Waigolshausen

Gemeinde beauftragt Makler mit Vermietung

Mit zwei Stimmen Mehrheit hatte der Gemeinderat im März 2018 einen Verkauf des auf 1780 datierten Waigolshäuser Pfarrhauses abgelehnt. Argumentiert worden war, dass es sich um ein ortsbildprägendes Gebäude in der Dorfmitte handle und es das letzte Wohngebäude im Eigentum der Gemeinde sei.

In der jüngsten Gemeinderatssitzung stand die Zukunft des Pfarrhauses nun erneut auf der Tagesordnung. Der Grund: Nach einer zehnjährigen Vermietungsphase steht das Pfarrhaus seit Jahresanfang leer. Versuche, über das Amtsblatt der Gemeinde neue Mieter zu finden, waren bislang erfolglos.

Eine Anfang Februar erfolgte Gebäudebesichtigung des Bauausschusses ergab laut Bürgermeister Peter Pfister, dass zur langfristigen Instandhaltung des Gebäudes einiges investiert werden müsste. Mit 215 Quadratmetern sei die Wohnfläche auch sehr groß und der Zuschnitt zudem ungünstig, was Wohnungssuchende abschrecke, sagte Pfister. Ein längerer Leerstand wäre nicht gut für das alte Gebäude, entweder der Beschluss von 2018 komme auf den Prüfstand oder ein Makler werde mit der Vermietung beauftragt, umriss der Bürgermeister die Möglichkeiten.

Frist diskutiert

Über die Inanspruchnahme eines Maklers bestand schnell Einigkeit. Rege diskutierte das Gremium allerdings über die zu gewährende Frist, die von drei Monaten bis Jahresende variierte. Besonders Bernd Pfeuffer und Wolfgang Schraut sahen aber keinen Grund für Hetze, da eine längere Frist keine Nachteile bringe. Deutlich machte auch Valentin Weißenberger, dass die ungünstigen Gegebenheiten beim Gebäude mehr Zeit verlangen als eine normale Wohnungsvermietung.

Letztlich sprach sich der Gemeinderat einstimmig dafür aus, einem Makler bis Jahresende für eine Vermietung Zeit zu geben. Gäbe es dann keinen Mieter, müsse das Pfarrhaus verkauft werden. Inwieweit Kleinreparaturen wie Fensterstreichen zum Tragen kommen, blieb offen.

Im Rahmen des Förderprogramms zur Revitalisierung von Leerständen in den Ortsteilen hatte der Gemeinderat vor einem Jahr für den Neubau eines Wohnhauses in der  Mainstraße in Hergolshausen einen Zuschuss in Aussicht gestellt. Nach Abschluss des Hausbaus und Prüfung durch die Verwaltung gewährte der Rat jetzt einstimmig eine Gesamtförderung von 15 000 Euro, was der möglichen Höchstförderung entspricht. Davon entfallen 9000 Euro auf die drei Kinder des Antragstellers. Der Bürgermeister sprach von gut angelegtem Geld, da wieder ein Leerstand behoben werden konnte.

Zugestimmt hat der Gemeinderat einer Änderung der Gemeindegrenzen im Zuge der Waldneuordnung "Zeuzleben 3". Der geänderte Grenzverlauf bei einer privaten Waldfläche bedingt für Waigolshausen eine Flächenminderung von 0,1125 Hektar.

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