DINGOLSHAUSEN

Einsatz für die indigenen Völker Mindanaos

Informierte in Dingolshausen über die Heimat, die Philippinen: Jocelyn Hinojales Aquiatan (Dritte von links), mit (von links) Diakon Günter Schöneich, Übersetzerin Christina Haaf, Christiane Hetterich von der Diözese sowie Reinhard und Doris Geißler. Foto: Gerald Effertz

Jocelyn Hinojales Aquiatan ist eine kleine, zierliche Frau, aber sie hat einen unglaublich starken Glauben und steckt voller Elan. Die Philippinin erzählte bei einem Auftritt im Frei-Raum in Dingolshausen aus ihrem Land, dem diesjährigen Beispielland des Hilfsprojekts Missio.

Diakon Günter Schöneich eröffnete die Wortgottesfeier, in der Jocelyn Hinojales Aquiatan auftrat. Christiane Hetterich von der Diözese Würzburg begrüßte die Teilnehmer. Sie stellte eine Kerze vor, die ein philippinischer Künstler mit einer Mutter Gottes gestaltet hat, der „Mutter in den Elendsvierteln“, denn das Land sei arm und reich zugleich.

Dann sahen die Gottesdienstbesucher einen kurzen Film über die Arbeit von Lory Obal, in deren Projekt Jocelyn Hinojales Aquiatan mitarbeitet. Die Frauen setzen sich auf Mindanao, der zweitgrößten Insel der Philippinen, gegen Landraub und für die Rechte der indigenen Bevölkerung sowie die Rechte der Frauen ein.

„Wir haben unterschiedliche Kulturen, ein gemeinsames Band in Solidarität und Frieden hält uns aber untereinander verbunden“, sagte Jocelyn Hinojales Aquiatan, deren Worte von Studentin Christina Haaf übersetzt wurden, über Lory Obal. „Die Rechte der indigen Bevölkerung der Philippinen liegen ihr besonders am Herzen“, würdigte sie ihre Mitstreiterin. Dieser Teil der Bevölkerung werde bedroht von den Wirtschaftsinteressen großer Konzerne. Landraub ist das Thema, das auch im Film anklang. Wenn zum Beispiel für ein Bergwerk viel Wald gerodet wird, sei es „eine traurige Realität, dass Menschen in ihrem eigenen Land zu Flüchtlingen werden“, so Jocelyn Hinojales Aquiatan.

Obal hatte deswegen 2009 das Netzwerk Icon-SP gegründet. Dieser „interkulturellen Organisation für Solidarität und Frieden“ gehören Verbände von Christen, Muslimen und Indigenen an.

Jocelyn Hinojales Aquiatan dankte den Gläubigen im Bistum für ihre Spenden. Das Geld von hier „berührt uns und hilft uns“, sagte sie. „Das Feuer der Solidarität soll immer weiter brennen“, so die Philippinin, damit „wir solidarisch mit Brüdern und Schwestern in Not sind“.

Pfarrgemeinderatsmitglied Reinhard Geißler hatte sich mit seiner Frau Doris für den Besuch der Philippinin eingesetzt.

Christiane Hetterich hatte Informationsmaterial mitgebracht. Nach der Wortgottesfeier gab es auch die Möglichkeit, mit Jocelyn Hinojales Aquiatan ins Gespräch zu kommen.

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