KREIS SCHWEINFURT

Ein Trainer lässt den Mainbogen spielen

Kreativ spielen: Spiel- und Theatertrainer Michael Keim (links im Bild bei einer Aktion) begleitet den Spieltag der Mainbogengemeinden.
Kreativ spielen: Spiel- und Theatertrainer Michael Keim (links im Bild bei einer Aktion) begleitet den Spieltag der Mainbogengemeinden. Foto: Keim

(ul) Neue Wege schlagen die Gemeinden des Schweinfurter Mainbogens in diesem Jahr bei ihrem Spieltag ein. Erstmals haben sie ein Spiel- und Theatertrainer aus Obertheres engagiert. Der hofft, dass am Samstag nicht nur Kinder von 13 bis 18 Uhr in die Sport- und Freizeitanlage in Sennfeld kommen. Das spielerische Miteinander von Eltern und Kindern ist Michael Keim ganz wichtig.

Noch ist Keim bei einem Automobilzulieferer beschäftigt. Ende Juni endet seine dreijährige Elternzeit, in der er seinen Sohn Felix betreute. Dann wagt er den Schritt in die Selbstständigkeit. Schon 2007 gründete der begeisterte Brettspieler die Firma MainSpielMobil. Dann absolvierte er beim Bundesverband für Kulturarbeit eine Ausbildung zum Spiel- und Theatertrainer. Inzwischen hat er einiges an Erfahrung gesammelt, hat in Kindergärten, Schulen, Gemeinden, Vereinen, Seniorenheimen und Mehrgenerationenhäusern Spieltage angeboten.

Dabei ist es ihm besonders wichtig, den Teilnehmern keine fertigen Spielgeräte anzubieten, sondern Materialien, die die Fantasie anregen, zum Experimentieren verführen und so Spielfreude bescheren. Keim stellt vor allem Naturmaterialien zu Verfügung. Darunter etwa 40 000 Parketthölzchen, aus denen ganze Städte entstehen können. In den Baupausen allerdings können sich die Teilnehmer auch in Brett- und Geschicklichkeitsspielen messen.

Ein weiterer Schwerpunkt der Arbeit des Spieltrainers ist es, „Familien gemeinsam zum Spielen zu bringen“. Seit sein Sohn auf der Welt ist, beobachtet er verstärkt, was in Familien gespielt wird. „Oft sind das nur so Standardbrettspiele, selten geht mal jemand beispielsweise in den Wald, um mit Laub zu spielen.“ Deshalb versucht Keim bei seinen Angeboten Familien Anregungen zu geben.

Beim Spieltag im Schweinfurter Mainbogen (bei schlechtem Wetter in der Frankenhalle) werden Spielstationen zu den Themen Holz-Wasser-Steine aufgebaut. Es gibt einen Parcours mit Geschicklichkeitsspielen, den Erwachsene und Kinder gemeinsam bewältigen sollten. Keim weiß, dass Kinder, wenn Eltern oder Großeltern mit von der Partie sind, viel motivierter an den Start gehen. Was gibt es auch Schöneres als zu rufen: „Papa, schau mal, was ich kann!“

Aber auch Spieltische für Kreativitäts-, Knobel- und Bewegungsspiele stehen bereit, sogar ein mobiler Klettergarten soll entstehen. „Spielen fördert die Wahrnehmung und Kreativität, man lernt viel dabei und es stärkt das Selbstbewusstsein“, sagt Keim. Alles gute Gründe für einen seiner Wahlsprüche: „Wer Spiel für Spielerei hält und Arbeit zu ernst nimmt, hat beides nicht verstanden.“

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