TRAUSTADT

Für Annemarie Schmitt wird ein Kindheitstraum wahr

Ehemalige und Amtierende: Amelie Wehner (links) und die neue Weinprinzessin Annemarie Schmitt. Foto: Wolfgang Lindenthal

Mit einer großen Feier verabschiedeten 200 Gästen die Traustädter Weinprinzessin Amelie Wehner nach dreijähriger Regentschaft in der festlich dekorierten Zabelsteinhalle. Ihre Nachfolgerin, die erst 16-jährige Gymnasiastin Annemarie Schmitt, wurde mit allen Ehren eingeführt.

Die bescheidene und natürlichen Charme ausstrahlende Annemarie I. erzählte in ihrer Antrittsrede vom Kindheitstraum, einmal Prinzessin zu werden. Knapp zehn Jahre später ging dieser Traum in Erfüllung. Erwachsene glauben heute zwar nicht mehr an Märchen, in denen Prinzessinnen eine Hauptrolle spielen. Aber dennoch: der neuen Weinprinzessin Annemarie und ihrer Vorgängerin erwiesen alle ihre Hochachtung. Sie wurden minutenlang bejubelt.

Doch der Reihe nach: Vor der Zabelsteinhalle lud der Weinbauverein Traustadt zu einem Stehempfang, bei dem Perlwein „Monte Falkone“ der Familie Wehner gereicht wurde, ehe die beiden Hauptdarstellerinnen des Abends mit flotter Blasmusik in die Halle geführt wurden. Die Inthronisation der neuen und die Verabschiedung der bisherigen Weinprinzessin fand, wie könnte es anders sein, im Rahmen einer Weinprobe statt.

Das Quartett der Weinprinzessinnen-Dynastie Wehner – Patrizia, Franziska, Sofie und Amelie – stellte Spitzenweine seiner Eltern Karl-Johann und Gudrun Wehner vor. Die ehemalige Weinprinzessin Daniela tat das Gleiche mit den Erzeugnissen des Weinguts ihrer Eltern Franz und Gerda Braun. Schließlich stellte die Moderatorin Nicole, Vorsitzende des Traustädter Weinbauvereins, einen guten Tropfen aus dem Weingut ihrer Eltern Elmar und Karin Weissenseel vor. Alle Weine fanden großes Lob, ob Silvaner Kabinett, Bacchus, Scheurebe Spätlese, Rotling, Domina oder Kerner Auslese. Dazu gab's eine fränkische Brotzeit.

Die scheidende Weinprinzessin Amelie I. blickte auf ihre dreijährige Regentschaft zurück. Sie erinnerte an viele Höhepunkte, zum Beispiel das Fränkische Weinfest in Brüssel. Beim Genuss-Fest auf dem Münchner Odeons-Platz warb sie für Frankenwein. Bleibende Eindrücke hinterließ der Filmdreh für einen Krimi. Sie erinnerte an drei tolle Weinfeste in Traustadt und vieles mehr.

Verschmitzt meinte Amelie, dass sie Herrin zweier Berge war, über den Traustädter Falkenberg und über den Dürrfelder Nudelberg. Als Weinprinzessin habe sie viele neue Freunde gewonnen. Sie dankte allen, die ihr den herzlichen Abschied ermöglichten, besonders aber ihren Eltern. „Mama und Papa, ihr seid die besten Weinprinzessinnen-Eltern der Welt.“ Dabei bemerkten einige Tränchen der Rührung. Danach gab's Blumen über Blumen und Ovationen.

Nicole Weissenseel vom Weinbauverband dankte Amelie Wehner für ihr großes Engagement für den Traustädter Wein und dessen dynamische Repräsentation deutschlandweit. Nachfolgerin Annemarie Schmitt gab sie mit: „Gehe deinen eigenen Weg, allen kannst du es sowieso nicht recht machen!“ Konrad Schmitt, Leiter der Festgemeinschaft, verwies auf das große Fachwissen Amelie Wehners. Annemarie Schmitt versprach er tatkräftige Unterstützung. Bürgermeister Klaus Schenk dankte Amelie Wehner für hervorragende Repräsentation der Gemeinde Donnersdorf. Landrat Florian Töpper wies darauf hin, dass Schweinfurt der drittgrößte Weinlandkreis Bayerns ist. Der scheidenden Prinzessin dankte er für ihre Auftritte. Ihrer Nachfolgerin sagte er, dass sich Schule und ihr neues Amt gut ergänzen. Amelie Wehner habe ihre Sache mit Charme und Mut sehr gut gemacht, sagte Staatssekretär Gerhard Eck. Eine emotionale Darbietung von 18 amtierenden oder ehemaligen Weinprinzessinnen hinterließ großen Eindruck.

„Amelie, du warst die richtige für Traustadt und deine Nachfolgerin wird es ebenso sein!“, sagte Beate Glotzmann von der Tourist-Info. Albin Solf Vorsitzender des Weinbauvereins Donnersdorf, verwies auf die Gemeinsamkeiten der Vereine.

Die Traustädter Musikanten unter Stefan Marx umrahmten das Fest.

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