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Geo-net und Freie wollten nur Rosinen

„Die feine Art war das nicht“: So kommentiert die Main-Post die konstituierende Sitzung des Stadtrats am vergangenen Montag, weil Geo-net und die Freien Wähler kaum Referentenpositionen erhalten haben. „So kann man das nicht stehen lassen. Denn es war auch nicht die feine Art von Geo-net und Freien Wählern“, lautet die Reaktion von Arnulf Koch, dem neuen CSU-Fraktionsvorsitzenden.

Vierzehn Referate waren zu vergeben. SPD und CSU hätten sich für verschiedene Referate zur Verfügung gestellt, schreibt Koch. In vielen Fraktionsbesprechungen sei überlegt worden, wer geeignet sei wofür.

Die Freien Wähler hätten sich nur für zwei Referentenpositionen interessiert – und ein Referat erhalten, berichtet Koch. Angesichts des demokratischen Gremiums – die Freien Wähler stellen vier von 20 Stadtratsmitgliedern – ein durchaus erfolgreiches Vorgehen.

Die Fraktion von Geo-net habe bei drei „Rosinen“ den Hut in den Ring geworfen – und sei dreimal demokratisch unterlegen gewesen. „Aber wer bitte kann ernsthaft behaupten, dass Birgid Röder (Geo-net) mehr Recht auf die Gleichstellungsbeauftragte hat, als Ingrid Feil (CSU), die unter anderem Vorsitzende des Frauenbundes ist, um nur ein Beispiel herauszugreifen“, argumentiert Koch.

Thomas Vizl, Geo-net (vorgeschlagen als Umweltreferent), und Hubert Zink, Freie Wähler (vorgeschlagen als Feuerwehrreferent), seien für weitere Positionen vorgeschlagen worden, lehnten aber ab. Die Fraktionen hätten also Referate erhalten können, meint Koch.

Beide Fraktionen hätten laut Koch aber kein Interesse gezeigt, als es darum ging, Referenten für Kindergarten, Tourismus, Senioren, Feuerwehr, Partnerschaft und anderes zu finden, Posten die ihnen in Vorbesprechungen angeboten wurden.

Lediglich bei den für sie scheinbar interessanteren Posten in den Bereichen Wirtschaft, Gleichstellung, Sport und Kultur hätten sie Interesse gezeigt. Sich nur für öffentlichkeitswirksame Referentenposten zu bewerben, erscheint Koch auch nicht die ganz feine Art. Das gelte auch dafür, „in einer demokratischen Abstimmung zu unterliegen, und sich dann als beleidigter Wahlverlierer zu geben“, so Koch weiter.

„Hätte die CSU bei den begehrten Referentenposten einfach zurückstecken sollen, obwohl in den eigenen Reihen qualifizierte Kräfte sitzen, (was auch von allen Seiten betont wurde)? Hätte es nicht auch den kleineren Gruppierungen gut zu Gesicht gestanden, sich nicht ausschließlich für Rosinen, sondern auch für andere Referate zu interessieren?“, fragt Koch am Schluss der Stellungnahme.

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