GOCHSHEIM

Geis mit neuem Logistikzentrum fit für die Zukunft

Per Videobotschaft übermittelte Ministerpräsident Markus Söder seine Glückwünsche.
Per Videobotschaft übermittelte Ministerpräsident Markus Söder seine Glückwünsche. Foto: Anand Anders

Der Neubau ist beeindruckend und hat auch noch eine gute Akustik. Die Klänge der Swing-Band, die zur offiziellen Inbetriebnahme des neuen Logistik- und Technologiezentrums der Geis Gruppe in Gochsheim spielte, kamen richtig gut. Die Nutzung als „Konzertsaal“ wird künftig aber eher nicht der Fall sein, denn Geis hat sich mit der Halle ideale Voraussetzungen geschaffen für die komplexen Logistik-Aufgaben, die in Zusammenarbeit mit Großkunden wie Fresenius Medical care oder Intersport bewältigt werden müssen.

15 000 Quadratmeter, also ungefähr die Abmaße eines Fußballstadions samt Tribünen, misst die neue Halle, die in zwei Bereiche aufgeteilt ist. Mehr als 100 neue Arbeitsplätze, und darüber freute sich besonders Gochsheims Bürgermeisterin Helga Fleischer, sind so bereits entstanden. Dank einer Innenhöhe von 10,50 Metern bietet der Neubau, der neun Millionen Euro kostete, umfangreiche Lagerkapazitäten für bis zu 15 000 Paletten und rund 25 000 Kleinladungsträger und Kartons.

Logistik und Spedition optimal kombiniert

17 Be- und Entnahmetore ermöglichen den schnellen Warenumschlag. Weiteres Plus des Terminals: Es befindet sich verkehrsgünstig nahe den Autobahnen und direkt neben dem bestehenden Geis-Umschlagterminal. So könne die Geis Gruppe ihre Logistik- und Speditionsleistungen optimal kombinieren, betonte Geschäftsführer Hans Georg Geis bei der Begrüßung. Rund 200 Gäste, darunter Dr. Ingo Friedrich, Präsident des Europäischen Wirtschaftsenates, waren nach Gochsheim gekommen um dabei zu sein, als dieses Zukunftsprojekt der Geis Holdung GmbH & Co.KG mit Stammsitz in Bad Neustadt, vorgestellt wurde. Bei Rundgängen konnten sich die Gäste davon überzeugen, dass dieses Gebäude nicht nur viel Platz bietet, sondern mitdenkt, ist es doch mit intelligenter Gebäudeleitechnik ausgestattet. Die komplette Haustechnik lässt sich über PC oder Smartphone steuern.

Gut 150 Fachkräfte der Geis Transport und Logistik GmbH sind im neuen Logistik- und Technologiezentrum beschäftigt. Hauptsächlich arbeiten sie für die beiden Großkunden Fresenius Medical Care und Intersport Deutschland. Für Fresenius wird von Gochsheim aus das Schweinfurter Werk beliefert. „Wir bündeln in der neuen Anlage sämtliche Wareneingänge von Produktionsmaterial und Ersatzteilen und transportieren die Ware auf Abruf mit Shuttle-Lkws in das Werk“, so Erik Lassen, Geschäftsführer der Geis Transport- und Logistik GmbH. Und das erfordert Fingerspitzengefühl, handelt es sich doch meist um sensible Bauteile für die Produktion von Dialysemaschinen.

Alle Nike-Produkte laufen über Geis

Beim zweiten Großprojekt übernimmt Geis für Intersport das „Warehousing“ rund um Produkte der Firma Nike. „Intersport hat alle Lieferprozesse der Nike-Produkte an uns ausgegliedert“, so Erik Lassen.1500 Verkaufsflächen in Deutschland werden von dort aus bedient. 2018 wird Geis für Intersport rund 370 000 Pakete mit mehr als sechs Millionen Einzelstücken kommissionieren.

Und dennoch ist das neue Gebäude nur ein erster Schritt „Wir sind offen für neue Kunden und Projekte. Dafür planen wir neben dem Gebäude zwei weitere Bauabschnitte, die jeweils mehr als 20 000 Quadratmeter Logistikfläche umfassen werden“, so Johannes Söllner, Geschäftsführer der Geis Holding für den Bereich Logistics Services.

EU als Rahmen für die wirtschaftliche Zukunft

Klar, dass alle Gastredner voll des Lobes für dieses zukunftsweisende Projekt waren. So zum Beispiel Ministerpräsident Markus Söder, der per Videobotschaft die beeindruckende Lebens- und Wirtschaftleistung der Familie Geis würdigte. „Sie leisten was, Sie gestalten“, so Söder, der sich darüber freute, dass es sich bei Geis um ein familiengeführtes Unternehmen handle. Äußerst zufrieden mit der Zusammenarbeit zeigten sich auch Rolf Näder (Fresenius Medical Care) und Hannes Rumer (Intersport). Dr. Ingo Friedrich, Präsident des Europäischen Wirtschaftsenates, hielt eine Grundsatzrede zur Bedeutung der europäischen Union, die bei allen Schwierigkeiten sie zusammenzuhalten, doch unendlich wichtig für wirtschaftlichen Erfolg und für das friedliche Miteinander der Völker sei. Der europäische Binnenmarkt sei beispielhaft für die ganze Welt.

Auch stellvertretende Landrätin Christine Bender sprach von einem „Meilenstein für das Unternehmen Geis“. Ein Blick in die Geschichte zeigt, dass es davon schon einige gebeben hat. 1945 in Bad Neustadt gegründet hat sich die Geis Gruppe in 73 Jahren zu einem internationalen Logistikdienstleister mit 6300 Mitarbeitern an 140 eigenen Standorten in Europa entwickelt.

Direkt neben dem Umschlagterminal wurde ein 15 000 Quadratmeter großes Gebäude gebaut. Die Geis Gruppe hat neun Millionen Euro in den Standort investiert.
Direkt neben dem Umschlagterminal wurde ein 15 000 Quadratmeter großes Gebäude gebaut. Die Geis Gruppe hat neun Millionen Euro in den Standort investiert. Foto: Anand Anders
Ein Bild vom neuen Gebäude gab es für die wichtigsten Großkunden. Bei der Übergabe (von links) Johannes Söllner (Geschäftsführer Geis Holding), Hans-Georg Geis (geschäftsführender Gesellschafter), Rolf Näder (Vice President Operations Fresenius Medical Care), Hannes Rumer (CFO Intersport Deutschland), Wolfgang Geis (geschäftsführender Gesellschafter) und Jochen Geis (Holding).
Ein Bild vom neuen Gebäude gab es für die wichtigsten Großkunden. Bei der Übergabe (von links) Johannes Söllner (Geschäftsführer Geis Holding), Hans-Georg Geis (geschäftsführender Gesellschafter), Rolf Näder (Vice President Operations Fresenius Medical Care), Hannes Rumer (CFO Intersport Deutschland), Wolfgang Geis (geschäftsführender Gesellschafter) und Jochen Geis (Holding). Foto: Anand Anders
Rund 200 Gäste, vor allem Kunden, waren gekommen um sich die neuen Möglichkeiten der Geis Gruppe und dabei natürlich die große Halle anzuschauen.
Rund 200 Gäste, vor allem Kunden, waren gekommen um sich die neuen Möglichkeiten der Geis Gruppe und dabei natürlich die große Halle anzuschauen. Foto: Anand Anders

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