SULZHEIM

Ein bisschen Hollywood

Aufgespielt: die Musikkapelle Sulzheim mit ihrem Ersten Vorsitzenden Eduard Beresch (vorne, Zweiter von rechts) und Dirigent Bernhard Wagner (Dritter von rechts).
Aufgespielt: die Musikkapelle Sulzheim mit ihrem Ersten Vorsitzenden Eduard Beresch (vorne, Zweiter von rechts) und Dirigent Bernhard Wagner (Dritter von rechts). Foto: Robert Neubig

Am vergangenen Samstag veranstaltete der Musikverein Sulzheim unter der Leitung von Dirigent Bernhard Wagner sein Frühjahrskonzert. Mit Akkordschlägen und fanfarenähnlichen Klängen begrüßte der Musikverein die Besucher. Hinter dem Titel „Arioso“ hätte man kaum ein solch schwungvolles Eröffnungsstück erwartet.

Moderatorin Uschi Wagner begrüßte unter anderem Bürgermeister Michael Geck, Altbürgermeister Kurt Mergler, den ehemaligen Dirigenten und Ehrenmitglied Gerhard Wagner, den ehemaligen Vorsitzenden und Ehrenmitglied Willi Wagner und das Ehrenmitglied Fridolin Heim.

James Horner ist ein großartiger amerikanischer Filmkomponist unserer Zeit. Aus seiner Feder stammen die Stücke von Filmen wie „Titanic“, „Braveheart“ oder „Avatar – Aufbruch nach Pandora“. In dem Stück „Die Ludows“ geht es um Korruption, Rache und verschmähte Liebe – fast wie im wirklichen Leben.

„Hair“ erzählt die Geschichte einer Gruppe langhaariger Hippies, die in New York leben und sich gegen die Einberufung als Soldaten für den Vietnamkrieg auflehnen. Die Musik aus dem Musical „Hair“ steckt so voller lebensbejahender Melodie, dass man, wenn man nicht auf den Text achtet, niemals an solche zerstörerischen Dinge denken würde. Manchmal ist es gut, dass der Musikverein nur die Noten und nicht die Texte vorträgt.

15-Jähriger mit Teufelstrompete

Für viele Musikfans ist Ernst Mosch schon zu Lebzeiten Kult gewesen. Echte Fans wissen natürlich: Ernst Mosch und seine Original Egerländer Musikanten rocken das Haus wie kaum ein anderer. Das Stück „Als ich ein kleiner Junge war“ ist eines seiner bekannten Lieder.

Es folgte eine Polka, geschrieben vom Dirigenten der Schweizer Blaskapelle Rigispatzen, mit dem Titel „Ein halbes Jahrhundert“. Danach war ein Medley mit sieben verschieden Stücken unter dem Titel „Bella Italia“ zu hören. Verschiedene Titel von österreichischen Komponisten fügten sich im Stück „Walzerperlen“ zusammen. Walter Tuschla, Dirigent, Komponist und Posaunist unter Ernst Mosch, arrangierte diese wunderschönen Walzerweisen.

Es kam nun ein Solostück an die Reihe: Der 15-jährige Philip Kimmel sorgte mit seinem Stück „Die Teufelstrompete“ für sehr gute Stimmung im voll besetzten Saal. Nach dem Trompetensolo folgte ein gesungenes Solo von Martin Geier. Er sang zur Blasorchesterfassung des Liedes „Halleluja“. Der gefühlvolle Song handelt von biblischen Themen, zum Beispiel der Melodie von König David.

Die wahrscheinlich bekanntesten Versionen von Jeff Buckley und John Cale ertönen in Filmen wie „Lord of war“, „Into the wild“ und „Shrek“. Für Westernfans folgte mit „Die glorreichen Sieben“ eine Kultmelodie. Elmar Bernstein schrieb die Musik. Henry Manchini komponierte die Filmmelodie zu „The Pink Panther“. Manchinis Musik ist meist sehr einschmeichelnd und unwiderstehlich gefällig, in einer allerdings höchst geistreichen Weise.

„Auf zum Start“ zum Schluss

Vor dem letzten Lied bedankte sich der Erste Vorsitzende Eduard Beresch bei den vielen Helfern, die für einen reibungslosen Ablauf des Abends sorgten, und beim Publikum für das zahlreiche Erscheinen.

Mit dem Marsch von Walter Tuschla „Auf zum Start“ endete das Programm. Es folgten noch einige Zugaben und lang anhaltender Applaus, bei dem sich das Publikum von den Sitzen erhob.

Es war ein rundum gelungenes Konzert des Musikvereins mit einer sehr guten Stimmung.

Die Mitwirkenden

Dirigent: Bernhard Wagner;

Klarinette/Saxophon: Kerstin Roth, Matthias Heggeman, Louis Krol, Stefanie Friedrich, Svenja Thiem und Tina Paulik;

Querflöte: Verena Gräf und Veronika Bössner;

Trompete/Flügelhorn: Eduard Beresch, Martin Geier, Sebastian Heim und Philip Kimmel;

Tenorhorn/Bariton: Christiane Barth, Hubert Gräf, Stephan Göb, Michael Ullrich und Andreas Barth;

Posaune: Karina Helbig;

Bass: Manfred Barth;

Schlagzeug: Franz Walter, Kilian Wagner, Julian Ries und Stefan Schlemmer;

Moderation: Uschi Wagner.

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