SCHONUNGEN

Glasfaser flächendeckend bis in jedes Haus

In Waldsachsen werden Leerrohre für die Breitbandverkabelung verlegt. Darüber informierten sich Bürgermeister Stefan Rot... Foto: Milena Hammer

Es ist ein ehrgeiziges Ziel, das sich die Großgemeinde Schonungen da gesteckt hat. Glasfaser soll künftig flächendeckend und in jedes Haus gelegt werden. Der Anfang ist schließlich gemacht, wie Bürgermeister Stefan Rottmann laut einer Mitteilung feststellt. Durch groß angelegte Tiefbaumaßnahmen der Bayernwerke könnten Synergien genutzt und weitläufige Ortsbereiche von Reichmannshausen aber auch Waldsachsen mit Leerrohrsystemen der Spezialfirma Rehau für spätere Glasfaseranbindungen ausgestattet werden.

Statt 200 Euro je laufender Meter, koste die Leerrohrverlegung schließlich nur 40 Euro. Trotzdem nehme die Gemeinde rund 150 000 Euro in die Hand und ermögliche so später Bandbreiten wie es sie bisher nur in Großstädten gibt. In Rednershof ist FTTH (Fibre to the home) bereits in Betrieb gegangen und konnte im Zuge einer umfassenden Kanalbaumaßnahme als vollständiges Netz realisiert werden.

Das Verlegen der Leerrohrsysteme für das spätere Einblasen von Glasfaserleitungen durch einen Provider beziehungsweise Breitbandanbieter erfolgt nach einer bestimmten Technik und Muster. Jedes Haus wird einzeln angefahren und die Kabel farblich abgesetzt ins Haus eingeführt. Die Dimensionierung der Leerrohre sowie die Strecken sollten im Vorfeld idealerweise in einem so genannten Masterplan dokumentiert und bereits bestehende Trassen erfasst werden.

So könne bei Tiefbaumaßnahmen, beispielsweise bei Kanalerneuerungen, auch gleich die richtige Glasfaserinfrastruktur mitverlegt werden. Schonungen mit seinen Ortsteilen kann auf 100 Prozent Förderung bis maximal 50 000 Euro für die Erstellung eines solchen Masterplans rechnen.

Rottmann betont, dass die Gemeinde nicht als Internetanbieter auftreten könne und die Verlegung von Telekommunikationsinfrastruktur wie Glasfaser nicht zum Kerngeschäft einer Kommune gehört. Trotz sich anbahnender Tiefbaumaßnahmen durch die Bayernwerke in Reichmannshausen/Waldsachsen, habe sich kein Anbieter gefunden, der die Leerrohrverlegung übernehmen wollte und so sei die Gemeinde in die Presche gesprungen. Die Investition sei damit aber nicht verloren: Glasfaser sei die Zukunftstechnologie und so können die Leerrohrnetze später vermietet oder gar wieder verkauft werden, heißt es in der Mitteilung der Gemeinde.

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