SCHWEINFURT

Erneut 22 Tage Vesperkirche in St. Johannis

In der kalten Jahreszeit – vom 20. Januar bis 10. Februar – findet die Vesperkirche 2019 statt. Foto: Anand Anders

Nach vier erfolgreichen Durchgängen gibt es 2019 die 5. Schweinfurter Vesperkirche in der Johanniskirche – von Sonntag, 20. Januar, bis Sonntag, 10. Februar.

Dann sitzt man wieder gemeinsam an einem gedeckten Tisch beim Essen – mitten in der Kirche, bei einer Mahlzeit, die sich jeder leisten kann. Es entstehen Gespräche unter unterschiedlichen Menschen über Gott und die Welt, über Berufe und das Leben: Gespräche auf Augenhöhe: genau das will die Vesperkirche sein.

Rahmenprogramm

Nach der Vesperkirche ist vor der Vesperkirche und so steht schon jetzt das Konzept für 2019, wobei die Organisatoren auf Bewährtes zurückgreifen. So wird es wieder drei Abendveranstaltungen (wahrscheinlich an den Donnerstagen) geben, darunter eine „sozialpolitisch-kritische“, sagt Diakon Norbert Holzheid. Geplant sind für das Rahmenprogramm auch wieder vier Gottesdienste. Unverändert bleiben die Essenspreise.

In 66 Stunden wurden heuer zwischen dem 21. Januar und dem 11. Februar in der Johanniskirche 8500 Mittagessen und 10 000 gespendete Stück Kuchen ausgegeben. Die Bewirtung teilten sich an den 22 Tagen 240 Gastgeber. Gut besucht waren die drei Abendveranstaltungen und vier Gottesdienste.

Jeder ist willkommen

Mit Infoständen werden sich an den 22 Tagen die diakonisch-sozialen Angebote präsentieren. Wer eigene Hilfeleistungen wie beispielsweise Haarschnitt oder medizinische Versorgung anbieten will, wendet sich an den Veranstalter: Kirchengemeinde St. Johannis, Martin-Luther-Platz 18.

Die Vesperkirche lebt von ehrenamtlichem Engagement. Jede und jeder kann sich einbringen und ist willkommen. In der Vesperkirche sind Einsätze an einem oder mehreren Tagen gefragt. Für alle, die sich engagieren wollen, wird es wieder zwei Vorbereitungsabende zur Auswahl geben.

70 000 „gute Gespräche“

Die Idee der Vesperkirche kommt aus Baden-Württemberg. In Bayern übernahm Schweinfurt die Vorreiterrolle. Mittlerweile gibt es Vesperkirchen auch in Nürnberg (Gustav-Adolf-Gedächtniskirche) und Würzburg (Thomaskirche).

Im Mittelpunkt stehen auch dort die Gespräche. Auf „70 000 gute Gespräche“ bei der vierten Vesperkirche in St. Johannis ist Diakon Holzheid stolz. Hoch zufrieden hatten sich im Februar auch der Schweinfurter Dekan Oliver Bruckmann sowie Diakoniechef Jochen Keßler-Rosa gegenüber der Redaktion dieser Zeitung geäußert. Beeindruckend fanden sie, dass Besucher den Respekt, der allen Gästen entgegenbracht werde, lobten, dass das Miteinander gegeben und entgegengenommen werde, das man sich „ein wenig wie im Urlaub“ fühlte.

Freundliche Blicke

Die Organisatoren haben sich erneut bewusst für die kalte Jahreszeit entschieden, weil man so auch das Kirchengebäude als Schutz erlebt werde – ein Anspruch der auf die gesamte Kirche zutreffen müsse. Den „Mehrwert“ der Vesperkirche haben Keßler-Rosa und Bruckmann in „mindestens 150 000 freundlichen Blicken und Gesten“, im Zusammentreffen von in Arbeit und nicht in Lohn und Brot stehenden Menschen gesehen.

Anders als in anderen Vesperkirchen hat die Schweinfurter Vesperkirche keine großen Sponsoren, sondern wird von der Basis und von Zuschüssen der Kirche getragen, wobei sich das Finanzvolumen letztmals auf rund 55 000 Euro summierte.

Schöne Tradition: Der Gongschlag eröffnet täglich die Vesperkirche. Hier im Bild Norbert Holzheid Foto: Anand Anders

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