SCHWEINFURT

Ferienspaß: Hochkonzentriert am Vierer-Schachbrett

Vor der ersten Partie werden die Regeln noch einmal aufgefrischt: Erich Feichtner bringt alle Spieler auf den gleichen Stand. Foto: Lena Köster

Langsam trudeln sie nach und nach ein, die jungen Schachbegeisterten aus der Stadt Schweinfurt. Erich Feichtner vom Schachklub Schweinfurt 2000 sieht sie heute zum ersten Mal. Drei Stunden lang wird er heute mit ihnen im Rahmen des Ferienprogrammes der Stadt Schweinfurt Schach spielen und ihnen den ein oder anderen Trick verraten. Es ist der erste von drei Terminen in den Sommerferien im Schachzentrum Spinnmühle an der Gutermann-Promenade. Sieben Jungs im Alter von acht bis 12 Jahren sind auf eine Partie vorbeigekommen.

Die meisten von ihnen spielen schon seit vielen Jahren Schach, der 12-jährige Pascal hat es vor sieben Jahren von seinem Opa gelernt. Auch die anderen sind bei ihrem Opa oder Vater in die Lehre gegangen, und sogar in der Nachmittagsbetreuung hat einer der Teilnehmer das Spielen gelernt.

Regeln sind das A und O

Gleich zu Beginn stellt Erich Feichtner die Regeln vor, denn heute soll jeder auf dem gleichen Stand sein. Schließlich sollen faire Partien gespielt werden. Regel Nummer Eins lautet: „Weiße Dame, weißes Feld. Schwarze Dame, schwarzes Feld“, denn schon beim Aufbau werden oft die Figuren auf die falschen Felder gestellt, weiß Feichtner.

Danach folgt schon die Königsdisziplin, und zwar im wahrsten Sinne des Wortes: „Wer von euch weiß, was eine Rochade ist?“, fragt Trainer Feichtner in die Runde. Um das Halbwissen der jungen Schachspieler zu festigen, erklärt er schnell den einmaligen Doppelzug, mit dem der Spieler seinen König im Tausch mit dem Turm in Sicherheit bringen kann.

Und dann geht es auch schon los: An drei Schachbrettern werden die ersten Partien gespielt. Der neunjährige Simao hat einen speziellen Spielpartner, denn er hat noch nie zuvor Schach gespielt. Heute darf er deshalb bei Trainer Fred Reinl lernen. Was beim Einstieg in die Regeln nicht gleich zu merken war, lernt Simao schnell nach. Das Wichtigste bringt Reinl ihm von Anfang an bei: „Pass immer auf, dass deine Figuren gedeckt sind“.

An den anderen Tischen geht es derweil schon zügig voran. Bis auf die beiden Brüder Vadim und Daniel kennen sich die Teilnehmer nicht, was der Spielfreude jedoch keinen Abbruch tut. Erich Feichtner hat alle Partien im Auge und sobald sich eine Chance auf einen Sieg auftut, zeigt er allen den Trick. So lernt Johann, wie er am besten mit König und Dame den Gegner Schach matt setzt und Simao erfährt, was ein „Widder“ ist, nämlich zwei Bauern, die sich gegenüber stehen und so gegenseitig blockieren.

Zum ersten Mal am Vierer-Brett

Für die jungen Schachliebhaber tut sich heute eine besondere Chance auf: Erich Feichtner baut im Nebenzimmer sein Vierer-Schach auf. Von den Jungs hat bisher noch keiner an so einem Brett gesessen. Jetzt heißt es: Gehirnzellen anstrengen! In zwei Teams spielen sie gegeneinander, mit dem jeweiligen Gegenüber als Partner. Somit sitzt das Ziel der Angriffe nicht mehr vor den Spielern, sondern rechts und links neben ihnen. Schnell vermischen sich die gelben, grünen, schwarzen und blauen Figuren auf dem Brett und ungeahnte Spielzüge werden möglich.

Das ist aber noch nicht alles: „Es gibt auch Dreier-Schach oder das 3D-Schach, bekannt aus der Serie Star Trek“, erzählt Erich Feichtner. Der Kreativität und Komplexität sind in diesem Sport keine Grenzen gesetzt. Den Schachnachmittag im Rahmen des Ferienprogramms der Stadt veranstalten Feichtner und Reinl bereits zum zweiten Mal. Seit zehn Jahren bieten sie auch Schachkurse in Zusammenarbeit mit dem Stadtjugendring an. Auch im nächsten Jahr wollen sie wieder junge Schachbegeisterte in den großen Sommerferien zusammen bringen.

Das zweite und dritte „Schach matt“-Treffen finden am Freitag, 11. August, und Dienstag, 22. August, jeweils um 14:00 Uhr in Schachzentrum Spinnmühle statt.

Beim Vierer-Schach werden die Gehirnzellen ordentlich gefordert: Gespielt wird in zwei Teams. Foto: Lena Köster

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