Oberschwarzach

Förderprogramm "Marktplatz der Generationen" läuft aus

Nachdem die Sanierung der Kirche in Handthal zum großen Teil abgeschlossen ist, soll nun der Umgriff gestaltet werden. Foto: Gudrun Theuerer

Nach zwei Jahren läuft die Förderung beim "Marktplatz der Generationen” für die Marktgemeinde Oberschwarzach aus. Aus diesem Grund war Ines Riermeier, die im Auftrag des Bayerischen Staatsministeriums als Beraterin zur Seite stand, in die jüngste Gemeinderatssitzung gekommen, um einen Rückblick auf die vergangen zwei Jahre zu geben.

Sie nutze die Gelegenheit, der Marktgemeinde Mut zu machen weiter an den Themen zu arbeiten. Denn, "sie erledigen sich nicht von alleine”, so Riermeier. In den kommenden Jahren werde es eine immer größere Verschiebung der Altersgruppen geben, und die Beschäftigung mit diesem Thema sei dabei auch für jeden einzelnen persönlich eine Altersvorsorge.

Ihre Aufgabe als Beraterin war, die verschiedenen Themen immer aus der Sicht der Senioren zu betrachten. Im Rahmen des Projektes wurde viel getan. Es gab Workshops und eine Ortsbegehung zum Thema Barrierefreiheit. Außerdem ist die Marktgemeinde inzwischen bei den Förderprogrammen "Gesundheitsregion plus" und "Bildugsregion plus" des Landkreises Schweinfurt mit dabei. "Vieles wurde gemacht, manches ist noch in Arbeit", so Riermeier.

Zum Schluss lobte sie die Einrichtung des Quartiermanagements in Oberschwarzach als eine sinnvolle Maßnahme, die weiter erhalten werden sollte. Die Marktgemeinde sei auf einem guten Weg, und Riermeier ermutigte den Marktgemeinderat dazu, "weiter dran zu bleiben".

Als zweiter Gast war Architekt Georg Böswald-von Brunn in der Sitzung, um den Räten Planungsentwürfe zur Gestaltung des Umgriffs um die Handthaler Kirche zu zeigen.

Fläche am Gotteshaus soll neu gestaltet werden

Nachdem die Renovierung des Gotteshauses nun fast fertig gestellt ist, soll jetzt auch die Fläche am Gotteshaus neu gestaltet werden. Ein Förderantrag liegt dem Amt für Ländliche Entwicklung bereits vor. Sobald der positive Bescheid kommt, soll es zügig weiter gehen. Ziel ist es, alle Arbeiten bis zum 17. Mai, an dem nicht nur der Waldtag, sondern auch die Einweihung des neuen  Franziskusweges durch Bischof Franz Jung stattfinden wird, abgeschlossen zu haben.

Für Böswald-von Brunn stellt der Kirchplatz den "Eingangsbereich" Handthals dar, dieser sollte durch eine offene Gestaltung als "Ortsmitte" wahrgenommen werden. Vom Platz vor der Kirche führt in der Planung ein Weg rechts vorbei bis zum Grünfeld hinter der Kirche. An diesem Weg entlang ist zusätzlich eine Mauer geplant. Der Baum vor der Kirche soll bleiben und könnte durch einen Baumstrahler optisch hervorgehoben werden. Auch am Eingangsportal wäre ein indirekte Beleuchtung denkbar, so der Architekt. Das Muschelkalkpflaster am Eingangsbereich kann am Vorplatz weitergeführt werden. Raues und gepresstes Pflaster könnten eine Abwechslung ins Spiel bringen und dem Platz Lebendigkeit geben. Vor der Kirche, in der Nähe des Baumes, soll eine Franziskusstehle aufgestellt werden, die den Platz als Teil des geplanten Franziskusweges ausweist.

Bezüglich des Pflasters gab es unterschiedliche Meinungen. So müsse bedacht werden, dass man nicht nur für diesen Platz entscheide, sondern noch weitere Kirchplätze in der Marktgemeinde hergerichtet werden sollen, so Marktgemeinderat Robert Ruppenstein. Man entschied daher, bei der geplanten Ausschreibung sowohl Muschelkalk als auch Alternativen aus Beton anbieten zu lassen.

Bezüglich der Beleuchtung sprach Marktgemeinderat Georg Solf das Problem der Lichtverschmutzung an und fragte nach, inwieweit das Licht zur Nachtzeit ausgeschaltet werden könnte. Böswald-von Brunn schlug vor, hierzu eine Lichtplanung und Lichtproben durchzuführen.

Sobald der Bescheid vom Amt für ländliche Entwicklung vorliegt, kann die Ausschreibung in Angriff genommen werden. Da die voraussichtlichen Kosten für den Kirchplatz unter 125 000 Euro liegen, wäre dann auch eine beschränkte Ausschreibung möglich, so der Architekt abschließend.

Befreiungen vom Bebauungsplan

Mit sechs Bau- und Grundstückangelegenheiten beschäftigte sich der Marktgemeinderat außerdem. Bei allen sechs ging es um benötigte Befreiungen vom vorliegenden Bebauungsplan.

So wurde für ein geplantes Holzhaus in Oberschwarzach die Befreiung von der vorgeschriebenen Dachneigung und in punkto Kniestock mit 8:4 Stimmen erteilt.

Mit 11:1 Stimmen erlaubte das Gremium die Befreiung von der Grünordnung einem Bauherren in Oberschwarzach. Der darf nun den Standplatz für einen Baum zu Gunsten der geplanten Garage auf einen anderen Standort innerhalb des Grundstückes verschieben. Ebenfalls mit 11:1 Stimmen erlaubte der Rat den Bau einer  Terassenüberdachung in Wiebelsberg. Mit 12:0 Stimmen wurde der Bau einer landwirtschaftlichen Halle im Innenbereich von Siegendorf genehmigt.

Negativ wurde dagegen die  Anfrage eines Bauherren beantwortet, der die Fassade seines geplanten Hauses in Oberschwarzach mit Klinker verblenden wollte. Auch wenn nach Meinung der Verwaltungsgemeinschaft Gerolzhofen die Vorgabe "Farbanstrich mit gedeckten Farben" auch mit Klinker erfüllt sei, war die Mehrheit der Räte anderer Meinung. Mit 5:7 Stimmen wurde der Antrag daher abgelehnt.

Noch knapper, nämlich mit 6:6 Stimmen, wurde schließlich die Voranfrage eines Bauherren abgelehnt, der mit seinem Neubau die vorliegenden Baugrenzen geringfügig überschreiten wollte. Hier sah die Hälfte der Räte keine Notwendigkeit für eine Überschreitung.

Quartiermanagerin Anneke Schilling erinnerte an den Informationsabend BÜRGERBUS zum Thema "Mobilität für alle", der am 31. Januar um 19 Uhr im Sebastianihaus stattfindet.

Und über eine zusätzliche Wärmebildkamera kann sich die Freiwillige Feuerwehr Oberschwarzach freuen. Der Marktgemeinderat beschloss mit 11:1 Stimmen, eine Kamera für rund 6000 Euro zu bestellen.

Unter dem Punkt Verschiedenes berichtete Bürgermeister Manfred Schötz, dass bis zum aktuellen Zeitpunkt 14 Architekturbüros die Ausschreibungsunterlagen für das VgV-Verfahren angefordert haben.

Abschließend informierte er die Gemeinderäte darüber, dass sich laut einem Schreiben von der Fernwasserversorgung Franken Uffenheim die Preise für das Fernwasser ab 1. Januar 2021 erhöhen werden.

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