SCHWEINFURT

Fahren lernen mit dem E-Auto

Andrea und Jörg Ulsenheimer am Fahrschulwagen mit Elektromotor.
Andrea und Jörg Ulsenheimer am Fahrschulwagen mit Elektromotor. Foto: Gerd Landgraf

Im September hieß es im Umweltausschuss des Kreistags, dass das E-Auto in den Fahrschulen noch nicht angekommen ist. Jetzt stimmt diese Aussage nicht mehr. Die Schweinfurter Fahrschule Ulsenheimer, die mit Filialen auch in Schwebheim und Niederwerrn präsent ist, bildet auch auf einem E-Golf aus.

Bislang waren bei den Fahrschulen in der Region weder E- noch Hybrid-Fahrzeuge im Einsatz. Gegen den Einsatz im Lehrbetrieb spricht, dass die nach bestandener Prüfung auf einem E-Auto ausgestellte Fahrerlaubnis nicht für Autos mit Schaltgetriebe gilt, dass E-Autos in der Anschaffung teurer sind und die Reichweite begrenzt ist.

Andrea und Jörg Ulsenheimer haben sich trotzdem für die „zeitgemäße“ Ausbildung entschieden. Im Einsatz ist der E-Golf bislang als Alternative zu einem BMW mit Automatikschaltung und als als Zusatzangebot. Jeder Fahrschüler (Klasse B) bekommt eine Freistunde auf dem E-Mobil geschenkt.

Zeitgemäße Ausbildung

Jörg Ulsenheimer hofft, dass der Fahrlehrerverband mit einem nunmehr zweiten Vorstoß den Gesetzgeber überzeugen kann, dass nach der Prüfung auf einem E-Fahrzeug der Führerscheineintrag, der das Fahren eines Autos mit Schaltgetriebe ausschließt, bald der Vergangenheit angehört. Als Kompromiss kann sich Ulsenheimer fünf bis sieben Zusatzstunden auf einem Wagen mit Schaltgetriebe vorstellen.

Begeistert von dem E-Auto seien die Fahrlehrer und die Fahrschüler, sagt Jörg Ulsenheimer. Andrea Ulsenheimer freut sich, dass „unsere Elektroeuphorie“ von vielen geteilt wird. „Kein Schalten, kein Lärm, kein Ruckeln bringt mehr Fahrspaß“, sind sich die Besitzer der seit über 70 Jahren bestehenden Fahrschule einig.

Richtig dosieren

Den Schülern wollen sie nicht nur vermitteln, dass das E-Mobil grundsätzlich umweltfreundlicher als Benziner oder Dieselfahrzeuge seien, sondern auch das energiesparende Fahren mit dem Elektromotor durch die richtige Dosierung mit dem „Gaspedal“ und die Nutzung der Rekuperation (Energierückgewinnung).

Eine eigene Schnellladestation sorgt dafür, dass das E-Auto in der Mittagspause (bis zu 50 Prozent des Speichervolumens in 50 Minuten) nachgeladen werden kann. „Mit einer Reichweite von knapp 300 Kilometern und einer Höchstgeschwindigkeit von 158 Stundenkilometern ist der E-Golf ein vollwertiges Schulungsfahrzeug“, meint ein rundweg begeisterter Jörg Ulsenheimer, der alsbald den Strom für Haus und E-Mobil mit einer Photovoltaikanlage auf dem Dach der Seestraße 24 1/2 gewinnen will.

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