Schwanfeld

Erneuerbare Energien decken ein Mehrfaches des Verbrauchs

Etwas mehr als die Hälfte des Wasserbedarfs der Gemeinde Schwanfeld deckt der eigene Brunnen seit dem Sommer wieder. Bürgermeister Richard Köth erklärte den Gemeinderäten den Abschluss der Sanierungsarbeiten im Juli. Foto: Hans-Peter Hepp

Am Eck Raiffeisenstraße und Staatsstraße 2272  in Schwanfeld weisen bald Schilder den Weg zu Firmen und öffentlichen Einrichtungen. Der Gemeinderat stimmte für die Errichtung einer "Mehrtafel-Lösung". Nach einigen Diskussionen wird dieser Wegweiser der erste sein, der den Vorgaben des bereits beschlossenen Beschilderungssystems folgt. Dies betrifft die Form, die Farbgebung und die Beschriftung. Da diese Schilder an der Staatsstraße stehen, gibt das Staatliche Bauamt die Höhe und die Breite der Tafeln vor.

In Schwanfeld wird viel mehr Energie erzeugt als man im Dorf verbraucht. Bürgermeister Richard Köth berichtete über die neuesten Zahlen: rund das fünffache des Verbrauchs an Energie liefern Sonne und Co. Allerdings, gab Köth zu bedenken, sei der hier erzeugte Strom nicht grundlastfähig. Auch im Kreis und im Gebiet der Überlandzentrale ergeben sich bei der Erhebung höchst erfreuliche Werte, meinte Köth.

Das Thema Kindergarten musste kurzfristig von der Tagesordnung genommen werden. Es gibt noch offene Fragen und Klärungsbedarf, berichtete der Bürgermeister. Über die Generalsanierung des katholischen Kindergartens soll nun in der Dezember-Sitzung diskutiert werden.

Wasser kostet etwas mehr, Abwasser etwas weniger

Gleich sechs Beschlussvorlagen hatte Kämmerin Marliese Hofmann dabei. Sie präsentierte zuerst die Zahlen für die Entwässerung und danach die Werte für den Wasserverbrauch der Schwanfelder Bürger. Die neuen Beitrags- und Gebührensatzungen für beide sollen vier Jahre gültig sein, beginnend an Neujahr 2020. Bei beiden müssten die vorhanden Defizite in die Neuberechnung integriert werden.

Trotzdem ergibt sich bei der Entwässerung eine etwas geringere Gebühr für die Bürger (3,84 Euro für den Kubikmeter Abwasser), die Grundgebühr bleibt allerdings gleich. Auch beim Wasserverbrauch kann die Grundgebühr gehalten werden, der Kubikmeterpreis steigt aber auf 2,60 Euro. Dies begründet die Verwaltung mit der Sanierung des gemeindlichen Brunnens und mit dem teuren Bezug von Fremdwasser. Erst in zwei Jahren wird der Brunnen vor dem Dorf wieder die volle Wassermenge verteilen können.

Schwanfeld bewirbt sich um einen Energiecoach

Alle Gemeinderäte bis auf einen unterstützen die Bewerbung um einen Energiecoach für Schwanfeld. In sehr kurzer Zeit muss die Verwaltung die Daten zusammentragen, um sich fristgerecht für die kostenfreien Beratungsleistungen bewerben zu können. In den beiden nächsten Jahren kommen nur jeweils acht Gemeinden in den Genuss dieses fachmännischen Beistandes.

Keine Stellungnahme formuliert Schwanfeld in Bezug auf das Baugebiet Obere Honigleite in Waigolshausen. Die Gemeinde sei davon nicht betroffen, führte Bürgermeister Köth aus. Die Gemeinderäte stimmten dem zu.

Nach dem Schwebheimer Modell wird die Gemeinde Schwanfeld eine Freizeit der KJG fördern. Allerdings war die Anfrage schon jetzt bei der Verwaltung eingegangen und sorgte so für ein neues Prozedere. In der Regeln schicken Vereine und Verbände ihren Zuschussantrag erst nach dem erfolgreichen Bescheid des Kreisjugendringes an die Gemeinde und erhalten dann – bisher ausnahmslos – die Fördergelder. Die Voranfrage wurde begrüßt, das Geld gibt es aber wie bisher erst, wenn der positive Bescheid des Kreisjugendrings vorliegt.

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