Röthlein

Gelungene Premiere für die neue Kämmerin

Der Sitzungssaal ist voll besetzt, die Tagesordnung mehr als umfangreich mit Friedhofssatzung, Gemeindehaushalt und Kindergartenumbau. Die neue Kämmerin Lena Seifert meistert ihre Premiere mit Bravour, auch die vorangegangenen Beratungen im Finanzausschuss seien, so Gemeinderätin Elke Lanz, bestens vorbereitet gewesen. Spontaner Applaus und ein einstimmiges Votum für die Verabschiedung des Haushaltes und die Billigung des Finanzplanes sind dann der Dank des Gemeinderates.

Kurzum: Röthlein steht gut da. Seit Jahren erwirtschaftet die Gemeinde einen Überschuss, der stetig dem Vermögenshaushalt zugeführt wird. Dazu verfügt Röthlein über weitere Rücklagen: 2018 waren dies nach Auflösung und Neubildung von Haushaltsresten 1 621 460 Euro, zusammen mit den bereits zurückgelegten Mitteln stehen nun überschüssige Mittel in Höhe von gut 2,3 Millionen Euro zur Verfügung.

Davon "zehrt" Röthlein: Trotz geplanter Projekte mit erheblichem Ausgabepotenzial werden, wie die Kämmerin erläuterte, in den kommenden Jahren keine Kreditaufnahmen nötig. Röthlein stemmt alle finanziellen Ausgaben selbst und plant zudem bis 2022 jährlich weitere, wenn auch geringere Mittel, der Rücklage zuzuführen.

Die Pro-Kopf-Verschuldung sinkt weiter. Mit 116 Euro liegt Röthlein weit unter dem bundesweiten Schnitt.

Der Verwaltungshaushalt ist für 2019 mit 8 558 920 Euro, der Vermögenshaushalt mit 6 625 700 Euro angesetzt. Das hohe Volumen im Vermögenshaushalt resultiert aus den geplanten Einnahmen und Ausgaben für das Industriegebiet "Etzberg III. Abschnitt". Und auch die außerhaushaltliche Finanzierung des neuen Heidenfelder Baugebietes entlastet den Haushalt.

In den nächsten vier Jahren stehen Projekte aus den Vorjahren, aber auch neue Projekte an, für die Mittel wieder oder neu eingeplant wurden.

Wie üblich entschied der Gemeinderat im Rahmen der Haushaltsverabschiedung auch gleich über die Zuschussanträge der Vereine und berücksichtigte dabei die Empfehlungen des Finanzausschusses. Ohne Diskussionen gingen die Anträge durch vom Röthleiner Volkstrachtenverein (Sanierungsmaßnahmen im Vereinsheim), von der Katholischen Kirchenstiftung Hirschfeld (Fenster im Kindergarten), vom TSV Heidenfeld (Rasenmäher), von der DJK Hirschfeld (Sanierungsmaßnahmen und Geräteanschaffungen), von der FFW Hirschfeld (Zelt) und von der Katholischen Kirchenstiftung Röthlein (Sanierung Pfarrkirche), Letzteres unter der Voraussetzung, dass eine Einigung bezüglich des barrierefreien Umbaus der Treppe zwischen Hauptstraße und "Am Sportplatz" erfolgt. Gleichzeitig erging die Aufforderung an die FFW Hirschfeld und die DJK Hirschfeld, erst einmal eine Förderung beim Kreisjugendring zu beantragen, die Gemeinde wird dann die Anschaffung nach dem Schwebheimer Modell bezuschussen.

Der Antrag vom Heidenfelder Gesangverein für Jugend-Tanzsportbekleidung wurde erneut abgelehnt. Dafür gibt es jetzt jährlich und antragsfrei für jeden der drei Vereine, die Faschingssitzungen durchführen, 300 Euro Zuschuss.

Länger diskutiert wurde über die geplante Ersatzbeschaffung des mittlerweile maroden WC-Wagens der Röthleiner Eigenheimer. Martin Weth und Jürgen Lorenz monierten nämlich, dass Leihgeräte, die Gewinn erwirtschaften, grundsätzlich nicht bezuschusst werden. Einige Räte sahen das anders. In Röthlein kommt der Wagen bei vielen Vereinsfesten zum Einsatz, es stehen sonst keine Toiletten zur Verfügung. Und so entschied das Gremium mehrheitlich die Bezuschussung, vorausgesetzt, der WC-Wagen wird vorrangig an ortsansässige Vereine vermietet.

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