Werneck

Geplantes Windrad zu nahe bei Vasbühl

In rund einem Kilometer Entfernung von Vasbühl ist auf der Gemarkung von Kaisten der Bau einer Windkraftanlage geplant. Die Gesamthöhe mit Rotor beträgt 238,6 Meter, die Nabenhöhe 164 Meter. Da die Gemeinde Werneck rund um den geplanten Standort Eigentümer von Wegen und eines Grabens ist, wurde sie jetzt als Nachbar um Zustimmung ersucht, war in der jüngsten Gemeinderatssitzung zu erfahren.

Mit großer Mehrheit sprach sich der Gemeinderat dafür aus, die entsprechende Unterschrift zu verweigern. Ausschlaggebend für die Ablehnung war die Nähe zu Vasbühl, wo bereits mehrere Windkraftanlagen sehr nahe an der Wohnbebauung stehen.

Der geplante Standort liegt zwar in einem ausgewiesenen Gebiet für die Windkraftnutzung. Die Wernecker Verwaltung verweist aber auf die seit Ende 2014 bestehende 10-H-Regelung, mit der die Privilegierung von Windkraftanlagen eingeschränkt wird. Nach dieser müsste der Abstand zur Wohnbebauung fast 2,4 Kilometer betragen. Anwohner aus dem nördlichen Dorfgebiet hätten bereits um Ablehnung gebeten, sagte der örtliche Gemeinderat Hans Spahn. Im weiteren Verfahren wird Werneck noch einmal als Träger öffentlicher Belange eine Stellungnahme abgeben können.

Eßlebener Champignonproduktion wird erneut vergrößert

Noch einmal erweitern will die Firma Pilzkulturen Wesjohann aus Visbek ihre Champignonproduktion in der Eßlebener Gemarkung. Geplant ist in direkten Anschluss an das bestehende Gebäude eine weitere Produktionseinheit zu errichten. In Richtung Osten verlängert sich die Produktionsstätte damit um 67 Meter und wird um 8130 Quadratmeter größer. Außerdem wird die im Westen angesiedelte Verpackung um 1163 Quadratmeter erweitert.

Peter Kamm bedauerte, 2014 der Ansiedlung zugestimmt zu haben und monierte insbesondere die Belastung mit Lkw-Verkehr. Nach der ersten Erweiterung 2016 befürchtet eine weitere Verkehrszunahme. Mit der beantragten Erweiterung werde der Ausbauentstand erreicht, sagte Architekt Benedikt Gerber mit Verweis auf andere Produktionsstätten der Firma. Die Erschließung ist über ausgebaute Wirtschaftswege weiterhin ausreichend, sagte Bürgermeisterin Edeltraud Baumgartl.

Laut Gerber haben die Spediteure die Anweisung, nicht über die Bahnhofstraße zu fahren. Passiere das doch, wird um Meldung von Autonummer und Uhrzeit gebeten. Um den Verkehr aus dem Ort zu bekommen und die Zufahrt zu verbessern, würde der Betreiber gerne einen weiteren Wirtschaftsweg ausbauen. Die von Kamm nachgefragte Regenrückhaltung ist durch 600 Kubikmeter zusätzliche Speicher und einen Notüberlauf nach Norden gesichert, sagte Baumgartl. Bei drei Gegenstimmen gab der Gemeinderat dem Bauantrag für die Erweiterung grünes Licht.

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