EUERBACH

Finanzspritze für das feste Dach

Dass sich die Gemeinde um die Entwicklung in Sömmersdorf bemüht, das betonte Bürgermeister Arthur Arnold in der Gemeinderatssitzung. Der Gemeinderat untermauerte das auch gleich mit seinem Beschluss, den Passionsspielverein mit 100 000 Euro beim Bau einer festen Überdachung des Zuschauerraums am Passionsspielgelände sowie der Erneuerung der Technik zu unterstützen.

Beide Vorhaben zählen zum zweiten Bauabschnitt am Freilichtgelände, das der Verein Fränkische Passionsspiele Sömmersdorf fit für die Zukunft macht. Denn künftig soll es nicht nur alle fünf Jahre die Passionsspiele geben, sondern auch dazwischen ein werthaltiges Kulturprogramm. Und dafür sollen nicht immer erst aufwändig die neun Trichterschirme aufgezogen und die 1900 Sitzplätze montiert werden müssen.

Der erste Bauabschnitt, die Erneuerung der Bühne, ist bereits zu den Passionsspielen 2013 realisiert worden. Jetzt steht die neue, feste Überdachung an, ein Projekt mit geschätzten 2,1 Millionen Euro Baukosten.

Bei allen möglichen Stellen, etwa der Diözese Würzburg oder dem Landkreis Schweinfurt, stelle der Verein derzeit Zuschussanträge, hieß es. Man warte nach vielen intensiven Gesprächen auch auf positive Nachrichten aus München, die im nächsten halben Jahr eintreffen sollen, so Arnold.

Gemäß Grundsatzbeschluss von 1995, dass örtliche Vereine fünf Prozent Zuschuss für Investitionen erhalten, die dem gemeinnützigen Zweck der Organisation dienen, gewährte der Gemeinderat einstimmig diese Zuwendung auch für den Passionsspielverein. Etwa 105 000 Euro beträgt demnach die gemeindliche Finanzspritze. Der Zuschuss wird für die Haushaltsjahre 2016 und 2017 eingeplant.

Im nächsten Sommer spielt der Verein „Kultur aus Passion“ das Theaterstück „Don Camillo und das rothaarige Mädchen“ noch unter den Trichterschirmen, die ein letztes Mal aufgezogen werden. Nach der Spielzeit, so Arnold, soll dann der Baubeginn für das feste Gewölbedach sein.

5,8-Millionen-Euro-Haushalt

Von der örtlichen Prüfung der Jahresrechnung 2014 berichtete dem Gemeinderat im Anschluss der stellvertretende Vorsitzende des Rechnungsprüfungsausschusses, Burkard Seufert. Sein Lob an die Kämmerei und die Kasse verband er mit der Anregung, einige Haushaltsstellen künftig zu vereinfachen.

Der Gemeinderat stellte schließlich die Jahresrechnung fest bei einem bereinigten Verwaltungshaushalt von 3 728 408 Euro und einem bereinigten Vermögenshaushalt von 2 100 878 Euro. Der Gesamthaushalt der Gemeinde Euerbach im Jahr 2014 beläuft sich demnach auf 5 829 286 Euro. Einstimmig erteilte das Ratsgremium die Entlastung. Bürgermeister Arthur Arnold war von der Abstimmung ausgeschlossen.

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