Gerolzhofen

Ernsthafte Gespräche und alkoholfreie Geselligkeit

Treue Mitglieder ehrten Diözesanvorsitzender Gerald Krieger und Geschäftsführerin Kerstin Burkert (vordere Reihe von links) beim Diözesantag des Kreuzbunds in Gerolzhofen. Weiter in der vorderen Reihe Hannelore Zucker, die 40 Jahre dabei ist, und Ella Ludwig vom ausrichtenden Ger... Foto: Norbert Finster

Knapp 200 Mitglieder von Kreuzbund-Gruppen aus der gesamten Diözese Würzburg waren am Sonntag nach Gerolzhofen gekommen, um ihren Diözesantag in familiärer Atmosphäre zu begehen. Für einen gemütlichen Rahmen hatten die Gerolzhöfer Kreuzbund-Gruppen im Pfarrer-Hersam-Haus gesorgt.

Den Auftakt bildete jedoch ein Gottesdienst in der Stadtpfarrkirche. Er stand im Zeichen des Patroziniums "Maria vom Rosenkranz". Pfarrer Stefan Mai erinnerte eingangs daran, dass es schon 1896 der katholische Pfarrer Josef Neumann war, der den Kreuzbund als Selbsthilfegruppe für Suchtkranke und Angehörige gegründet hatte. Heute gibt es in Deutschland 1400 Gruppen mit 25 000 Mitgliedern.

In den Gruppen, so Mai, gebe es sowohl ernsthafte Gespräche als auch alkoholfreie Geselligkeit. Mai bedankte sich für den verantwortungsvollen Umgang mit den Räumen im Pfarrer-Hersam-Haus, die der Kreuzbund nutzt, und für die Hilfe, die die Mitglieder zum Beispiel beim Auf- und Abbau von Gemeindefesten leisten.

Singen und das Rosenkranzgebet verglich Mai dann in seiner Predigt zum Patrozinium. Im Fußball singen die Fans sowohl, wenn ihre Mannschaft siegt, als auch, wenn eine Niederlage droht. Besonders gut sei das am Kultsong der Fans des FC Liverpool zu sehen "You'll Never Walk Alone". Auch der Rosenkranz sei für gute und schlechte Lebenslagen da, in Dur beim freudenreichen und in Moll beim schmerzhaften Rosenkranz. Gläubige können den Rosenkranz laut oder leise, alleine oder in Gemeinschaft beten.

Den Gottesdienst umrahmte der Chor der Stadtpfarrkirche unter Leitung von Kantor Karl-Heinz Sauer, verstärkt durch Röthleiner Sänger. Viele der Gottesdienstbesucher sahen den Steigerwalddom zum ersten Mal von innen und zeigten sich beeindruckt von der Wucht dieses Gotteshauses. 

Überwiegend geselligen Charakter hatte der Diözesantag dann im Pfarrer-Hersam-Haus. Im Verlauf des Nachmittags nahmen Kreuzbund Diözesanvorsitzender Gerald Krieger und Geschäftsführerin Kerstin Burkert die Ehrung langjähriger Mitglieder vor. So lange Mitgliedschaften seien nicht selbstverständlich in einer Zeit, wo sich Menschen nur ungern binden.

Zehn Jahre sind dabei: Siegfried Gläser, Bernhard Keßler, Matthias Diem, Hans-Wolfgang Reichel, Ernst Ums, Johanna Pufe, Waldemar Kaiser, Siegfried Ratai, Matthias Roscher, Horst Sollner, Horst Hartmann und Bernd Wagner. Seit 25 Jahren beim Kreuzbund sind Max Ansmann, Edwin Hofmann, Wolfgang Kraatz, Reinhold Strätz, Paul Schnös, Manfred Arnold und Werner Reichl. Auf stolze 40 Jahre bringt es Hannelore Zucker.

Zahlreiche Helfer aus den Reihen des Kreuzbunds Gerolzhofen unter Federführung von Ella Ludwig sorgten sich um das leibliche Wohl der Gäste. In Gerolzhofen gibt es drei Gruppen mit zusammen etwa 50 Mitgliedern.

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