SCHWEINFURT

Flüchtlingshelfer gehen auf die Straße

Zu einer „Demonstration gegen das Sterben im Mittelmeer“ rufen am Samstag, 8. Dezember, Flüchtlingshelfer auf, die sich zur einer örtlichen Bürgerinitiative zusammengeschlossen haben. Treffpunkt ist um 12 Uhr am Martin-Luther-Platz. Von dort geht es über den Marktplatz und durch die Spitalgasse zum Rossmarkt, wo eine Kundgebung stattfinden wird. Als Redner werden Burkhard Hose vom Flüchtlingsrat in Würzburg, Pfarrer Jochen Keßler-Rosa sowie Peter März (Hambach) als Initiator der Demonstration sprechen. Getragen wird die Veranstaltung von der Bewegung „Seebrücke“.

„Unsere Demonstration sehen wir nicht isoliert, sondern eingebettet in die große, deutschlandweite Bewegung Seebrücke („Schafft sichere Häfen!“), durch die es in Deutschland schon viele Demonstrationen gab“, heißt es in der Pressemitteilung der Bürgerinitiative. Ziel der Aktion sei es, „auf ein großes Unrecht aufmerksam zu machen“, nämlich dass in Malta und Italien Rettungsschiffe deutscher NGOs festgehalten werden. Dadurch würden hunderte von Menschen im Mittelmeer ertrinken.

„Dieses Festhalten ist gegen jedes Recht, es gibt überhaupt keine rechtliche Grundlage dafür“, sagen die Flüchtlingshelfer. Das Ertrinkenlassen von Menschen widerspreche dem Menschenrecht und den christlichen Werten. Die Bürgerinitiative fordert die deutsche Regierung auf, sich bei Italien für diese deutschen Schiffe einzusetzen und dann gemeinsam mit anderen europäischen Staaten einen Teil der Geretteten aufzunehmen.

„Katastrophale Zustände in den Flüchtlingslagern“

Kritik übt die Initiative auch an den Flüchtlingslagern auf den griechischen Inseln. Diese seien katastrophal überfüllt. Die Menschen, die auf der ehemaligen Balkanroute gestrandet sind, würden unter menschenunwürdigen Bedingungen leben, teilweise auch misshandelt. Deutschland und die EU müssten Griechenland entlasten.

Weiter heißt es, dass die Integrationsleistung der Flüchtlinge und der Helfer in Deutschland von der Politik immer wieder behindert werde. Zum Beispiel, indem Flüchtlingen verwehrt werde, zu arbeiten. Auch die Abschiebung von Flüchtlingen nach Afghanistan wird angeprangert.

Die Initiatoren rufen alle Bürger auf, sich an der Demonstration zu beteiligen. „Wir hoffen, dass viele Menschen kommen und bei der Demonstration mitgehen“, sagt Peter März.

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