KÜTZBERG

Eine Stadt aus Parketthölzern

Gemeinsam eine Stadt bauen, hieß es für die Ferienspaßkinder in Kützberg.
Gemeinsam eine Stadt bauen, hieß es für die Ferienspaßkinder in Kützberg. Foto: Marion Gerber

Unter dem Thema „Bauspielmobil“ konnten 27 Kinder der Großgemeinde Poppenhausen in der Kützberger Turnhalle erleben, wie man gemeinsam, jedoch ohne Vorgaben oder Einschränkungen, eine Stadt entstehen lassen und dabei seiner Fantasie freien Lauf lassen kann.

Eingeladen hatten die Kützberger Vereine (Freiwillige Feuerwehr, Freuenbund, Junge Bühne, Elisabethenverein, Eigenheimer, TSV und Wanderclub).

2007 hatte der Maurer Michael Keim, selbst begeisterter Brettspieler, die Idee, Kindern und Jugendlichen das klassische Spielen wieder näher zu bringen und gründete die Firma „Main Spiel Mobil“. Keim absolvierte eine Ausbildung zum Spiel- und Theatertrainer und machte damit sein Hobby zum Beruf. Sein Ziel war es, aus Naturmaterialen wie Holz und Stein, Fantasiespielwelten entstehen zu lassen.

2010 setzte er seine Idee in die Tat um, funktionierte Parketthölzer zu handlichen und kantenfreien Holzplättchen um und sammelte und bearbeitete Steine. Seitdem ist er mit seinem Bus auf Reisen, wird nicht nur für Ferienspaßaktionen, sondern vor allem auch von Schulen gebucht, unterhält mit seinem Spielprogramm auf Veranstaltungen, bei Vereinen, Firmen und Institutionen.

Planen, bauen, gemeinsam spielen und dabei Spaß haben, sich kreativ einbringen können und dafür gelobt werden, ist sein Ziel. Dazu fordert er Kinder und auch Erwachsene mit nur wenigen Worten auf, ihre Fantasie zu gebrauchen, gibt nur ein Grundthema wie „Städtebau“ oder „Dominostraße“, „den Stein ins Rollen bringen“ oder „Kugelbahn“ vor, und die Sache entwickelt ihr gewünschtes Eigenleben. Seine größte Aktion war bisher eine Veranstaltung mit 500 Kindern, die auf zwei Sitzungen jeweils Holzstädte bauten.

Über 100 000 Holzbausteine

Auch in Kützberg lagen über 100 000 Holzbausteine zum Gebrauch bereit. Die Kinder bauten damit die verschiedensten Elemente einer Stadt. Türme, Wälle, Straßen und Häuser entstanden erst aus unscheinbaren Naturholzklötzchen und wurden dann mit bunten Materialien dekoriert.

Am Ende der Aktion folgte unter der Moderation von Keim eine sogenannte „Stadtführung“. Die Kinder durften per Mikrofon ihre Gebäude vorstellen und reflektieren und bekamen dafür von ihren Mitspielern Applaus, denn Wertschätzung der Ideen ist Keim wichtig. Sie stärkt das Selbstbewusstsein, macht stolz, fördert das Vertrauen in die eigenen motorischen Fähigkeiten und trägt zur Kommunikation und auch Teamfähigkeit bei.

Die Kinder, die von Martha Hofmann und Walter Bräutigam vom Kützberger Wanderclub, Jürgen Hartmann vom TSV sowie Walter Schmitt und Reiner Hartken von den Eigenheimern betreut wurden, waren mit viel Spaß und Freude bei der Sache.

Aus ihrer gemeinsamen Lust am Bauen ist eine schöne, umfangreiche Stadt entstanden, die noch von allen Seiten gebührend fotografiert wurde, bevor es ans gemeinsame Aufräumen ging.

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