SCHWEINFURT

Engagierte Jugend

Im Bild von links: Kreisjugendpflegerin Bettina Stampf, Dr. Thomas Röbke vom Landesnetzwerk Bürgerschaftliches Engagement Bayern e.V. und die stellvertretende Landrätin Christine Bender. Foto: Landratsamt/Uta Baumann

„Jugend und Engagement – wie geht das?“ Diese Frage stand im Mittelpunkt des diesjährigen Kommunalpolitischen Forums „Kinder und Jugendarbeit“, zu dem die Kommunale Jugendarbeit des Landkreises eingeladen hatte. Insgesamt folgten 20 Gemeinden dem Ruf ins Landratsamt, heißt es in einer Pressemitteilung. „Die Jugend ist auch heute noch sehr interessiert und sehr begeisterungsfähig für viele Dinge. Zukunftsfähige Gemeinden sollten diese Begeisterung für sich nutzen und daher Jugend und jungen Menschen einen Entfaltungsraum bieten, um Demokratieverständnis lernen zu können“, sagte die stellvertretende Landrätin Christine Bender, die in Vertretung für Landrat Florian Töpper die Begrüßung übernahm.

Für die diesjährige Veranstaltung konnte mit Dr. Thomas Röbke vom Landesnetzwerk Bürgerschaftliches Engagement Bayern ein hochkarätiger Referent für das Input-Referat gewonnen werden. Fast die Hälfte aller Jugendlichen und jungen Erwachsenen engagieren sich ehrenamtlich. Mit 19 Prozent ist der Bereich Sport und mit zehn Prozent der Bereich Soziales an vorderster Stelle zu finden. Vor allem projektorientierte informelle Gruppen hätten eine Zunahme im Engagement zu verzeichnen, mit einer geringeren zeitlichen Intensität und wenigen bürokratischen Vorgaben.

„Wenn sich Jugendliche und junge Erwachsene einbringen sollen, dann müssen hier auf Gemeindeebene Formate entwickelt werden, die den Bedürfnissen der Jugendlichen entgegenkommen“, so Dr. Röbke. Eine Vielfalt mit Beteiligungsmöglichkeiten in Projektform ist ebenso gefragt auf Gemeindeebene anzubieten, wie moderne passende Anerkennungsformen für junge Menschen.

Auf die Kommunale Jugendpolitik mit Motivation und Strukturen wurde ein Blick durch die für diesen Bereich zuständige Kreisjugendpflegerin Bettina Stampf geworfen. Die meisten Kommunen wünschen sich, dass sich mehr Bürger, vor allem Jugendliche und junge Erwachsene im und für das Gemeinwesen engagieren. Gerade im Hinblick auf die Zukunftsfähigkeit einer Gemeinde sei dies ein nicht zu unterschätzender Baustein.

„Kommunale Jugendpolitik als zukunftsträchtiger und immer wichtiger werdender Standortfaktor wird eine immer größere Rolle spielen“, sagte Stampf. Die Jugendlichen und jungen Erwachsenen sollten daher rechtzeitig und aktiv in die Gestaltung neuer Prozesse und Vorhaben einbezogen werden. „Wir sollten ihnen mehr Freiräume zum Üben für Gremienarbeit geben, mehr Eigenverantwortung überlassen. Wir sollten die Jugendlichen einfach machen lassen, auch wenn es anders ist als das ?Das haben wir schon immer so gemacht'“. Vor allem müsse man den Mut haben, Abschied zu nehmen von allzu bürokratischen Regularien.

Anschließend wurde in Kleingruppen auf Grundlage dieser Informationen Möglichkeiten der Umsetzung vor Ort ausgearbeitet.

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