Euerbach

Ganztagsschule Euerbach: Spatenstich für Erweiterungsbau

Die Offene Ganztagsschule in Euerbach erhält neue Räume in einem Anbau an die Grundschule. Die Kinder durften beim ersten Spatenstich mit anpacken.
Die Kinder der Offenen Ganztagsschule (OGS) in Euerbach durften selbst den ersten Spaten für ihr neues Gebäude stechen. Mit dabei waren (hinten von links): stellvertretende Schulleiterin Sabrina Korn, Bürgermeister Arthur Arnold, Architekt Joachim Schmitz, Schulleiterin Susanna Stanjek, Lehramtsanwärterin Louisa Geiger und OGS-Leiterin Clarissa Krempel. Foto: Silvia Eidel

Binnen weniger Wochen startete jetzt das zweite große Bauprojekt mitten in Euerbach: Mit dem offiziellen Spatenstich begannen die Arbeiten am Anbau zur Grundschule, der die neuen Räume für die Offene Ganztagsschule (OGS) beherbergen wird.

Zum Startschuss mit Bürgermeister Arthur Arnold und Architekt Joachim Schmitz (Schweinfurt) hatten die Schulkinder dieser Nachmittagsbetreuung Schilder mitgebracht: "Unsere neue OGS" und "Wir freuen uns" hatten sie darauf gemalt. Bislang sind sie komfortabel in sanierten, ehemaligen Klassenräumen im Hauptgebäude untergebracht. Aber diese werden nun dringend für den Unterricht benötigt, zumal Euerbachs Kinderzahlen stark gewachsen sind.

61 Kinder nutzen die Nachmittagsbetreuung 

Vier Jahrgänge in fünf Klassen mit 95 Kinder werden dort derzeit beschult, informierte Schulleiterin Susanna Stanjek. 61 davon nutzen die Nachmittagsbetreuung in der Offenen Ganztagsschule, ergänzte deren Leiterin Clarissa Krempel vom Träger, dem Haus Marienthal, "Tendenz steigend". "Die Betreuungsanforderungen auch in der Schule werden immer höher", erklärte Stanjek.

Der Gemeinderat Euerbach hatte deshalb seit 2017 den Anbau forciert. "Es bleibt nichts, wie es war", resümierte Bürgermeister Arnold beim Spatenstich, "Schule ist eine dynamische Sache". Zumal die Gemeinde zunächst aufgrund zu geringer Kinderzahlen und -prognosen das immer wieder erweiterte Schulhaus der 1960er Jahre zwischen 2010 und 2012 zurückgebaut und generalsaniert hatte.

Die Nachmittagsbetreuung der Schulkinder war damals vom Kindergartenträger, dem Christophorus-Verein, in dessen Räumen übernommen worden. Weil dort aber wegen steigender Kinderzahlen der Platz knapp wurde, hatte die Gemeinde 2016 die Betreuung in der Offenen Ganztagsschule im Grundschulgebäude organisiert.

1,1 Millionen Zuschüsse

Dankbar sei die Gemeinde nun, dass sie die Erweiterung des Schulgebäudes für die Nachmittagsbetreuung über das Kommunale Investitionsprogramm (KIP-S) gefördert bekomme, so Arnold. Von den 1,56 Millionen Euro geplanten Baukosten werden 1,1 Millionen Euro vom Freistaat Bayern übernommen. "Ohne das wäre der Bau nicht möglich". Die Gemeinde habe sich den Vorrang von Kindern und Familien auf die Fahnen geschrieben, "die Zukunft Euerbachs".

Der Anbau wird zweistöckig als Kopfbau an den bisherigen Verwaltungstrakt der Grundschule an der Auenstraße gestaltet, verdeutlichte Architekt Joachim Schmitz. Mit seinem Pultdach zur Straße hin nehme er die Formensprache des bisherigen Gebäudes auf. Eine Photovoltaikanlage auf dem Dach wird eine Ladestation für E-Autos speisen, die für die Lehrerfahrzeuge installiert wird, informierte der Bürgermeister.

So wird der zweistöckige Anbau an die Euerbacher Grundschule aussehen, in dem die Räume der Offenen Ganztagsschule untergebracht werden. Foto: Silvia Eidel

Vom Pausenhof her gibt es einen direkten Zugang in die OGS, die außerdem auch von innen über den Flur des Verwaltungstraktes erreichbar ist. Aufgrund des abschüssigen Geländes liegt der Anbau jeweils ein halbes Stockwerk unter beziehungsweise über der bisherigen Eingangsebene. Ein Aufzug wird alle drei Geschosse verbinden und damit auch die Schule barrierefrei erreichbar machen, erläuterte Schmitz.

Im Erdgeschoss des Anbaues werden Mensa, Küche, WC und ein kleiner Technikraum untergebracht. Das Obergeschoss nimmt einen großen und einen kleinen OGS-Gruppenraum auf, variabel gestaltbar, sowie einen weiteren Raum für Schulzwecke. Insgesamt werden 371 Quadratmeter Nutzfläche geschaffen.

Die Baufirma Weipert (Maßbach) hat bereits den ersten Erdaushub erledigt und auf einem Teil des abgesperrten Pausenhofs gelagert. "Die Erde muss erst beprobt werden, bevor sie weggefahren werden kann", erklärte Architekt Schmitz. "Auch wenn es ganz normaler Boden ist". Diese und ähnliche behördliche Auflagen sowie Vorgänge erschweren öffentliche Bauprojekte und verzögern sie, monierte Bürgermeister Arnold. Als reine Bauzeit für die OGS setzte der Architekt 15 Monate an.

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