GEROLZHOFEN

Geo-Net: „CSU und SPD stellten Signale auf Konfrontation“

„Die Behauptung der CSU, geo-net wollte sich nur die Rosinen bei den Referentenposten herauspicken, ist nicht richtig. Hätten wir mehr Posten gefordert, wären wir sicher der Maßlosigkeit bezichtigt worden.“ Das sagt die Stadtratsfraktion geo-net zur Stellungnahme der CSU, geo-net und Freie wollten nur Rosinen“, veröffentlicht am 8. Mai in der Main-Post Gerolzhofen.

Geo-net, so schreibt die Liste in einer Stellungnahme, sei an einer guten Einbindung aller Ratsmitglieder gelegen gewesen, um deren Engagement für Gerolzhofen zu nutzen. Die neue Fraktion habe sich am 12. April getroffen. Anschließend seien am 17. April die drei anderen Fraktionen informiert worden, welche Referenten für Geo-net interessant wären.

Kriterien der Auswahl seien die persönlichen und beruflichen Erfahrungen, ehrenamtliches Engagement im jeweiligen Aufgabenfeld und der erforderliche Zeitaufwand für die jeweilige Position gewesen.

„Wir haben den Fraktionen von CSU, SPD und Freien Wählern gleichlautend mitgeteilt, dass wir an den Referenten-Aufgaben Kultur oder Gleichstellung (für Stadträtin Birgid Röder), Sport/Vereine oder Öffentlicher Verkehr/Nahverkehr (Toni Niedermeier) und Natur- und Umweltbelange (mit Radwege, Leader) oder Wirtschaft/Unternehmen (Thomas Vizl) besonderes Interesse hätten“, erklärt Geo-net. Es sei der Fraktion natürlich bewusst gewesen, dass sie nicht alle bekommen könne. Jedenfalls sollte die Referentenvergabe im Konsens mit den anderen Fraktionen erfolgen.

Vor knapp zwei Wochen war laut Geo-net klar, dass sich CSU und SPD ohne Absprache mit Freien Wählern und Geo-net auf einen gemeinsamen Personalvorschlag geeinigt haben, zum dem neben den Referenten auch der Zweite Bürgermeister (Erich Servatius, SPD) und die Neueinführung eines Dritten Bürgermeisters (Markus Reuß, CSU) gehörte. Geo-net sollte nur ein Rumpfreferat Natur und Umwelt ohne die Bereiche Radwege und Leader, zugestanden werden.

Es sei natürlich schon zu fragen, warum dies so gewollt war? In den letzten Jahren habe sich Geo-net-Stadtrat Thomas Vizl intensiv um die Bereiche Radwege und auch um Leaderprojekte in Gerolzhofen und im Umland gekümmert.

Geo-net habe in Gesprächen mit den Fraktionsvorsitzenden Kompromissbereitschaft gezeigt, und letztendlich dann nur noch darauf bestanden, dass Kreis- und Stadträtin Birgid Röder entweder das Kultur- oder das Gleichstellungsreferat erhält, und dass das Natur- und Umweltreferat nicht um die Bereiche Radwege und Leader amputiert wird.

Kurz vor Beginn der konstituierenden Stadtratssitzung am Montag sei dann mitgeteilt worden, dass den Minimalwünschen von Geo-net nicht entsprochen werde. „Damit waren die Signale von CSU- und SPD-Seite auf Konfrontation gestellt. Die beiden Referate Kultur und Gleichstellung wurden von CSU und SPD mit Ingrid Feil besetzt“, erklärt geo-net weiter.

Obwohl sich auch die SPD an dieser Ausgrenzung beteiligt habe, sei es für Geo-net aufgrund seines hervorragenden Stimmenergebnisses bei der Stadtratswahl selbstverständlich gewesen, Erich Servatius wieder zum Zweiten Bürgermeister mit zu wählen. Man habe auch einen Großteil der Vorschläge von CSU- und SPD mitgetragen: Jugend (Christoph Rosentritt), Kindergarten (Susanne Wilfling), Partnerschaften und Patenschaften (Burkhard Tebbe), Tourismus (Burkhard Tebbe), Katastrophenschutz und Feuerwehr (Christine Dittmeier) und Einzelhandel und Gastronomie (Günter Iff) seien von Geo-net mitgewählt worden.

In den vergangenen Jahren habe Geo-net gezeigt, dass man ernsthaft und ideenreich an der Entwicklung der Stadt und der Region mitarbeite. „Das werden wir auch in Zukunft tun. Mit oder ohne Titel eines Referenten. Das spielt nicht die entscheidende Rolle“, heißt es am Ende der Stellungnahme.

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