GEROLZHOFEN

GemeinSinn will Gemeinnützige und Firmen zum Tausch von Sachen und Dienstleistungen bringen

Was könnte die Geomed-Klinik für die DJK Oberschwarzach tun, und womit könnte sich der erfolgreiche Sportverein am Fuß des Hörnle revanchieren? Geomed-Geschäftsführer Wolfgang Schirmer und DJK-Vorsitzender Claus-Dieter Schilling nebst Frau Anneke waren die einzigen, die sich bei einer Informationsveranstaltung der Freiwilligenagentur GemeinSinn am Mittwoch im Bürgerspital darüber hätten austauschen können.

Während am Tag zuvor in Schweinfurt immerhin 20 Vertreter von Unternehmen und gemeinnützigen Einrichtungen zu einer gleichartigen Veranstaltung gekommen waren, waren es in Gerolzhofen nur drei.

Raphael Kießling, der Leiter der Freiwilligenagentur, erklärte der Mini-Kulisse trotzdem, worum es bei der Aktion „Gute Geschäfte Schweinfurt – Marktplatz für Unternehmen und Gemeinnützige“ geht. Gemeinwohlorganisationen sollen mit Unternehmen aus Stadt und Landkreis Schweinfurt für den Austausch von Sachen und Dienstleistungen zusammengebracht werden. Gemeinnützige treten mit konkreten Gesuchen an die Unternehmensvertreter heran.

Beispiele: Ein Kindergarten braucht Hilfe fürs Herrichten einer Außenanlage, ein Verein möchte mit seinen Mitgliedern mal einen bestimmten Betrieb besichtigen, ein Altenheim sucht jemanden für eine Modenschau für Heimbewohner oder Helfer für das Sommerfest. Oder jemand braucht Beratung für die Sanierung des Vereinsheims, auch im energetischen Bereich oder bei der Finanzierung.

Auf dem Marktplatz können auch Praktikumsplätze vermittelt werden. Oder eine Firma hat Grünpflanzen fürs Büro übrig. Gemeinnützige können dafür eine Gegenleistung anbieten, müssen das aber nicht. Beispielsweise könnte eine Theatergruppe ihr Stück für die Mitarbeiter einer Firma spielen, die für Werbematerial oder Werbefläche sorgt.

Niederländische Idee

Eines ist auf diesem Marktplatz aber tabu: Geld. Landrat Florian Töpper, Schirmherr der Aktion, zitiert zur Begründung den Industriellen Henry Ford: „Ein Geschäft, das nur Geld einbringt, ist ein schlechtes Geschäft.“ Gesuche und Angebote können Gemeinnützige und Firmen auf dem Marktplatz präsentieren und austauschen. Der ist geöffnet am Dienstag, 11. März, in der Kantine der ZF Friedrichshafen AG, Ernst-Sachs-Straße 62, Schweinfurt (für Gemeinnützige ab 17 Uhr, für Unternehmen ab 17.30 Uhr). Wer Hilfe braucht, damit ein Angebot und eine Nachfrage zusammenfinden, kann sich an einen „Makler“ wenden. Ein „Notar“ kann die Vereinbarung besiegeln. Ein Vertragswerk mit allen rechtlichen Konsequenzen wird bei diesen Vereinbarungen aber nicht entstehen.

Die Aktion stammt aus den Niederlanden und kam 2006 durch die Bertelsmann-Stiftung nach Deutschland. In der Region gibt es so etwas bisher in Aschaffenburg, Nürnberg und Frankfurt.

Anmeldung: Gemeinnützige können sich mit ihrem Gesuch bis 27. Januar, Firmen mit ihrem Angebot bis 24. Februar melden. Anmeldeformulare gibt es unter www.gute-geschäefte-schweinfurt.de oder bei Raphael Kießling, Freiwilligenagentur GemeinSinn, Gorch-Fock-Straße 15, 97421 Schweinfurt, Tel. (09721) 94 904-27.

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