EUERBACH

Ein Koffer erinnert an die Deportation

Finanziell und ideell wird sich die Gemeinde Euerbach an der neuen Gedenkstätte „Denkort Aumühle“ in Würzburg beteiligen. Sie erinnert an die Deportation der Juden aus Unterfranken in der Nazi-Zeit.

Bürgermeister Arthur Arnold informierte in der Gemeinderatssitzung über ein Schreiben des Würzburger Johanna-Stahl-Zentrums für jüdische Geschichte und Kultur in Unterfranken. Demnach werden zum Gedenken an die Deportationen von Juden alle Kommunen, in denen es 1932/33 eine jüdische Gemeinde gab, eingeladen, sich mit einem Gepäckstück an der Gedenkstätte „Denkort Aumühle“ zu beteiligen. Vom Würzburger Bahnhof Aumühle aus waren 1941 bis 1943 die unterfränkischen Juden in die Konzentrationslager deportiert worden.

In Obbach gab es zu dieser Zeit noch eine große jüdische Gemeinde, auch in Euerbach wohnten bis zu ihrer Deportation 1942 einige Menschen jüdischen Glaubens.

Für das Projekt werden Gepäckstücke – ein Koffer, ein Rucksack oder eine Deckenrolle – zweimal in gleicher Ausführung benötigt. Eines wird Bestandteil der Gedenkstätte „Denkort Aumühle“ und soll den Namen der jüdischen Gemeinde und der heutigen Kommune tragen. Das zweite Gepäckstück, das in der Kommune aufgestellt wird, sollte wie das erste aussehen. Im Detail sind jedoch Varianten möglich. Ein örtlicher Künstler werde sich darum kümmern, kündigte Arnold an.

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