Schweinfurt

Frank Firsching führt die Stadtratsliste der Linken an

Nominierungsversammlung und Vorstellung des Wahlprogramms: Wo die Linken ihre Schwerpunkte setzen und warum sie Oberbürgermeister Sebastian Remelé kritisieren.
Die Linke stellt für die Stadtratswahl 2020 eine Liste mit 44 Kandidaten, angeführt vom Fraktionsvorsitzenden Frank Firsching. Foto: Linken Fraktion

"Einigkeit war Trumpf bei der Aufstellungsversammlung zur Stadtratsliste der Schweinfurter Linken", schreibt Linken-Kreisvorsitzender Sinan Öztürk in einer Pressemitteilung zur Nominierungsversammlung der Partei. Die vom Kreisvorstand vorgeschlagene Liste war mit 44 Kandidatinnen und Kandidaten voll besetzt und wurde in einem Ruck einstimmig gewählt. Listenführer ist Fraktionsvorsitzender Frank Firsching, auf Platz zwei kandidiert Kreisvorstandsmitglied Andrea Greber, auf drei Linken-Stadtrat Sinan Öztürk. Als Ziel für die Wahlen 2020 haben die Linken, mindestens wieder mit drei Stadträten in Fraktionsstärke im Gremium zu sein.

Frank Firsching stellte das Wahlprogramm "Die Linke Schweinfurt: Besser für alle" vor und erntete dafür großen Applaus. In den Mittelpunkt rückte Firsching die Forderung des neuen Bürgerbegehrens "bezahlbar wohnen in Schweinfurt" für den Bau von 600 neuen Sozialwohnungen durch die Stadt oder ihre Tochtergesellschaft SWG bis zum Jahr 2026. Einen Seitenhieb auf Oberbürgermeister Sebastian Remelé, der die Linken bei den Haushaltsberatungen beim Thema Sozialwohnungen angegriffen hatte, konnte sich der Linken-Fraktionschef nicht verkneifen: "Wer behauptet in Schweinfurt gebe es kein Problem auf dem Wohnungsmarkt, hat den Kontakt zur Bevölkerung längst verloren."

Vom sozialen Klimaschutz über gute Pflege bis faire Integration

Die Linke, heißt es in der Mitteilung, wolle mit ihren weiteren Wahlkampfschwerpunkten sozialer Klimaschutz, bessere Kinderbetreuung, gute Pflege, faire Integration und der Sicherung industrieller Arbeitsplätze kommunalpolitische Antworten auf die drängenden Fragen der Zeit geben. Kreisvorsitzender Sinan Öztürk legte Wert auf die Feststellung, dass die Linke in einem beteiligungsorientierten Prozess zuerst das Wahlprogramm entwickelte und sich danach den Personalfragen widmete, "damit alle wissen, wofür man kandidiert".

Im Reißverschlussverfahren wechseln sich jeweils ein Mann und eine Frau bis Platz 27 von insgesamt 44 Kandidatinnen und Kandidaten ab. Die Plätze eins, zwei und drei gingen wie erwähnt an Firsching, Greber und Öztürk, auf Platz vier wurde Kreisschatzmeisterin Kerstin Reichert gewählt, gefolgt vom unterfränkischen Spitzenkandidaten der letzten Landtagswahl, Robert Striesow, auf Platz fünf und der Politikstudentin Agnes Conrad auf dem sechsten Platz. Stadträtin Carmen Starost findet sich auf Platz acht, vor ihr ist Ali Mursa Tas Landtagskandidat der Wahlen von 2013 an siebter Stelle platziert. Platz neun hat Kreisvorstandsmitglied Michael Dörfer inne und Platz zehn die Studentin Anna-Rosa Braun.

Sinan Öztürk kündigte einen kreativen Wahlkampf mit zwei Zielen an: Wieder Fraktionsstärke und "das Amt des/r Oberbürgermeisters/in neu zu besetzen. Denn Schweinfurt hat einen besseren Oberbürgermeister verdient als es Herr Remelé ist". Einen eigenen OB-Kandidaten stellen die Linken nicht, eine explizite Unterstützung eines Kandidaten gibt es bisher auch nicht.

Die Kandidaten der Linken für die Stadtratswahl 2020
Listenplatz 1: Frank Firsching, 2: Andrea C. Greber, 3: Sinan Öztürk, 4: Kerstin Reichert, 5: Robert Striesow, 6: Agnes Conrad, 7: Ali Mursa Tas, 8: Carmen Starost, 9: Michael Dörfer, 10: Anna-Rosa Braun, 11: Wolfgang Trüdinger, 12: Petra Schleyer, 13: Rainer Nickel, 14: Berfin Aydin, 15: Frank Hertel, 16: Tatjana Braun, 17: Dominik Höhn, 18: Birgitt Vogel, 19: Wolfgang Ziller, 20: Sandy Insam, 21: Udo Goger, 22: Sonay Sanli, 23: Volker Reiter, 24: Marga Riedelsheimer, 25: Stephane Boyer, 26: Andrea Stenzinger, 27: Richard Lohr, 28: Stefan Müller, 29: Andre Nickel, 30: Peter Schüllermann, 31: Patrick Schön, 32: Jürgen Dietz, 33: Rudolf Mihaly-Schuld, 34: Frank Jauch, 35: Karl-Heinz Poggel, 36: Johann Weber, 37: Anton Röhsler, 38: Andreas König, 39: Haydar Sanli, 40: Hasan Öztürk, 41: Florian Wehner, 42: Thomas Pösl, 43: Arnold Conrad, 44: Werner Starost.

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