BALLINGSHAUSEN

Ein Platz für Feste und zum Verweilen

Ballingshausen ist schöner geworden: Der Dorfplatz und das Feuerwehrhaus erhielten den kirchlichen Segen durch Pfarrer Manfred Hauck im Beisein der Ehrengäste Baudirektor Peter Kraus (von rechts), Bürgermeister Friedel Heckenlauer, stellvertretende Landrätin Christine Bender und Kreisbrandrat Holger Strunk. Foto: Rita Steger-Frühewacht

„Ich beglückwünsche sie zu ihrer neuen barrierefreien Dorfmitte, ihrem neuen Herz und dem sanierten Feuerwehrhaus“, freute sich Christine Bender bei der Segnung von Platz und Feuerwehrhaus im Rahmen eines Festes. Die stellvertretende Landrätin nannte die hier getätigten Investitionen einen „Einsatz für die Zukunft“ und sah dadurch nicht nur die Attraktivität des südlichsten Ortsteils von Stadtlauringen, sondern auch die der Gesamtgemeinde gesteigert.

Die Kommune hatte das zuletzt in Privatbesitz stehende Armenhaus in der Unteren Gasse 2 aufgekauft und abgebrochen. Mit Gesamtkosten von rund 85 000 Euro wurde ein 212 Quadratmeter großer befestigter Platz geschaffen, der mit kleinkronigen Bäumen und einigen Sträuchern bestanden zum Aufenthalt einlädt. Geeignet ist er auch für Dorffeste.

Da das Feuerwehrhaus angrenzt, beschloss der Gemeinderat dieses mit Kosten in Höhe von rund 60 000 Euro zu sanieren. Allerdings bezieht sich diese Summe nur auf den neuen Außenputz und die Materialkosten für Tore, Fenster, Innenfarbe, Fliesen und Sanitäreinrichtungen und weitere für den Innenausbau notwendigen Materialkosten. Denn alle weiteren Gewerke wurden in Eigenleistung mit rund 1600 Arbeitsstunden ausgeführt.

„Ich stelle dankbar fest, dass eine starke Ballingshäuser Gemeinschaft gezeigt hat, was möglich ist, wenn Bürger die Ärmel hochkrempeln, ihr Fachwissen und ihre Kompetenz einbringen“, lobte Friedel Heckenlauer in seinem Grußwort. Der Bürgermeister dankte besonders dem Kommandanten Markus Bauer, der sich engagiert bei der Renovierung des Feuerwehrhauses eingesetzt habe. Die Feuerwehr zählt über 50 Aktive unter den 407 Ortseinwohnern.

Der Dank des Bürgermeisters galt auch Oskar Bauer, der im Zuge der Dorferneuerung eine zum Platz hin liegende Wand seines Anwesens neu gestaltet hat.

Da Ballingshausen in diesem Förderprogramm des Amtes für Ländliche Entwicklung aufgenommen ist, wurden die Maßnahmen auf dem ehemaligen Anwesen Untere Gasse 2 mit 60 Prozent gefördert. Heckenlauer erklärte, dass in Zukunft ähnliche Situationen auftreten werden, sodass von der Kommune erworbene Gebäude abgerissen und die Flächen zwischenzeitlich genutzt werden müssen.

Baudirektor Peter Kraus sprach von einer „freundschaftlichen Zusammenarbeit“ des Marktes Stadtlauringen mit dem Amt für Ländliche Entwicklung Unterfranken. Die Aufgabe seiner Behörde sei es, mitzuhelfen, die Gemeinden und Dörfer zukunftsfähig zu gestalten und zu erhalten. Er verwies auf die Möglichkeit im vereinfachten Verfahren der Dorferneuerung bis 2017 noch private Maßnahmen anzumelden.

An die Bürgerbeteiligung, den reibungslosen Umsatz des Planungsentwurfs und die kurze Bauzeit von nur knapp vier Monaten erinnerte Landschaftsarchitekt André Lohmann.

Pfarrer Manfred Hauck bat um den Segen Gottes für den Platz und das Feuerwehrhaus. Er wünschte, dass alle in Frieden und Eintracht auf dem Platz verweilen und die Feuerwehrleute bei ihren Einsätzen vor Unfall und Schaden bewahrt bleiben. In seiner Predigt sprach Hauck die Wandlung der Dorfgemeinde zu einer vorgelagerten Stadtsiedlung an. Durch staatliche und kommunale Förderungen müssten den Bürgern Perspektiven aufgezeigt werden, damit den Ortskernen nicht Verödung und Ruin drohen.

Ein positives Beispiel gäben der neu gestaltete Platz, aber auch die Dorfbewohner trügen mit ihren Anwesen erheblich dazu bei, „eine Wohlfühlkultur“ im Ort zu erzeugen.

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