Waigolshausen

Für einen sicheren Schulweg ins Dorf

Mit Blick auf die Erschließung des neuen Baugebiet "Obere Honigleite" in Waigolshausen mit geplanten 29 Bauplätzen standen im Gemeinderat von Beginn an auch Überlegungen für einen sicheren Gehweg ins Dorf an. Beauftragt wurde die Planungsschmiede Braun aus Würzburg mit einer Variantenuntersuchung bei der bestehenden Straße "Nordring", die keinen Gehsteig hat. Sie führt zur Bahnunterführung beim Sportplatz und weiter ins Altdorf. Für die künftigen Kinder im neuen Baugebiet wäre es auch der Weg zur Grundschule.

In der jüngsten Gemeinderatssitzung stellte das Büro drei Varianten vor, mit denen ein Gehweg mit 1,5 Meter Breite beim Nordring umgesetzt werden könnte. Da die Straße laut Planer Alexander Bär bereits Schäden hat und nicht mehr frostsicher ist, wurde auch ihre Sanierung oder Erneuerung in die Planung mit einbezogen. Bei den Varianten eins und zwei könnte mit einer Förderung von circa 50 Prozent bei den förderfähigen Kosten gerechnet werden. Bedingung dafür ist, dass die Straße eine auf 5,5 Meter verbreiterte Fahrbahn erhält und komplett erneuert wird.

Diese beiden förderfähigen Varianten unterscheiden sich in der Anordnung des Gehwegs: einmal auf der Bebauungsseite und alternativ auf der Seite in Richtung offener Flur. Letztes wäre mit 570 000 Euro Baukosten die teuerste Variante, da zusätzlich die Straße mit einem 50 Zentimeter breiten Schrammbord von der Bebauung abgesetzt werden müsste. Stattdessen entschied sich der Gemeinderat einstimmig für Variante eins mit geschätzten Baukosten von 540 000 Euro. Neben den geringeren Kosten biete diese Variante auch mehr Übersicht bei den Grundstücksausfahrten, war sich der Rat einig.

Verworfen wurde Variante drei trotz deutlich geringerer Baukosten. Sie sah vor, bei der unveränderten Straße auf der Flurseite einen Gehsteig mit Rinne anzubauen, was der Planer mit 300 000 Euro Baukosten veranschlagte. Hinzu kämen 80 000 Euro für die Sanierung der Straßendecke. Da es für diese Variante keine Zuschüsse gibt, käme sie für die Gemeinde aber kaum günstiger, sagte Bär. Der Beschluss stehe noch unter dem Vorbehalt, dass der Grunderwerb erfolgreich abgeschlossen werden kann. Eine Kostenbeteiligung der Anlieger sieht die Straßenausbausatzung nicht mehr vor, sagte Josef Zeißner auf Nachfrage von Bernd Pfeuffer.

Geplant ist, den Straßenausbau zusammen mit der Erschließung des Baugebietes auszuschreiben. Beauftragt wurde die Planungsschmiede Braun mit den Planungen der Tiefbauarbeiten. Das Büro hält einen Baubeginn im Juli für möglich. Die Bauzeit bezifferte Bär mit einem Jahr.

Seit 2013 erledigt das Standesamt Werneck die Aufgaben des ehemaligen Standesamts in Waigolshausen mit, was in einer Vereinbarung der beiden Gemeinden geregelt ist. Im Oktober hatte der Gemeinderat in Werneck auf Vorschlag der Verwaltung einen Nachtrag zu dieser Vereinbarung beschlossen. Er sieht vor, ab 2020 die Arbeiten nicht mehr nach Fallzahlen, sondern auf Basis der Einwohnerzahl zu verrechnen. Als Umlagebetrag wurden drei Euro pro Einwohner festgelegt. Damit soll der auf Waigolshausen entfallende Kostenanteil künftig besser abgedeckt werden.

Bürgermeister Peter Pfister als auch Verwaltungsleiter Josef Zeißner sprachen von einer gerechten Lösung und empfahlen die Zustimmung. Mit der Standesamtslösung sei Waigolshausen bisher gut gefahren, sagte Pfister: "Das soll so bleiben". Der Gemeinderat segnete den von Werneck vorgelegten Nachtrag zur Vereinbarung einstimmig ab. Bei 2750 Einwohnern muss Waigolshausen somit im kommenden Jahr 8250 Euro zahlen. Vorgesehen ist eine jährliche Steigerung der Umlage von zwei Prozent.

Einstimmig grünes Licht gab der Gemeinderat einem Bauantrag für ein Einfamilienwohnhaus im Baugebiet "Am Weidenweg" in Waigolshausen. Verbunden war dies mit Befreiungen von den Festsetzungen im Bebauungsplan: geringere Dachneigung, größere Traufhöhe, teilweise liegende Fenster- und Türformate, Flachdach für Garage und Anbau sowie eine graue statt rote Dacheindeckung. Letzteres ließ der Rat erstmalig in dem Baugebiet zu, hatte aber wegen der geplanten großflächen PV-Anlage keine Bedenken.

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