EUERBACH

Etliche Projekte noch nicht umgesetzt

Seine Feuertaufe bestanden hat der neue Kämmerer der Gemeinde, Paul Eck. Der 29-jährige Gädheimer stellte dem Gemeinderat in seinem ersten amtlichen Auftritt eine umfangreiche Jahresrechnung 2017 vor: Mit der Aufforderung, künftig die gesetzliche Mindestrücklage zu bedenken.

Bislang werde der Betrag, der den allgemeinen Rücklagen zu Beginn des Haushaltsjahres zugeführt wird, im Lauf des Jahres wieder entnommen, so Eck. Doch für die Zukunft müsse man die gesetzliche Mindestrücklage, in diesem Fall 38 000 Euro, für die Rücklagenbildung bedenken.

Vom Ergebnis her weicht der Haushalt 2017 vom Plan ab. Auf knapp eine Million Euro weniger Umfang, genau 6 679 628 Euro, beläuft sich der Gesamthaushalt. Der Verwaltungshaushalt überschreitet den Ansatz um knapp vier Prozent und weist 4 394 607 Euro aus. Der Vermögenshaushalt fällt um 33 Prozent geringer als geplant aus und umfasst 2 285 021 Euro. Grund dafür ist, dass etliche Baumaßnahmen im vergangenen Jahr nicht realisiert werden konnten: Kreisverkehr, Straßenunterhalt oder Friedhof.

Die Einnahmenseite entwickelte sich durch die Senkung der Kreisumlage zwar positiv, allerdings brach die Gewerbesteuer ein. Hier wurden 75 000 Euro weniger als geplant (500 000 Euro) eingenommen. In der Gewerbesteuer lägen immer viele „Unbekannte“, so Eck, auch wenn die Wirtschaft gut laufe.

Die Pro-Kopf-Verschuldung ist von 789 in 2016 auf 842 Euro gestiegen. Sie wird in diesem Haushaltsjahr aber wieder sinken, weil keine neuen Kredite aufgenommen werden, so der Kämmerer. Allerdings werde sie ab 2019 aufgrund größerer Investitionen – Kindergarten, Grundschule, Kreisverkehr – wieder ansteigen.

In einem weiteren Tagesordnungspunkt stimmte der Gemeinderat zu, das zusätzliche Alarmierungs-Benachrichtigungs-System für die Freiwilligen Feuerwehren zu nutzen, das der Landkreis Schweinfurt eingerichtet hat. Dies ist bislang für Mitglieder und Einsatzkräfte der Kreisbrandinspektion eingerichtet. Die Zusatzinformation soll aber allen Gemeinden zur Verfügung stehen, die sie grundsätzlich kostenfrei nutzen können und lediglich Grund- und Nutzungsgebühren zahlen müssen. Damit erübrige sich die bisherige SMS-Alarmierung, so Bürgermeister Arthur Arnold.

Einverstanden war der Gemeinderat mit dem Bau einer Stützmauer und eines Nebengebäudes in der Obbacher Eisfeldstraße und mit Sanierungen an einem Wohnhaus in der Euerbacher Hauptstraße.

Zur „School's Out-Party“ am 27. Juli ab 14 Uhr auf der Schäferswiese lud Jugendbeauftragter Thomas Arnold ein, der auch um Helfer bat.

Gemeinderätin Margit Büttner erhielt auf ihre Frage nach den Arbeiten im Sömmersdorfer Friedhof die Antwort, dass der Handwerker wohl in der nächsten Woche beginnen werde.

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