Lindach

FC Lindach finanziell im Aufwind

Im Vergleich zu den Vorjahren fiel der Besuch der diesjährigen Jahreshauptversammlung etwas schwächer aus. Vorsitzender Heinz Rock zeigte sich aber zufrieden, vor allem deswegen, weil er für die Entwicklung des Sportheimbetriebs eine positive Bilanz vorlegen konnte.

Nachdem der letzte Sportheimwirt den Pachtvertrag etwas überraschend kündigte, war man seitens der Vorstandschaft gezwungen, andere Wege in der Bewirtschaftung zu gehen. Mit viel Arbeit gelang es, mit einer Neuorganisation den Betrieb auf eine vernünftige wirtschaftliche und organisatorische Basis zu stellen. Dies hatte in erster Linie reduzierte Öffnungszeiten, aber auch neue Impulse, beispielsweise die Einführung eines Barbetriebs, zufolge. Rock listete viele Dinge auf, die der FC mit seinen rund 250 Mitgliedern zu schultern hatte, um organisatorisch und wirtschaftlich über die Runden zu kommen. Bei den treuen Helfern bedankte sich der Vorsitzende ganz besonders für ihren Dienst. Er verwies darauf, dass man aber noch einigen Bedarf an Helfern habe, wenn das Konzept tragfähig und nachhaltig wirken soll.

Gewinn ist nicht immer alles

Als wichtige Einnahmequellen für den Verein bezeichnete Rock das Straßenweinfest, die Weinbergswanderung, die Theatertage und die Familienfeiern. Diese Veranstaltungen führten entscheidend zu einem zufriedenstellenden finanziellen Gewinn, den man dringend brauche, um weitere Schulden abzubauen, die einst beim Neubau des Sportheims entstanden seien. Dagegen deckten die Weihnachtsfeier, der Kirchweih- und der Faschingstanz nicht immer die Ausgaben. Das sah der Vorsitzende aber gelassen, denn, so meinte er, schließlich wolle der Verein nicht bei jeder Gelegenheit einen finanziellen Gewinn erzielen. Letztlich sei das Angebot, das der Verein im gesellschaftlichen Bereich mache für das Vereins- und ebenso für das Dorfleben ganz wichtig, um den sozialen Zusammenhalt in der Dorfgemeinschaft zu festigen und womöglich noch weiter auszubauen. Da ist finanzieller Gewinn nicht immer alles.

Eine wichtige Einnahmequelle sehe die Vorstandschaft aber noch in der Vermietung der Sportheimwohnung, denn schließlich sei zurzeit kein Wirt da, der die Wohnung benötigen würde, so könne man sie anderweitig vermieten. Doch man sieht hier einen Haken, denn ein Sportheimbetrieb sei manchmal doch etwas lärmbelastet, was in der Natur der Sache läge. Probleme könne es geben, wenn der Mieter stets auf seine Nachtruhe bestünde, dann könne womöglich kein Faschingstanz oder Ähnliches mehr gehalten werden. Man will aber ausloten, was man in dieser Angelegenheit noch tun könne, denn Nachfragen bezüglich der Wohnung gäbe es.

Finanzielle Situation gut im Griff

Vereinskassenwart Walter Weissenseel konnte nach einigen Jahren wieder einen bemerkenswerten Finanzgewinn vermelden. Zwar liefen noch mehrere langfristige Darlehen im niedrigen fünfstelligen Bereich aufgrund des Sportheimbaus, die tun dem FC aber nicht sonderlich weh, denn die Finanzsituation sei nun überschaubarer, weil man in der Schuldentilgung gut vorankomme und man die restliche Finanzsituation gut im Griff habe. Der Vereinskassenwart gab einen detaillierten Überblick und betonte, dass die kürzlich erfolgte finanzamtliche Betriebsprüfung ohne Probleme über die Bühne ging und somit der Status der Gemeinnützigkeit weiterhin Bestand habe. Die Kassenrevisoren, Wilfried Seger und Detlef Lenhard, bestätigten Weissenseel eine einwandfreie Arbeit, was letztlich zur Entlastung der Vorstandschaft führte.

Was die sportliche Seite des FC Lindach anbelangt, lobte Fußballabteilungsleiter Holger Schmitt ebenso wie Vorsitzender Rock die gute Zusammenarbeit mit den Sportvereinen der Nachbarortschaften, mit denen man Spielgemeinschaften im Herren- und im Jugendfußball unterhält. Schmitt monierte aber die schwache Trainingsbeteiligung im Herrenbereich. Obwohl etwa 30 Spieler zur Verfügung stünden, seien beim Training oftmals weniger als zehn anwesend. Letztlich wird diese schwache Trainingsbeteiligung auch dazu geführt haben, dass Trainer Bernd Barget im neuen Spieljahr nicht mehr zur Vefügung steht, zumal die Tabellensituation auch nicht gerade berauschend sei, vermutete Schmitt.

Erfolgreiche Jugendarbeit

Dagegen sei die sportliche Situation im Jugendfußball im Großen und Ganzen eine andere. Die Trainer im U8-, im U13- und im U15-Bereich, Torsten Wehner und Holger Heider, zeigten sich mit dem Engagement der Spieler und deren Eltern recht zufrieden. Trainingsbeteiligung und Tabellensituation in der jeweiligen Liga seien gut bis hervorragend und es mache Spaß, hier die Arbeit zu tun. Etwas anders sähe es im U 17-Bereich aus, wie Thomas Albert berichtete. Hier hätten die Trainer und Betreuer immer wieder mit der Lustlosigkeit einzelner Spieler zu kämpfen, dennoch spiele man in der Liga eine akzeptable Rolle.

Im sogenannten Breitensport versucht der FC Lindach Angebote zu machen, die mehr oder weniger gut angenommen werden. Man betreibt Zumba und Pilates, Rückenschule und Muskeltraining. Manches ist gut etabliert, manches versucht man noch aufzubauen. Da muss das Interesse noch wachsen, stellte der Vorsitzende fest. Eine Korbballmannschaft hat man mittlerweile nicht mehr wegen Spielerinnenmangel. Deshalb schlossen sich Lindacher Spielerinnen Nachbarvereinen an. Am Samstag, 18. Mai, ab 9 Uhr ist ein Arbeitseinsatz am Sportgelände vorgesehen. 

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