SCHWEINFURT

Ein erster Schritt in Richtung Stadtmuseum ist getan

Schwer sanierungsbedürftig: Das stadtgeschichtliche Museum der Stadt Schweinfurt im Alten Gymnasium.
Schwer sanierungsbedürftig: Das stadtgeschichtliche Museum der Stadt Schweinfurt im Alten Gymnasium. Foto: Anand Anders

Der Schul- und Kulturausschuss des Stadtrats hat am Mittwoch eine erste Weiche zur Sanierung und Neugestaltung des stadtgeschichtlichen Museums im Alten Gymnasium gestellt: Der Ausschuss brachte das „Vorprojekt Sanierung“ auf den Weg, das ein genaues Aufmaß, statische und bauhistorische Untersuchungen und Klimamessungen vorsieht. Beschließen muss das Projekt – nach einer weiteren Begutachtung durch den Haupt- und Finanzausschuss – aber das Plenum.

Die Ergebnisse der Untersuchungen sollen die Grundlage bilden für die komplette Sanierung des 1583 errichteten Gymnasiums und des angrenzenden, möglicherweise in Teilen noch älteren Stadtschreiberhauses und eine völlig neue Präsentation und Aktualisierung der Sammlung.

Gerade einmal fünf Besucher pro Tag besichtigen derzeit im Schnitt das Museum, das nur noch drei Tage die Woche geöffnet hat. Die historischen Gebäude sind vielfach sanierungsbedürftig, es gibt statische Schäden, die Haustechnik ist veraltet, es fehlen Fluchtwege, ganz zu schweigen von mangelnder Barrierefreiheit und unzureichendem Brandschutz. Und das Museumskonzept selbst stammt aus dem Eröffnungsjahr 1934. Die Museen und Galerien der Stadt haben deshalb im März 2013 auf Beschluss des Kulturausschusses Bettina Kess von der Firma Kulturplan und Oliver Mack vom Architekturbüro SPACE 4 mit einem umfassenden Rahmenkonzept zur Neugestaltung des Gymnasiums beauftragt, das die beiden am Mittwoch präsentierten.

Kess und Mack schlagen vor, das Museum in ein Ausstellungshaus (Gymnasium) und ein Aktionshaus (Stadtschreiberhaus) aufzuteilen. Das Ausstellungshaus würde die etwa 900 Exponate der Sammlung präsentieren – chronologisch unter dem Motto „Schweinfurter Grüner Faden“ und thematisch unter dem Titel „StadtGesichter“. Im Aktionshaus wäre Platz für Wechselausstellungen, die Angebote des Museumsservice MuSe und Sonderveranstaltungen.

Der Clou aber wären die völlig neuen Flächen: Eine breite Erschließungsachse an der Schnittstelle Gymnasium/Stadtschreiberhaus führt in den überdachten Innenhof, der zum Foyer wird. Das Rückgebäude aus der Nachkriegszeit weicht einem Neubau, der dann das Ensemble nach Norden abschließt.

-> Mehr dazu in der Freitagsausgabe

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