Sennfeld

Gemeinde lässt Schulhausneubau prüfen

Welche Auswirkungen, auch finanzieller Art, die Corona-Krise auf die Gemeinde Sennfeld haben wird, machte Bürgermeister Oliver Schulze in der Gemeinderatssitzung zum Thema. Vieles sei unbekannt, die Gemeinde werde aber umsichtig agieren.

Für die neugegründete Hilfsaktion "Notfallbörse" steht die Gemeinde als Koordinator zur Verfügung, berichtete er. 59 private Helfer hätten sich gemeldet. Die Gemeinde nehme als Ansprechpartner die Hilfegesuche und –angebote entgegen. Die Telefonnummer (09721) 68383, und die E-Mail-Adresse notfallboerse@sennfeld.de werden über Amtsblatt und Hauswurfsendung bekannt gemacht. Mit dem "Bunten Netz" und der Hilfe der Kirchen tausche man sich aus und helfe sich gegenseitig.

Über finanzielle Auswirkungen könne man derzeit noch keine Angaben machen, sagte Schulze. Es werde wohl Gewerbesteuereinbrüche geben, auch Steuerstundungen seien wahrscheinlich. Da die Gemeinde derzeit viele große Projekte laufen habe, wolle sie die Zeit nutzen und in der Planungsphase, vor der Vergabe der Arbeiten, die Dinge vorantreiben. Man werde mit Rücksicht auf die Gemeindefinanzen vorsichtig und umsichtig agieren.

Kosten der Schulsanierung

Diesem Umstand geschuldet ist auch ein Beschluss aus der nichtöffentlichen Sitzung, über den Schulze die Redaktion informierte. Für die geplante Erweiterung und Generalsanierung der Grund- und Mittelschule liegen nach den anfänglichen Kostenschätzungen jetzt die Kostenberechnungen vor, circa 15,6 Millionen Euro. Bisher war, um öffentliche Fördergelder zu erhalten, nur eine Sanierung möglich, da diese unter 80 Prozent der Kosten eines Neubaues lag. Die Kostenberechnung liegt nun darüber, so dass der Gemeinderat beschloss, bei der Regierung von Unterfranken prüfen zu lassen, ob für das Raumkonzept auch ein Neubau mit Fördermitteln möglich ist. Die Prüfung dauere allerdings einige Zeit.

Vom Zeitplan her wäre ein Neubau schneller zu bewältigen, so Schulze, da der Bauablauf einfacher als bei einer Generalsanierung sei. Die Gemeinde werde vor einer Entscheidung die aktuelle Sachlage abwägen. Ungewisse Faktoren seien Baukosten, die Förderquote, die geänderte Haushaltslage oder die Zinsentwicklung.

Man werde die Bevölkerung nach der Corona-Krise in einer Bürgerversammlung ausgiebig zum Sachstand Schule informieren, kündigte er an.

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