GEROLZHOFEN

Ein neues Kinderhaus für acht Gruppen

Das neue Kinderhaus St. Regiswind soll hell und lichtdurchflutet sein. Der Bau wird zweigeschossig, um Platz für die Außenanlagen zu gewinnen. Und der Baustoff Holz wird dominieren. Das Projekt wird 3,2 Millionen Euro kosten. Nicht eingerechnet sind dabei allerdings die Abrisskosten für den alten Kindergarten St. Regiswind, die bewegliche Innenausstattung und für die Unerbringung der Kinder während der Bauzeit.

Das sind die wichtigsten Aussagen von Planer Christian Brückner vom Würzburger Büro Brückner & Brückner Architekten, der das Projekt am Montag dem Stadtrat vorstellte. Zur Präsentation waren auch nahezu das komplette Kinderhauspersonal, Vertreter der Kirchenverwaltung – sie ist Träger und Bauherr – mit Pfarrer Stefan Mai an der Spitze, und viele Eltern gekommen, so dass im Sitzungssaal drangvolle Enge herrschte.

Oberster Leitsatz für seine Planung ist für Brückner die Vorgabe „Für Kinder bauen“. Da manche Kinder fast den ganzen Tag in St. Regiswind verbringen werden, ist es in seinen Augen wichtig, ein Gefühl der Geborgenheit zu geben und die Entfaltung der kleinen Persönlichkeiten zu fördern. Der eigentlichen Konzeption vorangegangen sind Gespräche mit den Erzieherinnen über deren Wünsche und Vorstellungen sowie eine eine genaue Erkundung der baulichen Umgebung des Kindergartens, der ja in einer reinen Wohngegend liegt.

Entstehen soll ein achtgruppiges Kinderhaus. Jede Gruppe soll sozusagen ein eigenes Haus, also eine eigene bauliche Einheit bekommen. Pro Stockwerk gibt es vier Gruppenräume. Dazwischen liegen Räume fürs Personal, die Verwaltung, ein Bewegungsraum, ein Raum für sonderpädagogische Maßnahmen und ein Raum der Stille.

Die Räume im Erdgeschoss haben den Vorteil, dass sie alle einen direkten Zugang ins Freie besitzen. Dafür bekommen die Gruppen im Obergeschoss Loggia-ähnliche Freiterassen (je eine für zwei Gruppen), über die auch die Fluchtwege führen. Damit können auch diese Gruppen bei Bedarf an die frische Luft.

Um die Lautstärke im Haus zu reduzieren, liegt die Treppe zum Obergeschoss gleich am Eingang. Damit werden die Gruppen in beiden Etagen sofort getrennt. Vor dem Eingang an der Nordseite liegt ein kleiner Platz, der der Kommunikation der Eltern dienen soll, die ihre Kinder bringen oder abholen.

Typologie eines Urhauses

Die einzelnen Elemente sollen jeweils die „Typologie eines Urhauses“ haben, wie es der kindlichen Vorstellung entspricht, also „vier Wände und ein Dach drauf“, erklärte Brückner. Der größte Teil des Kinderhauses bekommt ein Giebeldach. Die Giebelräume können von den Gruppen im Obergeschoss genutzt werden.

Die Außenfassade besteht aus großformatigen Fenstern ohne Brüstung. Viel natürliches Licht soll ins Haus kommen; Kunstlicht vermieden werden, wo immer es geht. Die Wände werden im Untergeschoss in Massivbauweise erstellt, oben überwiegend durch eine Ständerkonstruktion in Holz. Die gesamte Außenfassade erhält eine Holzverkleidung, die, so versprach der Planer „nicht schimmeln und nicht schwarz werden wird.“ Auch im Innenraum soll es kaum kühle Sichtbetonflächen geben, sondern hier soll ebenfalls der Baustoff Holz dominieren.

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