REICHMANNSHAUSEN

Funkstille mit Vodafone: Reichmannshäuser sind sauer

Funkstille mit Vodafone: Reichmannshäuser protestieren für versprochenen Mobilfunk       -  (jha)   Im Juli 2017 hatte Schonungens Bürgermeister Stefan Rottmann (zweiter von links) sein Glück kaum fassen können: Es ging vorwärts. Denn in einem Schreiben hatte ihm der TÜV Rheinland bestätigt, dass die Vodafone GmbH „die Errichtung einer neuen Mobilfunksendeanlage“ in Reichmannshausen plane. Doch der Vorfreude ist ein halbes Jahr später bittere Ernüchterung gewichen: Vodafone melde sich auf keine E-Mail und keinen Anruf mehr, sagte Rottmann. Die Schonunger Ortsteile Reichmannshausen und Hausen sind bis heute ohne Handyempfang. Um den öffentlichen Druck auf den Mobilfunkanbieter zu erhöhen, rief der Bürgermeister am Freitag Handybesitzer und Gemeinderatsmitglieder zu einer Protestaktion zusammen. Rund 40 kamen und reckten die nutzlosen Handys in den Himmel. Rottmann kündigte an, Vodafone nun „in die Mangel zu nehmen“: Er rief die Bürger auf, Beschwerden an das Unternehmen zu richten und ebenso in den Sozialen Netzwerken zu trommeln. Auch Unterschriftensammlungen, etwa über eine Online-Petition, seien ein mögliches Mittel. Außerdem will Rottmann Kontakt zu Landes- und Bundespolitikern aufnehmen, um auf den Missstand aufmerksam zu machen. „Mobilfunk ist inzwischen so wichtig wie Fließendwasser“, sagte Rottmann. Diese Versorgung in einem hoch entwickelten Land wie Deutschland nur der freien Wirtschaft zu überlassen, sei traurig. Im Urlaub mit seiner Frau habe er in der ägyptischen Wüste besseren Handyempfang gehabt. Marc Betz aus Reichmannshausen wäre froh gewesen, wenn er nach einem Unfall 2008, bei dem ein Rückenwirbel brach, mit dem Handy hätte Hilfe holen können.
(jha) Im Juli 2017 hatte Schonungens Bürgermeister Stefan Rottmann (zweiter von links) sein Glück kaum fassen können: Es ging vorwärts. Denn in einem Schreiben hatte ihm der TÜV Rheinland bestätigt, dass die Vodafone GmbH „die Errichtung einer neuen Mobilfunksendeanlage“ in Reichmannshausen plane. Doch der Vorfreude ist ein halbes Jahr später bittere Ernüchterung gewichen: Vodafone melde sich auf keine E-Mail und keinen Anruf mehr, sagte Rottmann. Die Schonunger Ortsteile Reichmannshausen und Hausen sind bis heute ohne Handyempfang. Um den öffentlichen Druck auf den Mobilfunkanbieter zu erhöhen, rief der Bürgermeister am Freitag Handybesitzer und Gemeinderatsmitglieder zu einer Protestaktion zusammen. Rund 40 kamen und reckten die nutzlosen Handys in den Himmel. Rottmann kündigte an, Vodafone nun „in die Mangel zu nehmen“: Er rief die Bürger auf, Beschwerden an das Unternehmen zu richten und ebenso in den Sozialen Netzwerken zu trommeln. Auch Unterschriftensammlungen, etwa über eine Online-Petition, seien ein mögliches Mittel. Außerdem will Rottmann Kontakt zu Landes- und Bundespolitikern aufnehmen, um auf den Missstand aufmerksam zu machen. „Mobilfunk ist inzwischen so wichtig wie Fließendwasser“, sagte Rottmann. Diese Versorgung in einem hoch entwickelten Land wie Deutschland nur der freien Wirtschaft zu überlassen, sei traurig. Im Urlaub mit seiner Frau habe er in der ägyptischen Wüste besseren Handyempfang gehabt. Marc Betz aus Reichmannshausen wäre froh gewesen, wenn er nach einem Unfall 2008, bei dem ein Rückenwirbel brach, mit dem Handy hätte Hilfe holen können. Foto: Julia Haug

Im Juli 2016 hatte Schonungens Bürgermeister Stefan Rottmann (zweiter von links) sein Glück kaum fassen können: Es ging vorwärts. Denn in einem Schreiben hatte ihm der TÜV Rheinland bestätigt, dass die Vodafone GmbH „die Errichtung einer neuen Mobilfunksendeanlage“ in Reichmannshausen plane.

Doch die Vorfreude ist ein halbes Jahr später bitterer Ernüchterung gewichen: Vodafone melde sich auf keine E-Mail und keinen Anruf mehr, sagte Rottmann. Die Schonunger Ortsteile Reichmannshausen und Hausen sind bis heute ohne Handyempfang.

Um den öffentlichen Druck auf den Mobilfunkanbieter zu erhöhen, rief der Bürgermeister am Freitag Handybesitzer und Gemeinderatsmitglieder zu einer Protestaktion zusammen. Rund 40 kamen und reckten die nutzlosen Handys in den Himmel. Rottmann kündigte an, Vodafone nun „in die Mangel zu nehmen“: Er rief die Bürger auf, Beschwerden an das Unternehmen zu richten und ebenso in den Sozialen Netzwerken zu trommeln. Auch Unterschriftensammlungen, etwa über eine Online-Petition, seien ein mögliches Mittel. Außerdem will Rottmann Kontakt zu Landes- und Bundespolitikern aufnehmen, um auf den Missstand aufmerksam zu machen.

„Mobilfunk ist inzwischen so wichtig wie Fließendwasser“, sagte Rottmann. Diese Versorgung in einem hoch entwickelten Land wie Deutschland nur der freien Wirtschaft zu überlassen, sei traurig. Im Urlaub mit seiner Frau habe er in der ägyptischen Wüste besseren Handyempfang gehabt. Marc Betz aus Reichmannshausen wäre froh gewesen, wenn er nach einem Unfall 2008, bei dem ein Rückenwirbel brach, mit dem Handy hätte Hilfe holen können. Ein Sprecher von Vodafone äußerte sich am Freitag: Das Unternehmen stehe „weiterhin zu der gegebenen Ausbauzusage“ und bitte Rottmann um ein neuerliches Gespräch. Am Freitagvormittag habe man den Bürgermeister jedoch nicht mehr erreichen können.

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