Herlheim

Filmabend über Entstehung eines weihnachtlichen Welthits

Bei einem Filmabend im Sportheim erlebten die "Kinobesucher" beim Film "Stille Nacht – eine wahre Weihnachtsgeschichte" die Entstehung dieses weihnachtlichen Welthits durch Joseph Mohr und Franz Xaver Gruber. Foto: Brigitte Pfister

Einen wunderschönen, entspannenden und daneben auch informativen Abend erlebten die Besucher eines Filmabends im Sportheim, zu dem der Frauenbund eingeladen hatte. Die 30 anwesenden Frauen und Männer, nicht nur aus Herlheim, wurden mit dem Film "Stille Nacht – eine wahre Weihnachtsgeschichte" in die Welt des Salzburger Landes im Jahr 1818 versetzt. Dort entstand in diesem Jahr der weihnachtliche Welthit "Stille Nacht, Heilige Nacht".

Für die Mitglieder des Frauenbundes war der Filmabend eine konsequente Fortsetzung und Beendigung der Trilogie, nachdem schon die Weihnachtsfeier unter diesem Motto stand. Bereits Anfang Dezember 2019 besuchten einige der Frauen im Rahmen einer Pilgerfahrt der Pfarreiengemeinschaft Marienhain die Schauplätze der Entstehungsgeschichte im Raum Salzburg.

In dem Film von 2012/13 lernten die "Kinobesucher" die Nöte der Bewohner in Oberndorf bei Salzburg Anfang des 19. Jahrhunderts kennen. Für den neuen Hilfspfarrer Joseph Mohr war es ein Bedürfnis, sich für Arme, Benachteiligte und von der Gemeinschaft Verachtete einzusetzen. Trost in der Not brachte für so manchen Gläubigen das Gedicht "Stille Nacht, Heilige Nacht", das Mohr bereits zwei Jahre vorher verfasst hatte.

Der Hilfspfarrer war überzeugt, dass die Menschen auch durch Musik und eine verständliche Sprache im Gottesdienst zum Glauben finden können. Deshalb waren ihm Ausgegrenzte im Kirchenchor und beim Gottesdienst willkommen, ja, der Hilfspfarrer warb geradezu um deren Beteiligung. Bei seiner musikalischen Tätigkeit wurde er vom Lehrer und Organisten Franz Xaver Gruber unterstützt.  

Dieses Wirken wurde von Mohrs vorgesetztem Pfarrer und einigen Gemeindemitgliedern nur ungern gesehen und bekämpft. Im Ringen um ein einfaches, eingängiges Lied, das bei den Menschen ankommt, vertonte schließlich Gruber noch am Heilig Abend 1818 Mohrs Gedicht. Abends in der Christmette wurde "Stille Nacht, Heilige Nacht" dann erstmals in Oberndorf gesungen. Heute ist diese Melodie mit seinem Text das beliebteste Weihnachtslied aller Zeiten und wird auf der ganzen Welt in mehr als 300 Sprachen gesungen.

In einer Filmpause konnten sich die Gäste des Filmabends über das bereits Gesehene austauschen, während sie mit kleinen Snacks verwöhnt wurden. Am Ende waren sich alle Anwesenden einig, dass es nicht bei diesem einmaligen Filmabend bleiben soll. Vorschläge für die Auswahl des nächsten Filmes werden bei der Vorstandschaft des Frauenbundes angenommen.

Die nächste Veranstaltung des Frauenbundes findet am Sonntag, 2. Februar, statt. Alle Interessierten sind eingeladen, um 14 Uhr an einer Winterwanderung teilzunehmen. Im Anschluss daran können sich die Wanderer im Sportheim bei Kaffee und Kuchen aufwärmen. Daneben findet ein kleiner Flohmarkt statt.

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