Grafenrheinfeld

Gemeinde lebt vom Eingemachten

Einstimmig verabschiedete der Gemeinderat den Haushalt 2020. Er hat ein Gesamtvolumen von 20 103 900 Euro, davon entfallen 13 899 250 Euro auf den Verwaltungs- und 6 204 650 Euro auf den Vermögenshaushalt. Kreditaufnahmen für Investitionen und sind nicht vorgesehen.

Der Kassenkredit wurde auf 150 000 Euro festgelegt, allerdings, so Kämmerin Andrea Ullrich, sei dieser in den vergangenen Jahren nie in Anspruch genommen worden.  Die Steuersätze bleiben auf dem letztjährigen Niveau und betragen für die Grundsteuern 310 und für die Gewerbesteuer 380 Prozent.

Die Einnahmen des Verwaltungshaushalts gliedern sich im Wesentlichen in Steuern und allgemeine Zuweisungen, Einnahmen aus Verwaltung und Betrieb sowie sonstigen Finanzeinnahmen. Für das laufende Jahr rechnet die Gemeinde vorsichtig berechnet mit Gewerbesteuereinnahmen in Höhe von 2 300 000 Euro.

Fast 400 000 Euro an Grundsteuereinahmen

Die Einnahmen bei den Grundsteuern belaufen sich auf 399 200 Euro. Am bedeutendsten ist die Einkommensteuerbeteiligung in Höhe von 2 528 250 Euro. Bei den Ausgaben im Verwaltungshaushalt entfallen allein auf die Kreisumlage 3 125 089 Euro, die Gewerbesteuerumlage liegt bei 445 000 Euro. Die Personalausgaben sind mit 3 486 450 Euro angesetzt.

Erstmals seit dem Jahr 2010 konnte weder in der Jahresrechnung 2019 noch im Haushalt 2020 eine Zuführung vom Verwaltungs- an den Vermögenshaushalt vorgenommen werden. Die Einnahmen des Verwaltungshaushaltes reichen nicht zu dessen Deckung aus. Es muss eine Zuführung vom Vermögenshaushalt von 1 297 650 Euro veranschlagt werden.

Der Vermögenshaushalt finanziert sich durch die Veräußerung von Grundstücken mit rund 100 000 Euro, Rückflüssen aus Darlehen von 96 000 Euro und Investitionszuweisungen von 105 500 Euro. Außerdem werden den Rücklagen 5 783 150 Euro entnommen. Diese schmelzen dadurch von 18 538 619 Euro auf 12 755 469 Euro.

Ausgaben müssen auf den Prüfstand gestellt werden

Auch 2021 wird eine Rücklagenentnahme von über einer Million Euro nötig werden. Deshalb, so Ullrich, müssten Ausgaben auf den Prüfstand gestellt werden, andernfalls schwänden die Rücklagen schneller als man denke. Die erhebliche Rücklagenentnahme heuer hänge auch damit zusammen, dass über 1,2 Millionen Euro vom Vermögenshaushalt an den Verwaltungshaushalt zugeführt werden müssten, damit ein Haushaltsausgleich zustande kommt.  

Die Baumaßnahmen sorgen für die größten Ausgaben im Vermögenshaushalt. Allein für Hoch- und Tiefbaumaßnahmen sind 3 570 000 Euro eingeplant. Ein Großteil dieses Geldes fließt in die Sanierung und Erweiterung der Altmain-Sporthalle, aber auch der Ankauf von Grundstücken, die Sanierung der Alten Amtsvogtei und der geplante Breitbandausbau kosten. Ob dieses Geld aber tatsächlich heuer schon gebraucht wird, könne man zum jetzigen Zeitpunkt nicht mit Sicherheit sagen, so Ullrich. Der Ansatz für die Anschaffung von Anlagevermögen, wie beispielsweise Grundstücke beträgt 1 089 000 Euro.  

Die Kassenlage im Vorjahr 2019 war gut und geordnet. Durch frei werdende Festgelder konnte die Gewerbesteuerrückzahlung im Herbst geleistet werden.

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