FRANKENWINHEIM

Gemeinderat beteiligt sich am „DenkOrt Aumühle“

Bürgermeister Herbert Fröhlich stellte dem Gemeinderat in dessen jüngster Sitzung das Projekt „DenkOrt Aumühle“ in Würzburg vor. Der Verein setzt sich für ein Denkmal am ehemaligen Güterbahnhof Aumühle in Würzburg ein. Von dort wurden 1941/42 die jüdischen Mitbürger aus ganz Unterfranken in die Vernichtungslager nach Osten deportiert, darunter 22 Frankenwinheimer.

Der Konzeptentwurf für die Gedenkstätte sieht Gepäckstücke als zentrales Symbol für die Deportationen vor. Sie bietet Platz für 109 Gepäckstücke die jeweils eine jüdische Gemeinde repräsentieren die 1932/33 in Unterfranken noch bestand. Jede dieser Gemeinden ist dazu aufgerufen sich mit einem Gepäckstück zu beteiligen.

Der Gemeinderat stimmte diesem Vorhaben einstimmig zu. Als Verbindung zwischen dem „DenkOrt Aumühle“ und der jeweiligen Gemeinde wird ein korrespondierendes Gepäckstück in der Heimatgemeinde aufgestellt. In Frankenwinheim wird dies vor dem Rathaus an dem bestehenden Gedenkstein integriert.

Das Frankenwinheimer Gepäckstück, man hat sich für einen Schulranzen entschieden, soll von dem Münsterschwarzacher Künstler Pater Meinrad Duffner erstellt werden.

Die Kosten für die beiden Gepäckstücke werden über eine großzügige zweckgebundene Spende eines Bad Homburger Bürgers finanziert, der die Frankenwinheimer Gedenkarbeit auf diese Weise unterstützen möchte. Einstimmig entschied der Gemeinderat, eine Spende von 200 Euro an den Verein „DenkOrt Aumühle“ zu geben.

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