Schweinfurt

Einblicke in "Das Netzwerk der Neuen Rechten"

Buchautor Christian Fuchs berichtete über seine Recherchen bei einer Lesung im Stattbahnhof Schweinfurt

Der Saal des Stattbahnhofs war laut Pressemitteilung zum Bersten gefüllt. Das Bündnis "Schweinfurt ist bunt" hatte zur Lesung "Das Netzwerk der Neuen Rechten" eingeladen. Christian Fuchs, einer der beiden Autoren, berichtete über die Recherchen zu diesem Buch.

Fuchs hat zusammen mit Paul Middelhoff mehr als zwei Jahre recherchiert, analysiert, Veranstaltungen besucht und Interviews geführt. Seit über einem Jahrzehnt beschäftigt er sich mit Rechtsextremismus, ist Gewinner des Deutschen Reporterpreises, zählte bereits mehrfach zu den "Journalisten des Jahres" und arbeitet für das Investigativ-Ressort der "Zeit".

Zu Beginn seines Vortrags zeigte der Autor die neuen Ausdruckformen der "Neuen Rechten" im Bereich der Kultur auf: Es seien junge, hübsche Frauen mit modernen Rhythmen und nationalistischen und extremistischen Texten. Anders als die alten Neonazis würden sich die Vertreter der "Neuen Rechten" ein anderes Image geben: "Sie tragen Poloshirt, Sneakers, sind keine offenen Faschisten", so Fuchs. Sie bezeichneten sich als "identitär", laut Fuchs eine Umschreibung für "völkisch", seien "freiheitlich", modern und intellektuell. Dabei hätten viele von ihnen ein klares rechtsextremistisches Weltbild, meist schon über viele Jahre.

In ihrem Buch kommen die Autoren zu dem Schluss: "Den Neuen Rechten ist es gelungen, in dieser kurzen Zeit eine eigene Gegengesellschaft zu erschaffen – mit Verlagen, Trollarmeen, Modemarken, Politikern, Denkfabriken, Künstlern, Burschenschaften, Stiftungen, Jugendbewegung und einer Gewerkschaft." Das Milieu sei gut vernetzt und habe mächtige Unterstützer, wies Fuchs laut Pressemitteilung auf viele potente Spender hin.

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