften, das Klima eines Landes so zu manipulieren, dass die Jahreszeiten durcheinandergeraten. Die Geldhexe, die ihren Neffen in seiner Villa Albtraum besucht, hat ähnliche Schwierigkeiten.

Plötzlich taucht der höllische Gerichtsvollzieher Maledictus Made Ade (Tonia Fechter) in Irrwitzers Giftküche auf und erinnert nachdrücklich daran, dass beide bei Nicht-Erfüllung der Abmachung nach Mitternacht in der Hölle landen. Die alte Geldhexe weiß Rat: der satanarchäolügenialkohöllische Wunschpunsch verkehrt alle guten Wünsche zum Jahreswechsel in ihr Gegenteil. Das Chaos rund um den Globus wäre programmiert. Hexen und Zauberer brauchen Assistenten: Die Geldhexe hat die Katze Maurizia di Maura (Anna Schindlbeck), der Zauberrat den Raben Jakob Krakel (Georg Schmiechen). Aber beide sind Spione des „Hohen Rates der Tiere“ und sollen den Untergang der Welt verhindern. Während fleißig am „Punsch aller Pünsche“ gebraut wird, suchen die beiden Tiere, die sich natürlich am Anfang gar nicht verstehen, nach einem Ausweg.

Sie finden ihn, indem sie mit Hilfe von Sankt Silvester einen Ton aus dem Neujahrsgeläut in den für die ganze Welt so gefährlichen Trank mischen – damit wird der Jahreswechsel vorverlegt. Der Wunschpunsch wirkt nämlich nur, wenn er bis Mitternacht völlig ausgetrunken ist. Die Zauberer fahren zur Hölle, die Welt ist gerettet, Katze und Rabe werden echte Freunde.

Die Personen: Zauberrat der Chemie Beelzebub Irrwitzer sowie Steinstatue Sankt Silvester: Benjamin Jorns. Geldhexe Tyrannia Vamperl sowie höllischer Botschafter Maledictus Made Ade: Tonia Fechter. Katze Maurizia di Maura: Anna Schindlbeck. Rabe Jakob Krakel: Georg Schmiechen. Regie: Christian Schidlowsky. Bühne: Peter Picciani. Kostüme: Jutta Reinhard. Requisite: Kathrin Hartmann. Dramaturgie: Sebastian Worch. Aufführungen für Schulen und Kindergärten im Theater der Stadt Schweinfurt vom 3. bis 5. Dezember jeweils um 9 und

11 Uhr, am 6. Dezember um 9 Uhr und

15 Uhr. Karten beim Theater Schweinfurt unter www.theater-schweinfurt.de oder unter (09721) 514955

Alle Schauspieler auf einen Blick: (v.l.) Der Rabe Jakob Krakel (Georg Schmiechen), die Katze Maurizia di Maura (Anna Schindlbeck), die Geldhexe Tyrannia Vamperl (Tonia Fechter) und der Zauberrat Beelzebub Irrwitzer (Benjamin Jorns).

Rückblick

  1. Der Weg in ein eigenes Leben
  2. Mit Leichtigkeit und Transparenz
  3. Die hohe Kunst des Tanzes
  4. Getanzte Leidenschaft in Vollendung
  5. Hommage an Bach
  6. Freies Spiel der Hormone
  7. Die Experten in Sachen Informel
  8. Ein lebendiger Ort der Kunst
  9. In der prachtvollen Welt des russischen Zirkus
  10. Violine, Klarinette und Klavier
  11. Eine anrührende Liebe mit tragischem Ende
  12. Kunsthalle: Klinge und Ebersbach bis 8. März
  13. Eine Bronzebüste für Gudrun Grieser
  14. Blacky und die Russen-Mafia
  15. „Ludwig Richter. Schöne heile Welt“ endet am 19. Januar
  16. Dancefloor Destruction Crew: „DDC goes CRZY“ wird gefeiert
  17. Eine großartige Sammlung
  18. Zu Fuß nach Israel und wildes Alaska
  19. Hommage an Ernst Mosch
  20. Dichterwettstreit der Jugend
  21. Akkordeon im Prisma
  22. „Alles ist Licht“ – Ausstellung in Heilig Geist
  23. Kalt-Warmdusche mit armen Säuen
  24. Herzenswärme und schwarzer Humor
  25. Märchentheater, Poetry Slam & Hip Hop
  26. Gelebtes Dagegensein mit cleveren Lyrics
  27. Schöner-Konzert im Radio
  28. Zwischen Innigkeit und Melancholie
  29. Museen noch bekannter machen
  30. Newcomerfestival für neue und junge Bands
  31. Spannendes beim Vorlesetreff
  32. Die Kirche St. Lukas feiert 50. Geburtstag
  33. Stadtbücherei in den Ferien
  34. Pakistan mit allen Sinnen erleben
  35. Mit Lachen gegen den Stress
  36. Bilder von Jugend und Alter
  37. Wenn die Bürger schlafen gehen
  38. Lebendigkeit, Schönheit und Farben
  39. Authentischer Tango ohne Worte
  40. Seligkeit nach dem Schleudergang
  41. Spitzenmusiker aus aller Welt
  42. Das Ende der Welt in Menschenhand
  43. Bläsermusik von Klassik bis Moderne
  44. Ein Klassiker mit aktuellen Themen
  45. Was Walt Disney von Richter lernte
  46. Barocke Glanzlichter
  47. Festtagsschmaus für Hirn und Herz
  48. Karibisches Tanz-Musical mit hoher technischer Präzision
  49. Musik, Tanz und Theater
  50. Picasso gegenüber machtlos

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