Dittelbrunn

Gemeinderat will Ökomodellregion Oberes Werntal fortsetzen

Seit 2015 ist die Allianz Oberes Werntal staatlich anerkannte Ökomodellregion. Und das soll sie auch für die kommenden drei Jahre bleiben, beschloss der Gemeinderat von Dittelbrunn einstimmig. Schon 2018 wurde die Förderung für das Projektmanagement um drei Jahre verlängert. Anna-Katharina Paar stellte den Gemeinderäten die Aktivitäten und Erfolge der Ökomodellregion vor.

Diese verfolgt vorrangig das Ziel, die regionalen Wertschöpfungsketten für Bio-Produkte auszubauen und damit den ländlichen Raum zu stärken. Auch sollen die Produktion heimischer Bio-Lebensmittel und das Bewusstsein für regionale Identität vorangebracht werden. Dabei habe das Obere Werntal bayernweit eine Vorreiterrolle. Die Ackerbauregion schneide im bayern- und deutschlandweiten Vergleich überaus gut ab. Der Anteil an ökologisch bearbeiteten Flächen beträgt mehr als 20 Prozent. In Bayern sind es zehn Prozent, bundesweit knapp neun. Seit 2016 stieg die Anzahl an ökologisch wirtschaftenden Betrieben um 18.  Gleichzeitig reduzierte sich die Gesamtanzahl der landwirtschaftlichen Betriebe allerdings um 34.

Managerin Paar: "Gewinnbringendes Netzwerk"

Paar warb für die Weiterführung des Projekts und erklärte, was die Region davon habe. So würden sich die Gemeinden der Allianz den Zukunftsfragen stellen, die da wären Nahversorgung, Steigerung der Attraktivität der Dörfer, Biodiversität, Klimawandel, Grundwasser- und Bodenschutz. Zusätzlich unterstütze die Modellregion übergreifende Lösungsansätze mit örtlichen Behörden, Vereinen und Ehrenamtlichen.

Es sei schon jetzt ein gewinnbringendes Netzwerk entstanden zwischen dem Land, den Kommunen, Behörden, Vereinen, die themenübergreifend zusammenarbeiteten. Die Bürger seien sensibilisiert was regionale Kreisläufe, Wertschöpfungsketten und ökologische Zusammenhänge betreffe und die Kommunen setzten sich vermehrt für den Erhalt der natürlichen Lebensgrundlagen, der Kulturlandschaft, sowie den Erhalt von Betrieben mit landwirtschaftlichem und handwerklichem Hintergrund ein.

Themenschwerpunkte der Zukunft sind Wertschöpfungsketten im  Öko-Ackerbau ebenso wie bei tierischen Erzeugnissen, der vermehrte Einsatz von Bioprodukten in Gemeinschaftsverpflegungen sowie eine weitere Bewusstseinsbildung, wozu unter anderem ein erlebbarer Ökoanbau beitragen soll. Wichtig ist Paar auch die Wertschätzung der Streuobstwiesen sowie die Unterstützung der Biodiversität sowohl bei ökologischen wie konventionell wirtschaftenden Betrieben. Er habe seine Streuobstwiese mit alten Apfelsorten bereits fertig gestellt, erzählt Franz Geus und meinte, das bürgerschaftliche Engagement gehöre ebenso zur Ökomodellregion.

Sinkender Fördersatz für Management

Die Fortführung des Managements ist für die kommenden drei Jahre als Ganztagesstelle vorgesehen. Das Amt für Ländliche Entwicklung Unterfranken wird das Projektmanagement mit einem von 60 über 40 auf 20 Prozent sinkenden Fördersatz für die drei Jahre bezuschussen. Die restlichen Kosten sind vom jeweiligen Gemeindeverbund zu tragen. Für Dittelbrunn fallen 17 237 Euro für den Förderzeitraum von 2021 bis 2023 an.

Lukas Hartung meinte, wenn dem Land und der Bundesregierung jetzt die Ökologie so wichtig sei, dann sollten doch auch die Fördergelder eher höher, statt geringer werden. Gemeinsam mit anderen Ökomodellregionen sei man an diesem Thema dran, erklärte Paar. Man habe bereits ein diesbezügliches Schreiben an die Landwirtschaftsministerin geschickt.

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