Werneck

Gedenken an Opfer der Euthanasie: Warum Worte nicht reichen

Zwischen dem 3. und 6. Oktober 1940 ließen die Nazis die psychiatrische Klinik in Werneck räumen. Von den 760 Patienten wurden etwa 370 in Tötungsanstalten ermordet.
Gedenken und Mahnung: Dr. Thomas Schmelter erinnerte im Wernecker Schlosspark an die Opfer der Patientenmorde im "Dritten Reich" - und warnte vor dem Wiedererstarken menschenverachtender Ideologien. Foto: Uwe Eichler
Kalter Herbstregen fällt herab am Mahnmal für die Opfer von Euthanasie, Zwangssterilisierung und Verschleppung im Wernecker Schlosspark. Dass die Gedenkstunde am "Tag der Einheit", dem deutschen Nationalfeiertag, stattfindet, ist Zufall, aber nicht ohne Symbolik: Wie umgehen mit manch verbliebenem Tabu der eigenen Geschichte? Was (und wer) gehört dazu, zur nationalen Identität und Erinnerungskultur? Zwischen dem 3. und 6. Oktober 1940 ließen die Nazis die psychiatrische Klinik Werneck räumen. Von 760 Patienten wurden etwa 370 in "Tötungsanstalten" vergast.
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