Schweinfurt

Für ein demokratisches, friedliches und solidarisches Europa

Für ein starkes Europaparlament warb das Bündnis "Schweinfurt ist bunt", das vor einem Rückfall in den Nationalismus durch Rechtspopulisten und Rechtsextreme warnt.
Mit der Kundgebung am Sonntag auf dem Marktplatz rief das Bündnis 'Schweinfurt ist bunt' zur Teilnahme an der Europawahl auf.
Mit der Kundgebung am Sonntag auf dem Marktplatz rief das Bündnis "Schweinfurt ist bunt" zur Teilnahme an der Europawahl auf. Foto: Gerd Landgraf

Das Bündnis für Demokratie und Toleranz "Schweinfurt ist bunt" hatte am Sonntag zur Kundgebung "1 Europa in Vielfalt vereint. Deine Stimme für Europas Zukunft – gegen Rassismus und Nationalismus" aufgerufen.

Deutschlandweit fanden am Sonntag in vielen Städten Veranstaltungen für ein solidarisches Europa und gegen Nationalisten, Rechtspopulisten und Rechtsextreme statt. Und so warb auch das Schweinfurer Bündnis, in dem sich mehr als 80 Partnerorganisationen unterschiedlicher Weltanschauung zusammengefunden haben, auf dem Schweinfurter Marktplatz für ein Europa, in dem Menschenverachtung und Rassismus keine Chance haben. 

Bündnissprecher Frank Firsching berichtete von den zeitgleichen Kundgebungen in deutschen Großstädten, in europäischen Hauptstädten und in Schweinfurt, wo etwa 300 Teilnehmer zur Kundgebung gekommen waren. Die Wahl am kommenden Sonntag ist für Firsching eine Richtungsentscheidung, bei der die Demokraten Europa nicht den Populisten überlassen dürften, also Abgeordneten, deren Ziel die Zerstörung der Union sei. Gebraucht werde jetzt ein starkes Parlament, das die Macht hat, Probleme wie die Klimakrise zu lösen.  

Das Rad der Geschichte nicht zurückdrehen

Eu-Abgeordnete Kerstin Westphal rief zum Kampf gegen die Nationalisten und gegen einen Rückfall in den Nationalismus auf. In über zehn Jahren habe sie in Brüssel und Straßburg erlebt, dass die Populisten die Einheit zerstören wollten – unsachlich und auch mit Menschenverachtung. Dabei eine nur der Hass auf Europa den "rechten Sumpf", der zurück in die Zeit vor über 70 Jahren führen wolle.  

Westphal meinte, dass "Europa besser als sein Ruf" sei. Dass das Parlament bei der Entscheidungsfindung Zeit brauche, stimme, denn man höre zu und suche Kompromisse, die "in der Vielfalt einen" und Toleranz und Frieden garantieren würden. 

Für die Schweinfurter Jugend gingen Amy Zietlow (Fridays for  Future), Tobias Schleyer (IG Metall-Jugend) und Benedikt Kirchner (ev. Jugend) auf die Bühne. Diese forderten ein starkes Europa für den Kampf gegen den Klimawandel sowie ein starkes Europa, das sich gegen die Großmächte wehrt, die Flüchtlingsproblematik löst und Wirtschaftskrisen überwindet.

Grenzenloser Zusammenhalt

Bei einer weiteren und ebenfalls von Marietta Eder (stellvertretende Sprecherin von Schweinfurt ist bunt) moderierten Runde kamen Kommunalpolitiker verschiedener Parteien zu Wort. Sie forderten auf, genauer hinzuschauen. Die EU und das Parlament hätten viel bewirkt, und die für alle verbindlichen Vorgaben aus Brüssel würden schon heute das Tagesgeschäft in den Rathäusern für die freien und geeinten Europäer mitbestimmen. Für in fünf Jahren wünschten sich die Lokalpolitiker ein friedliches, menschliches und offenes Europa, das erfolgreich gegen den Klimawandel vorgegangen ist, das neue Formen der Mobilität umgesetzt hat und in dem die Bürger grenzenlos zusammenhalten.   

Für die Schweinfurter Städtepartnerschaften sprach Uwe Walter von den Freunden von North Lanarkshire (Motherwell). Städtepartnerschaften sind für Uwe Walter Partnerschaften für den Frieden. Auch er rief zur Stimmabgabe am Sonntag auf, denn wer nicht wähle, der wähle auch – die Gegner Europas und damit eine Stärkung der Konzerne sowie eine wachsende Einflussnahme von außen auf Europa. Dagegen sei ein demokratisches, soziales und ökologisches Europa das Fundament für freie Menschen gleich an Rechten.

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